Gitarre Hersteller_Mooer
Test
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08.04.2019

Praxis

Ich verbinde das Mooer UK 019 Gold PLX Pedal mit dem Effekt-Return meines Marshall JVM 410 Topteils und nehme die angeschlossene 2x12" Box mit einem SM 57 ab. Alle Audiofiles habe ich selbstverständlich nicht weiter im Klang bearbeitet.

Los geht es mit dem cleanen Kanal und einer Fender Telecaster. Sämtliche Regler des Pedals verweilen dafür in der Mittelposition.

Die typischen Klangeigenschaften der Telecaster werden direkt und punchy wiedergegeben, dabei zeigt sich das Pedal ausgesprochen dynamisch.

Für das nächste Beispiel schließe ich eine Gibson Les Paul an, behalte die Einstellungen am Pedal aber bei, sprich, alle Regler zeigen auf 12 Uhr.

Wie erwartet, kommt hier ein dickerer, warmer Klang zustande. Auch hier wird das einkommende Signal direkt gewandelt und kann mit seinem ausgeprägten Mittenbild gefallen.

Die Les Paul bleibt für das kommende Audiobeispiel mit dem Pedal verbunden, jetzt drehe ich Treble- und den Mid-Regler allerdings in die Maximalposition, den Bass in die entgegengesetzte Richtung ganz nach links.

Der EQ ist in der Lage, den Sound drastisch zu formen. Heraus kommt in diesem Fall ein dünner, sehr perkussiver Sound, bei dem die Attacks schön in den Vordergrund rücken.

So weit, so gut. Der Kanal zeigt sich ausgesprochen übersteuerungsfest, selbst bei maximalem Gain-Setting konnte das UK Gold nicht zum Zerren motiviert werden.

Daher schalte ich jetzt in den Overdrive-Kanal und spiele wieder die Tele mit allen Reglern auf 12 Uhr. Im zweiten Beispiel kommt dann die Les Paul zum Einsatz.

Mit einem ordentlichen Schub in den Höhen und den Mitten macht sich der Zerrkanal bemerkbar und zeigt die versprochenen britischen Anleihen. Auch in diesem Kanal kommen die Anschläge mit dem gewünschten Knack.

Ich drehe im folgenden Beispiel den Gain-Regler pro Durchgang ein Stückchen weiter auf, genauer gesagt von 9 Uhr auf die Mittelstellung, dann auf 15 Uhr und abschließend ganz nach rechts. Auch hier bleibt die Les Paul im Einsatz.

Das Pedal liefert eine recht breite Palette an unterschiedlichen Zerrstufen, die vom knochigen Crunch bis hin zum breiten Rockbrett reicht. Allerdings wachsen bei höheren Gain-Settings auch die tiefen Frequenzen, was sich aber mit dem entsprechenden Regler nachjustieren lässt.

Was passiert, wenn die tiefe E-Saite der Les Paul auf D heruntergestimmt und dabei Treble und Bass ganz aufgedreht werden und gleichzeitig der Mid-Regler ganz herunter geregelt wird, zeigt das nächste Beispiel.

In der sogenannten Scoop-Einstellung liefert das Pedal einen aggressiven Metal-Sound, und das trotz komplett aufgedrehtem Bassregler. Alles in allem lässt sich der Preamp recht vielseitig einsetzen und liefert eine breite Palette unterschiedlicher Sounds.

Bevor es mit dem Fazit weitergeht, möchte ich herausfinden, wie sich die Speakersimulation im Klang zeigt.

Auch das frequenzkorrigierte Signal gefällt mir gut. Es fällt im Vergleich zur abgenommenen Box zwar mittiger aus, was sich aber relativ leicht mit einem EQ am Pult oder in der DAW "zurechtbiegen" lässt. Viel wichtiger ist das Spielgefühl, und in dieser Disziplin überzeugt das UK Gold PLX Pedal.

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