Test
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24.03.2020

Praxis

Die sachliche Montageanleitung erinnert etwas an die eines bekannten schwedischen Möbelhauses. Ich vermisse jedoch ein Bild oder Foto des komplett zusammengebauten Tisches. Dennoch erfüllt sie ihren Zweck, um den Tisch Schritt für Schritt zusammen zu bauen.  

Logischerweise beginnt die Montage mit den beiden Füßen. Zur Stabilisierung sind diese schlüssig mit einer Querstrebe verbunden und mit zwei Flügelschrauben befestigt, die leider selbst bei Anschlag etwas abstehen. Ein kleiner Schönheitsmakel. 

An der Unterseite drehe ich die beiden Stellschrauben zum Kompensieren kleinerer Gefälle des Bodens rein. Anschließend kommt die Tischplatte drauf, links und rechts mit je zwei Schrauben befestigen. Der Tisch steht schon mal!

Den Laptopständer, der an einem Drehgelenk mit Stativ vormontiert geliefert wird, spanne ich mit einer angeschraubten Spange beweglich in das Langloch an der Tischrückseite. Damit schließt sich die recht fixe Montage ab.

Funktionalität

Mit seinem massiven Gewicht steht der Millenium DJ Table wie ein Fels in der Brandung, selbst wenn es auf dem Dancefloor etwas ausgelassener zugehen sollte. Da wackelt und kippt nichts! Die Arbeitshöhe der Tischplatte und des Laptopständers lässt sich sehr gut in den Stufen einstellen und arretieren, der veränderliche Winkel und die verschiebbare Position unterstützen die gesunde Körperhaltung beim Auflegen.

Bei der niedrigsten Arbeitshöhe von 68 cm sollte man eher von kleiner Statur sein. Bei meiner Körpergröße von 1,73 Meter reichen meine Finger trotz nicht voll ausgestrecktem Arm recht ergonomisch auf die Plattenteller, ohne dass ich in einen krummen Rücken falle. Stellt man die Tischplatte um ein oder zwei Stufen höher, empfinde ich dies als angenehmer. In neun Stufen kann der Tisch gar um insgesamt 23 cm wachsen. DJs bis zu einer Körpergröße von 1,90 m werden vermutlich mit der Arbeitshöhe zufrieden sein. Dank der recht schmalen Tischbreite muss man sich nicht strecken, um den Laptop zu bedienen.

Auf der Tischplatte finden sowohl große Controllermodelle wie der Pioneer DJ XDJ-XZ mit seinen knapp 90 cm Breite, wie auch ein klassisches DJ-Setup mit DJM-900 und zwei CDJ-2000 Platz. Selbst zwei Schallplattenspieler und Mixer im Battle-Style kommen noch unter.

Transport

Was den Mobilitätsfaktor angeht: Hier kommt dem Millenium-Tisch seine Robustheit etwas in die Quere. Denn mit dem schweren Metall und der sperrigen Konstruktion eckt man schnell im Kofferraum eines Kombis an. Daher transportiert den Tisch platzsparend in seinen Einzelteilen und nehmt beim Gig lieber den ohnehin recht fixen Zusammenbau in Kauf. Oder verstaut den Laptopständer und den montierten Tisch separat, wodurch der Tisch auch handlicher ist.

Optik

Geschmack liegt im Auge des Betrachters. Mich erinnert der Millenium DJ Table eher an den nerdigen Tisch eines technischen Zeichners als an ein Objekt mit DJ-Flair. Seine Funktionalität steht sicherlich im Vordergrund, aber das Auge isst bekanntlich mit und DJs sind nun mal eitel. Daher würde ich persönlich den formschönen, aber in meinen Augen zu puristisch anmutenden Metalltisch mit schwarzen Molton kaschieren beziehungsweise ihn mit einem Banner verblenden. Oder einfach zu Hause aufstellen, wo er sich optisch mitunter recht gut eingliedert.

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