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17.12.2019

Evermix EvermixBox 4 Test

Aufnehmen von DJ-Sets mit Publikum aufs Smartphone?

Seit nun schon fast drei Jahren gibt es mit der Evermix MixBox des englischen Start-ups Evermix eine kompakte und elegante Möglichkeit, DJ-Mixes zuhause oder im Club direkt mit dem Gerät aufzunehmen und nach der Aufnahme per Social Media zu teilen, das sowieso fast jeder ständig bei sich trägt: das Smartphone.

Die MixBox 2 war und ist eine superkompakte iOS-Soundkarte, die sogar netzunabhängig genutzt werden kann, weil sie den nötigen Strom vom iPhone erhält. Die dazugehörige App dient dem Editieren und Uploaden. Ursprünglich plante Evermix sogar eine eigene Social Media Community, wo DJs ihre Mixe und die Besucher ihre Photos und Filme hochladen, so dass eine Clubnacht oder ein Festival multimedial abgebildet wird.

Nun gibt es mit der EvermixBox 4 eine neue Aufnahme-Hardware, die endlich auch mit Samsung, Sony, Huawei & Co. funktioniert, dazu eine neue App, zwar ohne Evermix-Community-Anbindung, aber mit direkten Upload-Möglichkeiten zum persönlichen Mixcloud- oder Soundcloud-Account. Das Highlight ist aber der zusätzliche Mikrofoneingang im Miniklinkenformat, mit dem das Publikum aufgenommen werden kann. Das war laut Evermix neben der Android-Kompatibilität der größte Wunsch der MixBox-User-Community und natürlich wirkt ein DJ-Set um so viel lebendiger, wenn das Publikum im Hintergrund zu hören ist. 

Details

Die neue EverMixBox4 ist mit 85 Gramm leichter als die MixBox II mit 105 Gramm Gewicht. Viel hat sich äußerlich nicht geändert: Das Gehäuse ist immer noch ein kleiner, kompakter schwarzer Klotz, der prima in die Tasche oder das mitgelieferte Hardcase passt. Die beiden Kreuzschlitz-Schräubchen auf den beiden Anschlussseiten sind jetzt zwei Sechskant-Inbusschrauben gewichen. Das beleuchtete Logo, das durch seine Farbgebung auch den jeweiligen Betriebszustand angibt, wurde schicker designt. Und natürlich befindet sich auf der Seite für den Smartphone-Anschluss bei der EvermixBox4 nun die wichtigste Neuerung: eine Miniklinkenbuchse für das „Crowd-Mikrofon“.

Ebenfalls neu sind die Anschlusskabel zwischen MixBox und Smartphone, mit acht statt vorher sieben Pins, da dem Handy mit dem Mikrofonanschluss ein weiteres Signal zugeführt werden muss. Im Lieferumfang befindet sich ein Kabel, entweder mit Lightning- oder USB-C-Stecker. Benötigt DJ Kabel für iOS und Android oder hat seins verloren, so kann man diese auch einzeln ordern. Das Multipin-Kabel für die MixBox  ist ein wenig fummeliger einzustecken als bei der MixBox 2.

Für iOS-Geräte ist es abwärtskompatibel zum Vorgänger, wohingegen das Kabel der MixBox 2 bei der EvermixBox 4 keinen Anschluss findet.   Nach wie vor befindet sich das 100 cm lange Stereo-Cinch-Kabel mit Metallsteckern im Lieferumfang, man kann aber auch jedes andere nehmen.

Ein angeschlossenes iOS-Gerät kann über Micro-USB aufgeladen werden. Das nötige Kabel wird nicht mitgeliefert und man sollte das eigene Kabel vor dem ersten Gig auf Eignung testen, denn laut Evermix muss das USB-Kabel eine gute Qualität haben. Im Test hat nicht jedes Micro-USB-Kabel das Laden meines iPhones ermöglicht. Das Laden von Android-Smartphones wird übrigens nicht unterstützt. Hier kann man sich bei Bedarf mit einem kabellosen Ladegerät behelfen. Nicht zu vergessen: Auch die MixBox4 kann als Soundkarte für andere Apps wie z. B. Live Streaming mit Instagram oder Facebook genutzt werden. 

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