Test
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11.06.2019

Praxis

Der Testlauf

Ebenso wie der Preamp und der EQ macht der Midas-522-Kompressor sowohl optisch als auch haptisch einen soliden Eindruck. Das Design des Moduls ist schlicht und pragmatisch, gleichzeitig fällt die grell-blaue Frontplatte der Midas-Module im Vergleich zu den oft schwarzen Modulen anderer Hersteller schnell ins Auge. Die Beschriftungen sind eindeutig und gut erkennbar.

Den Brown-Noise-Test besteht der Midas 522 mit Bravour. Die Angaben zur Gain Reduction und dem Presence-Filter stimmen mit der Frequenz- und Pegelanalyse überein. Einen Eigenklang scheint der 522 auf den ersten Blick nicht mitzubringen. Ich habe mich im Praxistest vor allem auf die Aufnahmen konzentriert, welche ich mit dem Midas-502-Preamp aufgenommen habe. Da er einen wenig transparenten, sondern eher dumpfen Sound produziert hat, habe ich mich auf Signalquellen konzentriert, bei denen ich mir diese Klangeigenschaft durchaus zu Nutze machen kann: E-Gitarre.

Der Midas 522 begrenzt die Signale solide. Hier bestätigt sich auch die Flexibilität der stufenlosen Ein- und Ausschwingzeiten. Wahlweise können hier Transienten betont oder reduziert werden. Das Presence-Filter hilft minimal, um mehr Brillanz in das Gitarrensignal zu bekommen. Der Midas 522 arbeitet also mit dem gegeben Signal einwandfrei, kann gleichzeitig aber auch keine Wunder vollbringen. Diese These bestätigt sich in weiteren Tests mit einer anderen Spieltechnik an der Gitarre

Ich habe den Midas 522 mit meinem Tonelux TX5C direkt verglichen. Der TX5C ist ein ähnliches „Arbeitstier“ mit durchaus mehr Punch, jedoch ist die Bedienung nicht consumerfreundlich. Anders beim Midas 522.

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