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18.09.2019

Ninja Tune x Erica Synths: Zen Delay vorgestellt

Desktop Stereo-Multidelay ...

... mit analogem Filter und Röhrensättigungsvorstufe

Bereits im April 2018 berichteten wir auf Bonedo von einem „Zen Delay-Erlkönig“, einem Prototyp, den Dr. Walker in seinem Kreuzberger Club bei einem Synth-Jam eingesetzt hatte. Matt Black von Coldcut, Mitbegründer des britischen Kultlabels Ninja Tune und Dr. Walker vom Liquid Sky Berlin Kollektiv gaben Erica Synths aus Riga den Auftrag, das perfekte kompakte Dub-Delay für ihre DJ- und Livegigs zu entwickeln.

Ein Jahr ist ins Land gegangen, prominente Beta-Tester haben das Teil in allen möglichen Situationen im Studio und im Club eingesetzt und das finale Gerät hat einige kleine Wandlungen vollzogen.

Das finale Design des Zen Delays ist ein wenig größer geraten, aber mit 211 x 153 x 75 mm und einem Gewicht von ca. einem Kilogramm immer noch kompakt genug, um bequem zum Gig mitgenommen zu werden.

Auf dem soliden schwarzen Gehäuse im typischen Erica Synths Design prangen neun Potentiometer zum genüsslichen Schrauben. Das Zen Delay ist in Stereo gehalten, damit DJs es auch mal hinter den Controller oder Keyboarder es direkt hinter die Orgel hängen können. Das Zen Delay ist analog und mit einer Stereoröhrenvorstufe ausgestattet, die für den nötigen „Drive“ zuständig ist. Die Röhre selbst wird von einem markanten mattsilbernen eckigen Bügel geschützt und ist ein echter Hingucker.

Das Ninja Tune Zen Delay besteht prinzipiell aus drei Bereichen: Einem DSP-Delay mit fünf verschiedenen Modellen, einem analogen Multibandfilter und einer analogen Sättigungsstufe, dem „Drive“. 

Das DSP-Board des Zen Delay bietet fünf Delay-Modelle: Tape, Tape Pingpong, Digital Pingpong, Digital Crossover (eine Art Vintage Delay) und Delay Off. Zwei große  Regler auf der linken Seite regeln die Delay-Zeit und das Feedback. Per Tap-Button kann die Verzögerungsgeschwindigkeit eingetippt werden. Die einzelnen Delay-Modi sind praktischerweise auf das Delay-Gehäuse aufgedruckt.

Das 24 dB Multimode-Filter bietet drei analoge Filter: Tiefpass, Bandpass und Hochpass. Geregelt wird mit den beiden einladenden Reglern auf der rechten Seite des Desktop-Teils. Das Filter kann ebenfalls ausgeschaltet werden. Die Drive-Stufe verfügt über keinen Bypass - der gleichnamige Button dient zum Aktivieren aller drei Bestandteile des Zen Delays. „Dry/Wet“ regelt die Intensität des Effekts.

Rückseitig gibt es Stereo Ein-und-Ausgänge im TRS-Klinkenformat, einen MIDI-Clock-Eingang in DIN-Größe sowie einen Anschluss für das mitgelieferte 12 Volt-Netzteil und den Powerschalter. Der Kontrolleingang im Klinkenformat dient dem Anschließen eines Fußschalters zum Ein-und-Ausschalten des kompletten Delays für Musiker, die gerade keine Hand frei haben, also Gitarristen, Saxophonisten oder Keyboarder.

Da praktisch jede der drei Zen Delay-Sektionen separat zuschaltbar ist, bietet sich hier eine große Spielwiese an Möglichkeiten. Der Delay-Schaltkreis kann dann noch mit dem Filter moduliert und geformt werden. Mit abgeschalteter Echo-Einheit ist das Zen Delay ein veritabler Multimode-Analogstereofilter mit zusätzlicher Sättigungsstufe. Und auch der Drive kann bei ausgeschaltetem Filter ganz allein eingesetzt werden, um z. B.  einem Drumloop mehr Crunch zu verleihen.

Das Ninja Tune x Erica Synths: Zen Delay soll noch in diesem Jahr auf den Markt kommen, zuerst einmal nur auf Vorbestellung im Ninja Tune Webshop.

Preis: Ca. 499 € (zzgl. MwSt.)

++ Die ersten 300 Vorbestellungen gibt es für 454 € (zzgl. MwSt.) inkl. Zen Delay T-Shirt! ++

Verfügbarkeit: Ca. Ende September 2019

Ninja Tune x Erica Synths: Zen Delay

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