Hersteller_Pioneer
Test
5
15.07.2011

PRAXIS

Klangqualität

Der Hersteller verspricht eine Nennleistung/Standardleistung von +26/+8 dB am symmetrischen Ausgang und +22/+2 dB am Cinch-Master, was einen leichten Anstieg gegenüber dem 2000er bedeutet. Die USB-Soundkarte arbeitet mit 96 kHz bei 24 Bit und überträgt die Audiosignale mit einem Signal/Rausch-Abstand von 107 dB. Analoge Eingangsignale werden von den A/D-Wandlern mit 32 Bit digitalisiert und intern mit 32 Bit weiterverarbeitet. Beim DJM-900 Nexus wurden dieselben Ein- und Ausgangsschaltkreise wie beim Spitzenmodell, dem DJM-2000, verbaut. Daher überzeugt der neue Pioneer-Gipfelstürmer wie sein großer Bruder mit kräftigem, präzisem Klang - der sich zudem mit einem Headroom von 19 dB ziemlich übersteuerungsfest gegen pegeltechnische Extrembelastungen zeigt. Die Phono-Preamps produzieren ein natürliches und druckvolles Signal, wie ihr den nachfolgenden Beispielen entnehmen könnt.

Workflow zum Ersten

Der Nexus ist ein sehr ergonomischer Mixer. Er hält bis auf die nach hinten gewanderte Mike-Buchse, den Touch-Strip und die beiden zusätzlichen FX-Buttons am grundsätzlichen 800er-Layout fest, und es macht wirklich sehr viel Spaß, mit dem Gerät zu arbeiten. Alle Funktionen sind glasklar definiert. Der Aufbau ist absolut übersichtlich und eine Fehlbedienung quasi ausgeschlossen. Wenn unterschiedliche Medien (Schallplatten, Softwaredecks, CDs, iPad) ins Spiel kommen, wirkt sich die neue Eingangsmatrix zudem positiv auf den Workflow aus. Die langen LED-Ketten am Kanal sorgen für einen optimalen Überblick über die Pegelverhältnisse der Hard- oder Softwaredecks. Egal, ob man sich für den EQ- oder den Isolator-Modus entscheidet, die Klangregelung packt elegant zu. Naturgemäß geht’s beim Kill-Mode auf den letzten Metern etwas bestimmter zur Sache.

FX1 – Farbe kommt in Spiel

Bei den Color-FX haben Crush und Filter den Sprung in die neue Geräte-Generation geschafft. Harmonic und Sweep mussten weichen. Neu hinzugekommen sind Noise, Dub-Echo, Gate/Kompressor und Space. Space legt einen Nachhall an, der sich gegen den Uhrzeigersinn auf Mitten und Bässe auswirkt, entgegengesetzt auf Mitten und Höhen. Noise generiert ein weißes Rauschen, das durch das Filter gejagt wird. Links sitzt Tiefpass, rechts Hochpass. Dub-Echo mischt mehrere Echos mit ansteigender Dämpfung zum Originalsignal hinzu. Filter ist ein klassisches HPF/TPF-Kombifilter, Crush ist ein typischer Bitcrusher. Zudem ist auch eine Gate/Kompressor-Kombination im Programm.  

Die Effekttasten haben eine blaue Hintergrundbeleuchtung, was sie auch im Dunkeln gut von der Umgebung abhebt. Sie beginnen zu blinken, wenn der entsprechende Effekt aktiv ist. Im Gegensatz zu ihren Beat-gesteuerten Geschwistern können die Color-FX unabhängig voneinander einem der vier Kanäle hinzugemischt werden. Dies geschieht über den Color-Regler unterhalb der Equalizer an den betreffenden Channel. Anders als beim DJM-2000 ist kein Parameter-Regler mehr zugegen, was ich bei einem Verkaufspreis von fast 2000 Euro etwas restriktiv empfinde. Ich hätte gerne einen Parameter mehr zum „tweaken“ gesehen. Ein verketteter Betrieb mehrerer CFX ist nicht gestattet, denn sie können nur alternativ eingeschaltet werden. Obendrein ist es etwas schade, dass die Regler keine Status-LED mit auf den Weg bekommen haben, welche Positionen außerhalb der Mittenstellung signalisiert. Das würde besonders in hektischeren Situationen manchen Sicherheits-Griff zum Poti überflüssig machen.

