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29.09.2016

Numark CDMIX USB Test

3+1 Mixstation inklusive Dual-CD und USB Media-Player

Rüstzeug für mobile DJs

Numark präsentiert mit dem CDMIX USB eine preisgünstige DJ-Workstation mit 3+1 Mixer, zwei Media-Decks, zwei CD-Laufwerken und zwei USB-Slots und hat dabei die mobilen Deejays im Visier. Das Gerät bietet aufgrund seiner Kompaktheit und seines Standalone-Konzeptes so einige Vorteile für jene Zielgruppe, ebenso für Equipment-Verleiher. Ob der CDMIX USB hält, was er verspricht, soll der nachfolgende Artikel aufzeigen.

Details

Neben dem CDMIX USB finden sich in der Numarkschen Kartonage noch ein Kaltgerätekabel, ein fünfsprachiges Handbuch sowie die obligatorischen Garantiehinweise. Das Desktopgerät macht einen guten ersten Eindruck auf mich. Das Gehäuse ist solide gefertigt und die Bedienelemente geben beim ersten Trockenlauf keinen Anlass zur Kritik.

Konzept & Layout

Im oberen Bereich der angeschrägten Bedienoberfläche befinden sich die beiden Deck-Sektionen, die 1:1 nebeneinander platziert wurden, also hinsichtlich des Layouts keine Achsensymmetrie herrscht. So befindet sich die Auswurftaste für das Laufwerk des zweiten Kanals in der Mitte und nicht wie sonst üblich in der rechten oberen Ecke.

Die Mixer-Sektion hingegen ist hinsichtlich der beiden Hauptkanäle achsensymmetrisch arrangiert, was in Kombination erst einmal ein wenig verwirrend auf mich wirkt. Links des Mixers haben ganz außen der Mikrofonkanal und Aux-Kanal Platz gefunden. Letztgenannter dient zur Einspeisung eines dritten Line-Signals. Rechts neben den Hauptkanälen haben sich Master und Monitor niedergelassen, die zwar ein wenig rudimentär ausgestattet sind, aber um einen DJ-Abend zu bestreiten, reicht dies aus. Neben Audio-CDs können auch MP3-CDs von den konventionellen Laufwerken gelesen sowie zwei USB-Datenträger von den Media-Decks genutzt werden. Somit stehen dem mobilen DJ eine Menge Optionen bereit, seine Player zu befüttern. 

Media-Deck

Die Deck-Sektionen sind mit 2,5 Zoll kleinen Jogwheels ausgestattet, mit denen im Pausenmodus Frame-weise ein anderer Startpunkt ausgewählt, im Search-Mode schnell vorwärts oder rückwärts gespult und im Scratch-Modus gescratcht werden kann. Ein zweifarbiges LC-Display liefert sämtliche Informationen, die der DJ benötigen könnte. Die Zeitanzeige ist umschaltbar und kann die bereits vergangene Zeit (Elapsed) oder die Restlaufzeit (Remain) darstellen.

Neben den üblichen Transportfunktionen „Cue“ und „Play" bieten die Decks eine manuelle, nicht quantisierte Loop-Funktion mit den Buttons „In“, „Out“ und „Reloop“. Die Namen verraten bereits ihre angestammten Funktionen. „In“ ist auch beim Setzen eines zweiten Cue-Punktes behilflich, nämlich genau dann, wenn danach kein Out gesetzt wird.

An Kreativwerkzeugen bietet der CDMIX USB neben der Schleife noch den Rückwärtslauf und eine Brake-Emulation an, die das langsame Auslaufen und Starten eines Turntables simuliert. Die Abspielgeschwindigkeit wird mit einem 60 Millimeter langen Pitchfader justiert, der wahlweise einen Arbeitsbereich von +/- 4, 8, 16 oder 100 Prozent zur Verfügung stellt. Um die Originaltonhöhe dabei nicht zu verändern, hat der CDMIX USB eine Mastertempo-Funktion mit auf den Weg bekommen.

Die Player können im Single-, Continuos- oder Programm-Mode genutzt werden, also nur ein Stück, die gesamte CD oder eine programmierte Abfolge abspielen. Beide Decks können jeweils auf „ihr“ CD-Laufwerk und auf beide USB-Slots zugreifen. Der simultane Zugriff beider Decks auf denselben USB-Datenträger ist also problemlos möglich.

Backpanel

Die Geräterückseite ist für die Anzahl der vorhandenen Anschlüsse ein wenig überdimensioniert, aber gut, so findet man im Dunkeln auch ohne Brille alles schnell wieder. Das Mastersignal wird symmetrisch über zwei XLR-Buchsen und unsymmetrisch über ein Cinch-Buchsenpaar aus dem CDMIX USB geführt. Darüber hinaus finden sich rechts daneben die beiden Eingänge, die den Aux-Weg speisen, nämlich ein Stereo-Cinch Line-Eingang und eine symmetrische 6,35-Millimeter-Klinkenaufnahme für Mikrofon 2. Für Mikrofon 1 steht eine Kombibuchse bereit, die XLR-Stecker und große Klinken aufnehmen kann. USB-Slot 2 findet sich ebenfalls auf dem Backpanel wieder, hätte aber für mein Dafürhalten auch noch prima nach oben gepasst. Zu guter Letzt seien noch die Kaltgerätebuchse sowie der Netzschalter genannt, die auf jeden Fall auch hierhin gehören.

Mixer und Co.

Die Ausstattung der Kanäle 1 und 2 ist mit Gain, Dreiband-EQ und 45 Millimeter langen Linefadern Standard. Alle EQ-Bänder stellen einen Cut von -28 dB und einen Boost von +12 dB bereit. Der Crossfader weist den gleichen Regelweg wie die Linefader auf und blendet ausschließlich zwischen den Kanälen 1 und 2 hin und her. Sowohl das Aux- als auch das Mikrofonsignal werden direkt auf die Stereosumme geführt, was mit dem Gain-Regler erledigt wird, der sich somit für die Aufholverstärkung und den anschließenden Pegel auf der Summe verantwortlich zeigt.

Der rechts neben dem Mixer befindliche und etwas spärlich ausgestattete Master hat neben einem 60 Millimeter langen Fader noch eine Monoschaltung aufzuweisen. Die weiter rechts anschließende Monitor-Sektion stellt zwei Kopfhörerbuchsen (6,35- und 3,5-Millimeter-Stereoklinke) bereit. Mit den beiden verfügbaren Reglern werden die Kopfhörerlautstärke sowie das Mischungsverhältnis zwischen Cue-Bus und Master eingestellt.

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