Test
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28.08.2013

Ketron SD1000 Test

MIDI-Soundmodul

Klein, aber oho!

Das Soundmodul Ketron SD1000 wurde schon auf der Musikmesse 2012 vorgestellt, ist aber erst seit Kurzem endlich lieferbar. Der kompakte General-MIDI-Expander ist der Nachfolger des Ketron SD2, das jetzt seit fast sieben Jahren auf dem Markt ist. Ketron beschreibt das SD1000 als „professionelles Soundmodul, das speziell für die Computer-Musik und für Anwendungen im Bereich der MIDI-Files entwickelt wurde.“

Die italienische Firma Ketron hat sich im Bereich der Arranger-Keyboards schon seit langem einen Namen gemacht. Mit Produkten wie den Flaggschiffen Audya und Audya 5 bietet Ketron den Konkurrenten Yamaha, Korg und Roland Paroli und erfreut sich bei den Entertainern einiger Beliebtheit. Ein weiteres Produktsegment stellt der Bereich GM-Soundmodule und Audio-MIDI-Player dar. Während z.B. der Ketron Midjay Plus als All-In-One-Gerät komplette MIDI- oder Audio-Files von der internen Festplatte abspielt, benötigen die Soundmodule wie z.B. das SD1000 eine MIDI-Verbindung mit einem Sequenzer, meist in Form eines Laptops, auf dem die entsprechende MIDI-Software läuft. Außer zur Wiedergabe von MIDI-Files kann das Soundmodul natürlich auch in Verbindung mit einem Masterkeyboard für das Livespiel auf der Bühne eingesetzt werden.

Details

Aufbau

Das Ketron SD1000 überrascht beim Auspacken durch seine extrem kleinen Abmessungen. Es ist nicht einmal 15cm breit und 500g schwer! Das liegt daran, dass man sich äußerlich auf das absolut Notwendigste beschränkt hat. Im Grunde ist das SD1000 hardwareseitig nur eine bestückte Platine mit stabilem Metall-Gehäuse. Das, was andere Geräte groß und teuer macht, fehlt vollständig: Es gibt kein Display und kaum Hardware-Bedienelemente. Vorteil: Es kann auch nicht viel kaputt gehen! An der Vorderseite besitzt das SD1000 lediglich einen kleinen Ein/Aus-Schalter, einen Fader für die Gesamtlautstärke und einen Kopfhöreranschluss in Form einer Miniklinken-Buchse. Eine kleine, rote LED zeigt an, dass das Gerät in Betrieb ist und blinkt, wenn MIDI-Befehle empfangen werden.

Die Rückseite ist ebenso schnell abgehandelt. Links befindet sich der als Cinch-Buchsen ausgeführte Stereo-Ausgang – das mutet ein wenig unprofessionell an. Ich hatte tatsächlich Probleme, handelsübliche Cinch-Stecker in die Buchsen zu stecken, da sich diese leicht versenkt im Gehäuse befinden und die Kunststoffummantelungen der Stecker nicht durch die Löcher passten. Praktischer wären hier 1/4“-Klinkenbuchsen gewesen. Rechts daneben sind MIDI-In und MIDI-Thru sowie der USB-Anschluss für die direkte Verbindung zum Computer angeordnet. Das ist ein Fortschritt gegenüber dem Aufbau des Vorgängers SD 2, das noch keinen USB-Anschluss besaß. Ganz rechts wird an der Rückseite das externe Netzteil angeschlossen, sofern die Stromversorgung nicht über USB erfolgen soll.

Sounds

Das SD1000 ist 32-fach multitimbral, kann also maximal 32 verschiedene Klänge gleichzeitig auf unterschiedlichen MIDI-Kanälen wiedergeben. Mit 128 Stimmen ist die Polyphonie für die meisten Anwendungen ausreichend. Der Klangvorrat ist in vier Bänken à 128 Sounds abgelegt, dabei entspricht die erste Bank dem GM-Standard. Die Bänke 2 bis 4 liefern Sound-Variationen und zusätzliche Klänge. Neben diesen 512 Sounds gibt es 47 Drumkits mit ca. 1000 Percussion-Sounds sowie 248 Audio-Drum-Samples, die man sich wie zerstückelte („geslicete“) Drum-Loops vorstellen kann. 

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