Beat-FX

Die gesamte linke Außenzeile ist den Beat-FX gewidmet. Sämtliche relevanten Daten lassen sich auf dem 10-Zentimeter-Punktmatrix-Display deutlich ablesen. Hoch im Norden steht der Effekt-Typ in großen Lettern, gefolgt vom aktiven FX-Kanal, den BPM und den Effektparametern. Darunter ist der brandneue Ribbon-Controller platziert sowie zwei Beat-Taster und der Wahlschalter für den Effekttypen selbst. Das Repertoire umfasst Delay, Echo, Spiral, Reverb, Trans, Filter, Flanger sowie Phaser, Robot, Melodic, Slip Roll, Roll und Reverse Roll. Zudem gibt es eine Einstellung für MIDI-LFO und Send/RTN. Time steuert das Effekt-Timing manuell bis auf die Millisekunde gerundet. Dry-Wet dirigiert das Verhältnis zwischen Original- und Effekt-Signal. Wie üblich bei Pioneer dient ein dicker gelber Taster zum Einschalten der Klangverwurster.

Einige der oben genannten Effekte dürften den meisten Lesern bekannt sein, daher wollen wir an dieser Stelle auf umfangreiche Erklärungen der Standard-Vertreter verzichten. Was vielleicht nicht so klar ist, sind die Roll-Effekte. Sie sampeln auf Tastendruck Audio-Material in den Puffer und spielen es als Loop ab. Entweder normal, rückwärts oder ähnlich eines Serato Loop-Rolls geslippt. Gerade der letztgenannte Slip-Roll hat Suchtpotenzial, denn das Beatmash-Tool erzeugt rhythmische Slices, indem bei jeder Tempo-Änderung auf dem X-Pad neu gesampelt wird.

Melodic entnimmt einen Audiozyklus aus dem entsprechenden Kanal (ähnlich wie beim Pitch-Effekt des DJM-2000 im Sidechain-Remix), der dann in punkto Pitch und Länge zerhackt werden kann. REVERB bietet Raumgrößensteuerung und Eingangsfrequenzfilterung mit einer maximalen Halldauer von zwei Minuten. Spiral ist ein psychodelisch klingendes Pitch-Echo mit Feedback-Looping. Filter, Phase und Flanger haben nun einen Twin-LFO spendiert bekommen. LFO1 wird über die Beat-Buttons gesteuert, LFO2 kann den Faktor der Schwingung per X-PAD verstärken. Happy sweeping everybody. Und wo wir schon gerade beim Thema sind: Optional lässt sich der LFO-Takt über MIDI und USB ausgeben, sodass sich Software-FX über die Bedienelemente des DJM-900NXS dirigieren lassen. Nachstehend hört ihr weitere Auszüge aus den Beat-FX.

Beat-FX sind grundsätzlich von der ermittelten Geschwindigkeit abhängig. Die Geschwindigkeit, welche als Grundlage für das Timing dient, lässt sich über das Auto-BPM-Zählwerk beziehen oder manuell einklopfen. Das Timing der Effekte selbst lässt sich auf mehrere Arten bestimmen. Zum einen befindet sich knapp unterhalb des Displays ein X-Pad, das Effektwerte oder Timings über einen berührungsempfindlichen Ribbon-Controller dirigiert. Darunter sind zwei Pfeiltasten positioniert, welche die entsprechenden Modulationszyklen in Einzelschritten verändern. Hier geht es linear vorwärts und zurück, zum Beispiel beim Gater-ähnlichen Trans-Effekt in einem Bereich von 1/16 bis 16 Beats. Über das Pad hingegen sind nur 1/1 bis 1/16 Beat zugänglich, was für die Schleifen also einen waschechten Loopcutter darstellt. Aber auch Flanger, Filter und Co lassen sich prima per Finger-Fade regulieren. Wer das Timing lieber manuell dirigiert, nutzt den Time-Encoder und steuert im Millisekundenbereich. DEPTH regelt die Tiefe im Verhältnis zum Originalsignal.  

