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Test
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02.02.2012

Stanton Groovemaster V3 MP4 Test

Komplett-Tonabnehmer Set mit elliptischer Diamantnadel

Mix in the Box

Stanton hat neben seinen bewährten Headshell-Abtastern seit einigen Jahren auch diverse Komplett-Systeme im Angebot. Der Groovemaster V3 ist mit einem elliptischen Diamanten ausgestattet und laut Hersteller das ideale System für Producer & Remixer. Geliefert wird im Doppelpack, in einem trendigen Mini-Flightcase für unverbindliche 261 Euro.

Kontrahenten in diesem Feld sind der Ortofon Concorde Nightclub MkII für 179 Euro und das 680 E V3 von Stanton für 99 Euro, jeweils Einzelpreise, wohlgemerkt. Ob sich der Groovemaster V3 tatsächlich einen festen Platz im Studio der anvisierten Zielgruppe verdient hat?

DETAILS

Das schicke, transparente Mini-Flightcase des Groovemaster V3 MP4 ist zunächst ein echter Blickfang. Beim Aufmachen stellt sich aber schnell heraus, dass das Case zwar schön anzusehen, aber leider nicht besonders praktisch ist. Den Deckel muss man nämlich nach dem Öffnen festhalten, da dieser ansonsten von selbst wieder zufällt. Die beiden Plastik-Schalen, in denen die Systeme gebettet sind, sind zwar etwas weich, aber die Nadeln der beiden Tonabnehmer werden beim Transport durch die praktischen Schutzkappen aus Kunststoff geschützt. Mal ganz abgesehen davon, dass die Stantons ja nicht fürs Club-Hopping, sondern zur stationären Installation vorgesehen sind. 

Ein zweiter Blick offenbart, dass die beiden Tonabnehmer sauber verarbeitet und lackiert sind. Ähnlich wie bei der Concorde-Serie von Ortofon sind die Griffe der Stanton-Tonabnehmer ziemlich glatt und rutschig. Der leicht hervorstehende Stanton-Schriftzug verleiht dem Ganzen zwar etwas Grip, dennoch ist nicht ausgeschlossen, dass einem der Tonabnehmer aus den Fingern rutscht. 

Die vier Kontakte sind vergoldet, verfügen über einen recht großen Durchmesser und eine abgerundete Oberfläche. Das sorgt für eine bestmögliche Verbindung zu den Anschlüssen des Tonarms. Hier gibt es nichts zu meckern. Der Nadelträger des Systems ist ziemlich dick und somit ideal vor Umknicken bei versehentlicher Überbeanspruchung (z. B. Nadel fällt auf die Slipmat) geschützt. Sehr gut gefällt mir auch die hellrote Markierung der Nadelspitze. So ist ein exaktes Absetzen auf der Platte nach Augenmaß überhaupt kein Problem. 

Der Test mit der Justier-Schablone verrät, dass der Überhang mit knapp 53 mm nicht ideal auf Technics-Laufwerke (Überhang 52 mm) abgestimmt ist. Bei anderen Plattenspielern kann dies aber durchaus der Idealwert sein. In diesem Zusammenhang möchte ich noch auf den ausführlichen Beipackzettel hinweisen, der Informationen zur korrekten Montage und sämtliche relevanten technischen Daten enthält.

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