Test
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02.01.2019

Praxis

Rekordbox ist gestartet und sowohl USB als auch DMX verkabelt, die Software springt allerdings nicht automatisch auf den Lightning-Modus um. Es erscheint lediglich die Meldung, dass ein RB-DMX1 erkannt wurde und die Frage, ob wir den Lightning-Modus verwenden möchten.

Die blaue LED leuchtet nun permanent, damit wir aber den Lightning-Modus verwenden können, müssen wir zunächst in die Voreinstellungen von Rekordbox und unter dem Reiter Lightning die Beleuchtungsfunktion aktivieren. Hier finden wir noch die Beleuchtungs-Miniaturanzeige zum An- und Abwählen sowie Play-Macro, falls mal keine Musik gespielt wird.

In der Rekordbox-Bedienoberfläche erscheint nun ein neuer Bereich für die Lichtsteuerung. Zuvor muss noch die sogenannte Phrases-Analyse für Intro, Verse 1 und 2, Chorus, Bridge und Outro durchgeführt werden. Durch diesen intelligenten Algorithmus werden auch gleichzeitig für jeden Track die Lichtsequenzen erstellt, sodass man sofort loslegen könnte. Jedoch müssen wir noch die Fixtures, also die Lichter, die wir in unserem Setup bei der Venue verwenden, einrichten.

Aufbau einer Venue 

Zum Aufbau einer Venue müssen wir in den Lightning Modus wechseln. Dort können wir in den oberen drei Reitern zwischen Fixtures-Library, Macro-Mapping und Macro-Editor wechseln. In der Fixtures-Library lassen sich verschiedene Venues anlegen. Unter dem Venue-Reiter sind alle 512 Kanäle in Matrixanordnung zu sehen. Links davon befinden sich dann die Gerätebezeichnung mit den Angaben zum gewählten Licht, Kanalbelegung und einer erweiterten Zuordnung für die Gerätefunktion, wie beispielsweise Strobe, Par oder Bar Light (simple).

In der unteren Hälfte befindet sich dann die Library. Entweder suchen wir uns das Licht aus der Herstellerliste oder wir benutzen die Suchfunktion, was schneller geht. Ich habe leider nicht alle Geräte in der Library gefunden, die bei vergleichbaren DMX-Interfaces vorhanden waren. Ein manuelles Anlegen ist leider nicht möglich. Um das Licht einzurichten, brauchen wir nur unsere Auswahl auf den Startkanal im oberen Bereich ziehen und das war es auch schon.

Macro-Mapping und Editor

Das Macro-Mapping bietet eine bereits gelungene Auswahl an Makros, die bereits eine gute Auswahl an Farbspielen für die Phrasen anbietet. Hier können die Makro-Vorgaben editiert und eigene Makros angelegt werden, dabei wechselt Rekordbox automatisch in den zugehörigen Editor. Dort können auch die Vorgaben der einzelnen Tracks durch die Phrase-Analyse nachträglich bearbeitet werden. 

Um Änderungen vorzunehmen, muss der entsprechende Bereich zunächst markiert werden. Ein Nachteil hier: Für jedes Fixture sind die Änderungen von Farbe, Dimmer bzw. Start-Endpunkte, Farbintensität, Farbübergänge, Scanner und Moving-Head-Positionen einzeln zu definieren. Auch Farben und deren Übergänge funktionieren nur einzeln, das habe ich schon besser gesehen.

Auf der anderen Seite gibt es diverse Bänke und Moods, womit sich das Licht-Szenario für einen DJ einfacher gestalten lässt, ohne in die Tiefe gehen zu müssen. Hin und wieder muss auch mal der Beatgrid händisch angepasst werden, was allerdings sehr gut funktioniert.

Im Live-Betrieb

Wenn wir nun live spielen, gibt es nur noch eingeschränkte Möglichkeiten, in die Licht-Show einzugreifen. Neue Tracks, die bisher keiner Phrase-Analyse unterzogen wurden liefern kein Licht, das heißt entweder vor dem Gig oder noch schnell von Hand in der Trackliste den Track analysieren lassen. Alternativ kann man auch im „Manual Mode“ arbeiten und den nicht gespielten Track auswählen, damit die Makros greifen. Im „Auto Mode“ entscheidet der Crossfader ansonsten darüber, welche Lightshow von welchem Track kommt. Hier gibt es leider keine Überblend-Funktion, sondern nur einen harten Cut der Licht-Inszenierung. Man kann sich auch Mood-, Bank-, Farb- oder Strobe-Effekte für diesen Fall zunutzen machen. 

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