Traditionell shreddern die Beat-FX nur auf einem Kanal, einer Crossfader-Seite, dem Mike oder Master (das ist auch bei meinem 10 Jahre alten DJM-600 nicht anders). Die Sounds lassen sich am Nexus jedoch zuerst auf dem Kopfhörer prüfen, bevor sie auf die Partycrowd niederprasseln. Prima. Insgesamt kann ich den beiden Effektsektionen uneingeschränkte Dancefloor-Tauglichkeit attestieren.  

 

XPAD/Beat-FX in the Mix

Im Praxiseinsatz zeigt sich das X-Pad als echte Bereicherung, denn durch simples Fingerauflegen wird der Effekt eingeschaltet (es ist nicht nötig, den FX-On-Button zu betätigen) und gesteuert. Da sich mit jedem Auflegen des Fingers der Effekt neu initiiert und die Position des Fingers immer ein anderes Effekt-Timing hervorruft, lassen sich durch Positionssprünge sehr interessante Ergebnisse erzielen. Ferner bleibt die zweite Hand zum Mischen mit den Equalizern und Fadern frei. Obendrein kann man so auch sehr intuitiv zwei Effekte tweaken, nämlich einen Color-FX und dazu einen Beat-FX via Ribbon. Bei einigen Effekten wie Melodic, wo man den Pitch und die Wiederholzeit steuert, sind zwei unterschiedliche Parameter über die Beat-Tasten und den Ribbon-Controller zugänglich.

What you pay is what you get?

Im DJM-2000 Review hatte ich noch bemängelt, dass die Benutzereingaben bei den taktgesteuerten Effekten mit unmittelbarer Wirkung zuschlagen, was zeitweise zu asynchronen Verläufen oder zu Offbeats bei Loops im Mix führen kann. Daher freue ich mich umso mehr über einen neuen Button mit der Aufschrift „Quantize“. Andererseits ist ein kompatibler Player (CDJ-900/-2000) und ein Computer mit Recordbox an Bord zum Nutzen dieser Funktion nötig. Warum? Quantisierung bedeutet Peak- und Beatgrid-Daten vorliegen zu haben. Diese müssen mitsamt den Positions- und BPM-Werten des betreffenden Players an die Effektsektion gesendet werden, um die User-Eingaben passend auf den nächsten Takt zu schubsen. Der Zweitausender kostet aktuell knapp 3500 Euro, die Neunhunderter im Paar etwa einen Tausender weniger. Zusammen mit dem Mixer kommt da schon ein stattliches Sümmchen zusammen.

TSP-Certified

Der Pioneer DJM-900 NXS ist Traktor Scratch Pro zertifiziert und kann daher ohne weitere Ingredienzien mit dem beliebten Berliner DVS-System zusammenarbeiten. Naja, zumindest, wenn der DJ eine Traktor Scratch Lizenz besitzt. Sie ist im Online-Store samt Interface für 599 Euro zu haben, das Certified-Upgrade für Besitzer eines DJM-900 schlägt mit 299 Euro zu Buche. Mit dieser Lizenz auf dem Rechner ist es nicht nötig, dass der DJ ein eigenes Interface als Dongle mit zum Set schleppt. Es spart viel Zeit ein, die ansonsten für die Verkabelung im Club eingesetzt werden muss. Der Musikus braucht also lediglich noch die Treiberdateien des Mixers auf seinen Rechner aufspielen, welche auch das Konfigurations-Panel enthalten, und kann fortan einfach sein Laptop über den USB-Port anschließen, um sich innerhalb kürzester Zeit ins laufende Geschehen einzuklinken. Was unter diesem Aspekt bedauerlich ist: Für einen Wechsel zweier nachfolgender Protagonisten ist eine CD, Schallplatte oder ein anderes extern zugeführtes Signal erforderlich, denn der DJM-900 hat ja – im Gegensatz zum Konkurrenten Rane68 - lediglich einen USB-Anschluss unter der Haube.

