Test
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02.10.2017

Numark PT01 Scratch Test

Portablism Turntable

Vinyl-Player to go!

Mit dem PT01 Scratch befriedigt Numark vor allem das Bedürfnis der Turntablisten, ständig und überall ihre Skills trainieren, aber auch damit kokettieren zu können. Schließlich will man sich nicht dem Controller-DJ mit seiner handlichen Konsole unterlegen fühlen, sondern dem Straßenmusiker auf Augenhöhe begegnen. Turntablisten verstehen den DJ-Plattenspieler als Instrument, der mit dem PT01 Scratch auf eine handliche Größe schrumpft. Dabei ist die Idee des portablen Plattenspielers nicht neu, sondern vom Vestax Handy Trax übernommen und mit weiteren Features verbessert worden.

Vor allem der Scratch-Switch als platzsparendes Pendant zum Crossfader beflügelt zu superschnellen Cuts. Der notwendige Backing-Track kann über eine Klinkenbuchse beispielsweise vom Handy zugemischt werden. Wer nicht nur sich, sondern auch seine Umgebung beschallen möchte, findet am PT01-Scratch passende Ausgänge. Ein USB-Port lädt gar zum Vinyl-Einspielen auf den Laptop ein. Damit überzeugt der Plattenspieler auf den ersten Blick quantitativ, aber kann er auch qualitativ mithalten?

Details

Das transportfreundliche Format des PT01Scratch: 302 Millimeter im Quadrat und 102 Millimeter in der Höhe. Handlichkeit signalisiert auch der rot herausstechende Metallgriff an dem ansonsten aus Plastik gefertigten, dennoch solide wirkenden und gut verarbeiteten Gehäuse. Der Turntable kommt auf moderate 2,15 Kilogramm Lebendgewicht. Lediglich für die Stromversorgung „on the road“ fordert der Testkandidat sechs 1,5 Volt-Batterien ein, die im Boden verstaut, zusätzlich ins Gewicht fallen. Die eingerastete und verriegelte schwarze Haube mit roten Modell- und Markenschriftzug schottet gegen Stoß, Schmutz und Staub ab. 

Unter dem Deckel verbirgt sich im attraktiven schwarzroten Farbmix das Herzstück: ein gerader Tonarm samt Tonabnehmer und Auflagegewicht aus einem Guss. Der wahlweise mit 33 1/3, 45 und sogar 78 Umdrehungen angetriebene Plattenteller misst sieben Zoll. Passend für Singles, für die auch ein Adapter im Top-Panel verstaut ist. Eine Filz-Slipmat gibt’s von Haus aus obendrauf. 10-Zoll-Platten ragen dagegen nicht nur über den Teller, sondern auch etwas über das Chassis heraus, von 12-Inches ganz zu schweigen. Vier Filzstreifen verhindern, dass diese Vinyl-Formate auf dem Plastikgehäuse schleifen. Direkt unter dem Tonabnehmer versteckt sich der Lautsprecher. Die Lautstärke-, Klang- und Geschwindigkeitsveränderung mit +/-10 Prozent wird per Drehpoti vom Top-Panel aus geregelt.

Für schnelle Cuts sorgt links daneben ein wippender Schalter, der platzsparend den Crossfader ersetzt. Je nachdem, ob man Links- oder Rechtshänder ist oder den Hamstermodus mit umgekehrter Cut-Richtung bevorzugt, kann der Scratch-Switch mit seinem roten Metallpanel entsprechend gedreht und angepasst werden.

An der linken Anschlussleiste befindet sich ein USB-Port zum Andocken eines Laptops für das Vinyl-Digitalisieren mittels Software. Über eine Miniklinke kann sogar ein Handy angeschlossen werden, das für Scratch-Sessions die Hintergrundmusik liefert. Gain regelt die Lautstärke. An der rechten Chassis-Außenseite reihen sich zwei Klinkenbuchsen (6,3- und 3,5-Millimeter) für den Kopfhörer aneinander. Der daneben sitzende Cinch-Ausgang reicht das Signal an den Line-Eingang einer Akkubox wie diese hier, eines Receivers oder Mixers weiter, um dem Vinylsignal lautstärketechnisch ein größeres Podium zu bieten.

Natürlich darf der Netzanschluss samt Schalter für das beigelegte Netzteil nicht fehlen. Obendrein gehören zum Lieferumfang ein USB-Kabel, der Software-Download für den EZ Vinyl/Tape Converter und die Bedienungsanleitung.

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