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Test
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09.06.2015

Roland RT-30 Trigger News Test

Drum Trigger

Die Alleskönner?

In diesem bonedo Test nehmen wir mit der RT-30 Reihe die brandneuen Akustik Drum Trigger aus dem Hause Roland unter die Lupe. Die komplett überarbeiteten Trigger-Einheiten kommen weiterhin in den bekannten Ausführungen „Kick“, „Single“ und „Dual“ und versprechen neben perfektem Triggering eine stressfreie Kompatibilität auch mit ungewöhnlicheren Spannreifen-Varianten wie den so genannten „S-Hoops“, also jenen Rims, die nach innen geflanscht sind. 

Freunde des stetig beliebter werdenden „Hybrid-Drummings“ sollten hier unbedingt genauer hinschauen, da Roland seine erfolgreichen Piezo-Trigger nicht nur umfassend überarbeitet, sondern auch im Preis etwas gesenkt hat. Ob live oder im Studio – akustische Drum Trigger gehören heute für viele Schlagzeuger zur Grundausstattung. Und das zu Recht, lassen sich mit diesen kleinen Helferleins doch musikalische und klangliche Ideen in die Tat umsetzen, die die Ausdrucksmöglichen des Rhythmuswerkers erheblich erweitern können. Wie sich die Roland RT-30 Trigger dabei behaupten, lest ihr hier.

Details

Mischen Possible

Ihr wollt Euren Kick-, Snare- und/oder Tom-Sound auf der Bühne mit einem fetten Sample andicken bzw. das Original-Sample Eurer Produktion auch live verwenden? Trigger sind hier die perfekte Lösung. Oder: Ihr seid im Studio und wisst noch nicht genau, wo die Reise soundästhetisch hingehen wird? Einfach Trigger ans Set gebastelt und zusätzlich zu den normalen Audio Signalen, die über die Mikrofone aufgezeichnet werden, die Triggersignale als MIDI Signale mitgeschnitten. So könnt Ihr entweder Samples oder sonstige Klänge zu den akustischen Stimmen hinzufügen (Layering) oder gar die akustischen Signale durch die Fremd-Sounds ersetzen (Drum Replacement). Die Möglichkeiten, die Drum Trigger bieten, sind also extrem vielfältig. 

Roland war so freundlich, uns neben den Triggern noch ein TM-2 Trigger Module zum Test mitzuschicken (einen ausführlichen Test zum Roland TM-2 gibt hier zu lesen), mit dem wir die hübschen Teile nun auf Herz und Nieren prüfen wollen. Doch dafür heißt es erstmal: Auspacken!

Mit Box in der Box 

Die einzelnen RT-30 Trigger kommen zusammen mit einer Gebrauchsanweisung und einem entsprechenden Klinkenkabel (Monoklinken für RT-30K, also Kick und RT-30H, Head sowie eine Stereoklinke für das duale Modell RT-30HR, Head Rim) in je einer Verpackungseinheit. Die eigentliche Trigger-Einheit ist dann nochmals in einer hübschen, stabilen und mit Schaumstoff ausgekleideten kleinen Box gelagert, die sich als sichere Transportmöglichkeit anbietet. In edlem dunkelgrau mit silbernen Typbezeichnungen kommen alle drei Einheiten sehr kompakt rüber, und ein spiegelndes Rundelement oben außen über dem Piezo-Trigger gibt noch einen zusätzlichen Design-Impuls. Die gesamte Einheit ist aus einem Stück Fiberglas gegossen. Um den Trigger am Kessel zu befestigen, benötigt man keinen Stimmschlüssel, sondern benutzt das kleine Kunststoffrädchen, welches eine Schraube dreht, an deren Ende ein Kopf sitzt, der dann wiederum in Kombination mit zwei gegenüber liegenden „Halte-Nasen“ auf den Spannreifen greift. Die Verkabelung zwischen Trigger und Modul wird, bei bei Roland üblich, nicht etwa über XLR-Verbindungen, sondern über Klinkenkabel hergestellt, die bei den Single- und Dual-Modellen je seitlich in den Trigger gesteckt werden. Der Kick Trigger unterscheidet sich optisch bzw. bezüglich seiner Größe weniger von seinen Snare- oder Tom-Geschwistern als es sonst bei Akustik Triggern üblich ist. Dies ist der Tatsache geschuldet, dass der Kick Trigger im 90 Grad Winkel hochkant an die Bass Drum geklemmt wird, was wiederum zur Folge hat, dass das Befestigungsrädchen und das Klinkenkabel nach oben zeigen. Selbstverständlich kann man den Kick Trigger auch „irgendwo“ an den Spannreifen der großen Trommel klemmen, so dass eventuelle Konflikte mit Hängetoms über der Bass Drum etc. vermieden werden können.  

Mehr Piezos als erwartet

Das Herzstück aller drei Modelle sind natürlich die eigentlichen Piezo-Trigger. Ein Kegel aus farblich passendem grauem Schaumstoff / Moosgummi stellt jeweils die Verbindung zum darunter liegenden Trigger-Plättchen her und liegt nach der Befestigung an der Trommel mit der Spitze auf dem Fell auf. Laut Roland fällt bei der RT-30 Serie das lästige Fummeln komplett  weg, was bei anderen Herstellern schon mal nötig schien, um die Schaumstoff-Abnehmer perfekt auf der Felloberfäche zu platzieren; das überarbeitete „self guided mount“- Befestigungssystem „erzwingt“ automatisch den perfekten Auflagewinkel für den Abnehmer. Im Dual Modell RT-30HR sind, im Gegensatz zum Single, zwei innenseitige Piezos zu erkennen, einer „liest“ über den Kegel das Fellsignal, der andere registriert die Impulse am Rim. Und obwohl eigentlich jeweils ein einzelner Piezo bei Single- und Kick-Modell zu erwarten wären, stellen wir fest, dass im Kick Trigger ebenfalls zwei Piezos verbaut sind: einer ist verbunden mit dem am Fell anliegenden Schaumstoffkegel, ein anderer sitzt in unmittelbarer Nähe des Holzspannreifens. Durch das Zusammenspiel dieser beiden Piezos soll unerwünschtes Doppeltriggern an der Bass Drum eliminiert werden, das durch die schlichte Größe des Fells und der meist lockeren Spannung schneller auftreten kann als bei kleineren Trommeln. 

So, jetzt wird es aber Zeit, die Teile endlich an die Kessel zu klemmen und loszutriggern – auf in die Praxis!

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