Treckerfahren auf dem Nexus

Zunächst ist darauf zu achten, dass Mischpult und Traktor mit der gleichen Samplerate arbeiten. Der Traktor Main-Output sollte nicht zu weit runtergefahren sein, da ansonsten die Color-FX, die ja keinen Dry-Wet-Regler wie die Beat-FX spendiert bekommen haben, zu stark den Original-Sound überlagern. Dann sind die Audioroutings für In- und Outputs vorzunehmen, wobei es nicht ausreicht, die Matrix an den entsprechenden Kanälen und in Traktor abzugleichen. Auch im Pioneer-Softwarepanel sind die richtigen Einstellungen vorzunehmen. In der Software werden die Mixereingänge für jeden Kanal angezeigt, wobei verbundene digitale Kanäle mit einem blauen Pfeil gekennzeichnet sind. Analoge Kanäle (LINE- oder PHONO) repräsentiert ein grauer Pfeil.

Sind alle Einstellungen korrekt vorgenommen, lässt sich mit dem Nexus in punkto Stabilität und Performance gut arbeiten. Dank Input-Matrix ist es absolut kein Problem für einen DVS-DJ, mit einem Kollegen zu battlen, der mit CDs oder Platten zum Set aufläuft und umgekehrt. Einmal am Schalter gedreht, und die Rare-Groove-Schätze aus dem Schallplattenarchiv schwingen im fröhlichen Einklang mit den MP3-, AIFF- oder Wave-Dateien.

Das Thema Latenz ist besonders für den digitalen Deejay ein wichtiges Kaufargument, wobei die benötigte Leistung im Detail unterschiedlichen Anforderungen unterliegt. Steht ein Artist hinter den Tellern, der keinerlei Anspruch auf Turntablism oder einer per Soft-FX gesteuerten Live-Remix-Session mit Loop-Gewittern macht, ist er mit einer Verzögerung oberhalb 640 Samples gut beraten. Scratcher und MIDI-Twister sind jedoch auf ein möglichst echtzeitähnliches Gefühl angewiesen. Ein Fall für den Hardcore-Test.  

Auf dem MacBook (spätes 2009er Modell) wurde die Latenz zunächst auf die kleinste Einheit (64 Samples / 0,7ms Processing, 1,5ms Output, 2,2ms Overall) eingestellt. Es traten deutliche digitale Knackser auf, die sich bei der nächsten Stufe (128 Samples /1,3 ms Processing) schon merklich verringerten, doch erst mit 256 Samples (2,7 ms Processing) einen einwandfreien „Dual-Deck DVS-Turntable“-Betrieb ermöglichten. Wer nun noch zwei controllergesteuerte Sample-Decks ins Geschehen einbinden will, kann durchaus noch ein bissl Puffer (etwa 400 Samples) drauflegen. Sollten trotz passender Einstellungen nach einer hard- und softwareseitigen Änderung der Sampling-Frequenz digitale Aussetzer auftreten, wie es beim Durchspielen der Kombinationen im Test gelegentlich der Fall war, empfiehlt sich ein Reboot und der Spuk ist (in der Regel) vorbei. Im Test konnte ich den Mixer auch bei laufender Traktor Scratch Audiowiedergabe aus- und einschalten, und nach wenigen Sekunden hat die Software den unsanften Akt verdaut und spielt unverdrossen weiter.  

 

Recording

Ein Aspekt, der sicherlich ebenfalls interessant ist, ist das Mix-Recording. Wer ohne anfällige Computerhardware mit Schallplatten oder CDs zum Gig marschiert, hat die Möglichkeit, das Signal über den Record-Out mit einem Minidisk- oder Handy-Recorder abzugreifen und zeichnet auf SD-Karte oder MD auf. Alternativ nutzt er ein Laptop oder Netbook und kann mit einem kostenlosen Editor wie Audacity das Master-Playout via USB abgreifen. Der Ausgangs-Signalpfad lässt sich über eine spezielle Software für den beabsichtigten Verwendungszwecke konfigurieren. Im Softwarepanel des Nexus deklariert man hierzu einen Output als Rec-Out. Die Post CH Fader-Aufnahme eines einzelnen Kanals beinhaltet Fader-Bewegungen und Effekte. Bei Multitrack-Recordings besteht die Möglichkeit, zwischen den Crossfaderseiten A/B, den Mikrofonwegen und den zuvor erwähnten REC OUT zu wählen.

