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22.03.2016

Bändchenmikrofone – Mythen, Herstellung, Tests

Alles über Bändchen-Mikros

Kauftipps, Funktionsweise, Hintergründe

Bändchenmikrofone sind bei Studio-Aufnahmen immer häufiger im Einsatz, sei es, um Akustik-Gitarre, Lautsprecher, Drum-Overheads oder Vocals zu recorden. Bändchenmikros umgibt die Aura des Außergewöhnlichen, des Antiken, des Werkzeugs der Conaisseure. Der Klang dieser Mikrofone wird gemeinhin als „rund“, „warm“, „samtig“ oder schlichtweg als „vintage“ beschrieben. Das sind Attribute, die man in der heutigen digitalen Welt als positiv empfindet. Gleichzeitig haftet den Ribbons der Makel der enormen Empfindlichkeit an. Und wer will schon durch einen kleinen Bedienfehler sein teures Werkzeug schrotten?

Was ist also dran an diesen Mythen? Klingen Mikrofone dieser Bauart wirklich so außergewöhnlich? Klingen sie alle gleich? Gehen sie tatsächlich so schnell kaputt? Was sollte man beachten, wenn man mit der Anschaffung eines Bändchenmikrofons liebäugelt? Dieser Basics-Artikel greift genau diese Fragen auf und beantwortet sie einfach und verständlich.

Zum Kaufberater Ribbon Mics geht es hier entlang!

 

Grundlagen – Was ist eigentlich ein „Bändchenmikrofon“?

 

In Mikrofonen finden eigentlich nur zwei verschiedene Prinzipien Verwendung, mit denen die Schwingungen der Luft in Spannungen verwandelt werden. Es gibt das elektrostatische Prinzip, wie es bei Kondensatormikrofonen zum Einsatz kommt und das elektrodynamische. Das elektrodynamische Prinzip, dem auch die Bändchenmikrofone folgen, hat neben manchen Vor- auch einige Nachteile. Ein wesentlicher ist, dass bei den meisten Bauformen die bewegte Masse sehr hoch ist, was sie eher träge, unlinear und höhenarm werden lässt. Eine Ausnahme bilden eben die Ribbon-Mikrofone, bei denen ein äußerst dünnes Bändchen in einem Magnetfeld schwingt, wenn es durch Luftschall bewegt wird. Durch die Bewegung im Magnetfeld wird eine Schwingung induziert. Eigentlich ist ein solches Bändchenmikro schnell gebaut: Man benötigt einen starken Magneten mit eng beieinander liegenden Polen und ein dünnes Bändchen aus einem Strom leitenden Material. Wenn man das Band jetzt mit etwas Vorspannung in den Magnetspalt setzt und an beiden Enden des Bandes je eine Kabel-Ader anschließt bekommt man schon sein Signal. Natürlich sind moderne Mikrofone durchaus komplexer aufgebaut, doch das Grundprinzip besteht weiterhin.

Nachfolgend findet ihr einen Artikel über die 4 Ribbon-Mythen, einen Bericht über die Herstellung der Mikrofone und eine Übersicht über einige getestete Bändchenmikros: 

Bändchenmikrofone im Test

Ribbon-Mikrofone, die wir schon im Test hatten, findet ihr hier in der Übersicht. Ihr seht: Bändchen können ganz schön unterschiedlich sein!

How to: Coles 4038 benutzen

Viele schrecken vor klassischen Ribbons wie dem Coles 4038 zurück, weil sie nicht wissen, wie sie sie handlen sollen.

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