Bass Hersteller_Cort
Test
7
11.05.2020

Praxis

Als ich den neuen Cort A5 SC aus dem Case nahm und zum ersten Mal in den Händen hielt, war ich wirklich überrascht, wie kompakt und wendig sich der Longscale-Fünfsaiter anfühlt. Eigentlich sollte mich das nicht wundern, denn ich habe dem etwas älteren A5 Multiscale-Model vor etwas zwei Jahren in Sachen Ergonomie bereits Bestnoten verpasst, und der Neue beruht ja schließlich auf dem gleichen Design.

Am Gurt hängt der A5 SC perfekt ausbalanciert, und der kompakte, ringsum geshapte Korpus schmiegt sich angenehm an den Körper. Die tiefen Lagen sind aufgrund der Architektur des Instrumentes extrem leicht zu erreichen und im oberen Bereich werden dem Spieler bis zum 24. Bund ebenfalls keine Steine in den Weg gelegt. Das untere Horn ist sehr weit ausgeschnitten und der durchgehende Hals wird erst ab dem 23. Bund deutlich massiger.

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Ich habe also auch für das neue Single-Cut-Modell aus dem Hause Cort beim Thema Spielkomfort nur Lob zu verteilen und bin extrem gespannt, ob sich der positive Eindruck beim Sound über den Bassverstärker verfestigt.

Die Voraussetzungen sind auf jeden Fall schon mal super, denn der A5 SC strotzt bereits im Trockenmodus ohne Amp nur so vor Sustain und klingt in allen Lagen sehr ausgeglichen. Und auch die Tonansprache ist so direkt und präzise, wie man es von einem Single-Cut-Bass mit durchgehendem Hals erwartet. Also schnell ab zum Test-Rig, um zu hören, was der schicke Cort A5 SC verstärkt zu bieten hat.

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Im ersten Beispiel hört ihr den A5 Plus SC mit beiden Tonabnehmern in gleicher Lautstärke - der Equalizer bleibt erstmal außen vor. Kein Frage, der Single-Cut besitzt seinen ganz eigenen Charakter und liefert einen modern-aufgeräumten Sound mit vollen Bässen, knurrigen Mitten und ausreichend Höhen für eine ausgezeichnete Transparenz. Auch die H-Saite wird schön definiert wiedergegeben und fügt sich organisch in das Klangbild.

Im nächsten Clip bleiben wir bei der Einstellung mit beiden Tonabnehmern, ich helfe dem Sound allerdings mit dem Equalizer etwas auf die Sprünge und booste die Mitten und die Höhen. Der Cort A5 SC klingt immer noch sehr voll und rund, die Mitten sorgen aber für zusätzliche Durchsetzungskraft und der Sound ist durch den Höhenboost besser ortbar. Mit dieser Einstellung kann man den schicken Single-Cut auch ohne weiteres in rockigeren Musikrichtungen einsetzen!

Obwohl die Grundausrichtung des Cort A5 SC sicherlich eher in die moderne Richtung geht, sind dank der guten funktionierenden Klangregelung durchaus auch mildere Sounds mit leichtem Vintage-Charakter möglich. Für die folgende Aufnahme habe ich mit dem Balance-Regler auf den Halstonabnehmer geblendet und sowohl die Bässe als auch die Mitten angehoben und die Höhen deutlich abgesenkt.

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Der Slapsound mit dem Cort A5 SC klingt kerniger, wenn man komplett auf den Halstonabnehmer blendet. Mit dem EQ habe ich zusätzlich die Bässe und die Höhen geboostet. Bei der Dosierung der Höhen ist allerdings etwas Fingerspitzengefühl gefragt, denn zu starke Anhebungen bringen leider auch etwas harsche Frequenzanteile ins Klangbild.

Zum Abschluss hören wir uns natürlich noch an, wie der schöne Single-Cut-Fünfsaiter von Cort mit dem Stegtonanehmer im Solomodus klingt. Ohne Unterstützung vom Equalizer liefert der Bartolini MK1 schon deutlich zu wenig Low-End. Ein beherzter Dreh am Bassregler verschafft unserem Testkandidaten jedoch problemlos die nötige Tragfähigkeit für den Einsatz in einer Band. Trotz starker Anhebung bleibt der Sound sogar frei von Dröhnfrequenzen, was ohne Frage für eine gelungene Abstimmung der Bartolini-Klangregelung spricht.

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