Für Controller-Deejays oder Software-Artisten, die nicht mehr als drei Decks nutzen, bietet es sich an, den REC-Out zum Beispiel auf Kanal 7/8 zu legen (Softwarepanel/Output-Seite) und diesen als Input (etwa auf DECK C oder D) in Traktors Input-Setup und dem Mix-Recorder zu deklarieren. Das geht natürlich nur, wenn man nicht sämtliche Eingänge mit Timecode-Zuspielern blockiert hat, weil sonst das (unangenehme) Timecode-Fiepsen auf dem Recording-Input zu hören wäre. Für den mittlerweile eher unwahrscheinlichen Fall, dass ein analoger Deck-Hexer alle vier Inputs schon mit den Trägerfrequenzen des zeitcodierten Signals bekämpft, bleibt ihm auch in diesem Szenario nichts anderes übrig, als den Mix extern abzugreifen. Ich finde, hier hätte Pioneer durchaus mit dem Gedanken schwanger gehen können, die Mikrofonsubgruppe mit einem Line-/USB-Switch zu versehen und auch diesen Kanal USB-tauglich zu machen.

Sync-, MIDI- und Setup-Mode

Die Integration eines externen Sequenzers oder einer Drum-Machine stellt für den Nexus keine nennenswerte Herausforderung dar. Wir haben den Test mit Native-Instruments´ Maschine gemacht und den DJM als Taktgeber deklariert. Dafür wurde lediglich die MIDI-Out-Buchse des Mixers mit dem MIDI-Input der Berliner-Groovebox verbunden und diese als Slave deklariert. Natürlich lassen sich die BPM auch per Hand einklopfen, falls man dem Beatcounter nicht traut, doch im Test sollte der 900er die BPM aus dem zugewiesenen Solo-Kanal beziehen (in meinem Fall war dies ein Phono-1 mit einer fetten Techno-Nummer auf dem Teller). Die Synchronisation erwies sich als ziemlich tight.

Im MIDI-Modus sendet der Nexus 61 vollständig zuweisbare MIDI-Befehle. Mit einem Tastendruck auf MIDI/On funken die meisten Taster, Schalter, Fader, Potis und das Touch-Feld MIDI-Kommandos, die im Handbuch mit den dazugehörigen Werten aufgelistet sind. Da fragt sich mancher Traktor-User bestimmt, was er denn damit anfangen soll. Einerseits fällt die Option „Traktor-Internal-Mixing“ flach, da sich die Equalizer des Nexus nicht abschalten lassen. Andererseits sind die hardwareseitigen FX-Sektionen am Mischpult gut ausgestattet, sodass für den Einsatz von Soft-FX ein externer MIDI-Controller für mich die bessere Alternative darstellt. Da sich Mixer oder Interface jedoch gleichfalls in anderen Softwareumgebungen einsetzen lassen, könnten durchaus auch Traktor resistente Deejays zum Zuge kommen. Zum Beispiel videoaffine Kollegen, die mit SSL oder Virtual DJ auflegen und die Fader mit den Transparenzreglern des Bewegtbild-Mixers ihrer Software verknüpfen wollen. Können VDJ-Nutzer hier einfach mit dem integrierten Interface arbeiten, heißt es hingegen für Serato-Anhänger: Ein Rane-Interface muss angestöpselt sein.

Der DJM-900 NXS verfügt über zwei unterschiedliche Setup-Modi, die beim Booten oder über den Utility-Button zugänglich sind und benutzerspezifische Anpassungen zulassen - unter anderem den verwendeten MIDI-Kanal, das Button-Verhalten im Zusammenspiel mit Software (Trigger/Toggle), die Talkover-Betriebsart und -Absenkung, das Autostartverhalten und vieles mehr. Zum positiven Gesamteindruck trägt letztlich auch noch die automatische Standby-Funktion bei, die den Rechner nach vier Stunden in den Tiefschlaf versetzt. Zumindest wenn keines der Bedienelemente benutzt wird, die Eingangsignale unter 10 dB liegen oder der System-Link keine Daten rüberschiebt. Zeit fürs Fazit.

3 / 4
.

Verwandte Artikel

User Kommentare