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Test
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01.02.2011

Serato Video SL Test

AugenOhrenBeatPerformance 1.2

Es gab Zeiten, da bestand der Job eines DJs darin, allabendlich eine publikumsträchtige Auswahl des eigenen oder vorhandenen Schallplattenarsenals abzuspielen. Die zunehmende Akzeptanz und Verbreitung digitaler Audiodateien veränderte jedoch vor allem die Clubszene. Scratcher und Beatjuggler wie Grandmaster Flash und elektronisch verwurzelte DJs wie Richie Hawtin verwenden seit Jahren digitale Vinyl-Systeme, deren Mixhilfen und Kreativabteilungen einen starken Einfluss auf die Performance des Protagonisten haben. Rund um den Globus bescheren effiziente Tools, wie Beatcounter, Autosync und Wavematcher Zeitgewinne, die wiederum in Remix-Aktivitäten investiert werden können. Individualismus ist angesagt. In manchen musikalischen Stilrichtungen gehören Effektgewitter und Juggling-Competitions zum Abendprogramm wie die Damenwahl zur Tanzschule.

Waren DJs zu Beginn der Ära oftmals noch selbst für Lichteffekte verantwortlich, entstand mit zunehmender Komplexität der Lichtpulte in den achtziger Jahren der Beruf des Lightjockeys - Light und Lasershows nahmen Fahrt auf. Einige Jahre später wiederum bekam der Lightjockey Unterstützung in Person des Visual-Jockeys, oder kurz VJs, der mit Clip-Installationen arbeitet und Visualeffects auf die Leinwände und Monitore projiziert um die tanzende Meute optisch zu stimulieren. Mein heutiger Testkandidat Video SL macht Discjockeys zu Visualjockeys und mixt Bild und Ton mit Steuervinyl und Mischpult. Ob das Spaß und Sinn macht?

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