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01.01.2016

B.log PA - Budget Highlights 2015

Mixer und Klein-PAs mit Preis-Leistungs-Bonus

Gute Gear zum guten Kurs

2015 war gespickt mit tollen Highlights in der PA-Sparte, gerade im Low-Budget-Bereich. Ja, hochwertiges PA-Equipment ist mittlerweile bezahlbar und hier sind einige tolle Geräte, die wir Einsteigern und Profis, Bands und Musikern empfehlen können.   Intro Auf die Frage, was denn 2015 das absolute Highlight in unseren Tests war, gibt es kaum eine Antwort. Es gab so viele gute neue Produkte, so viele Updates von bestehenden Serien und so viele bezahlbare Mischpulte und Klein-PAs im Einsteiger und Profi-Segment. Die Konkurrenten überflügeln sich, es ist eine wahre Freude. Auf dem Vormarsch sind WiFi-basierte Steuerprogramme für kompakte Mischpulte. Sie gehören zu meinen absoluten Favoriten 2015. Nicht neu, aber immer effektiver. Hier nun für euch, meine Budget Highlights 2015.  

Behringer X Air XR18

Gleich zu Beginn ein Hammer: Das XR18 von Behringer. Steuerbar von jedem Tablet PC, bietet dieser handliche 19-Zoll-Würfel alles, worauf die Touringband oder der begleitende Tonmensch schon immer gewartet hat: Ein voll ausgestattetes Digitalmischpult mit 18 Eingängen, Main-Output und satten sechs Aux/Monitor-Ausgängen an der Hardware. Alle, die bereits ein Hochlied auf das jetzt schon legendäre X32 von Behringer gesungen haben, mögen jetzt schon in die Knie gehen. Gain, Phantomspeisung, Gate/Kompressor, vollparametrischer Vierband-EQ und Solo/Mute pro Kanal. Dazu 6 Aux-Wege, 4 Effektbusse inklusive Effekt-Engines True Stereo und 61 Plug-ins. Alles intuitiv und simpel über Tablet-PCs bedienbar. Einzelspur-Recording via USB Port sowie Mastertrack Mitschnitt-Option inklusive!   Die UVP beträgt 1071 Euro, auf der Straße ist das Gerät bereits ab 795 zu haben. Es gibt noch die Versionen XR16 bzw. XR12, falls ihr die Nummer kleiner und günstiger bevorzugt. Die XR-Serie von Behringer ist die magische Kiste, die ihr einfach neben die Bühne stellt und getrost alles machen lasst. Was der Mischer noch alles leistet, lest ihr einfach hier nach.

Mackie 1202VLZ4

Wer auf analoge Pulte steht, kommt um Mackie nicht herum. Mit dem 1202VLZ4 hat der Hersteller die vierte Ausgabe seines Klassikers auf den Markt gebracht. Ein solides Pult für eisenharten Rock´n´Roll-Betrieb. Vier Mikrofonkanäle mit den exzellenten Onyx-Preamps gepaart mit vier Stereo-Inputs in bewährter Qualität bieten kleinen Bands ein schnörkelloses, hundertprozentig verlässliches Tool für den Proberaum und Live Gigs. Das Pult erklärt sich dank der neuen Optik von ganz alleine und auch Novizen in der Kunst des Mixings finden sich schnell mit dem Mischer zurecht. Zwei Aux-Wege, Dreiband-EQ, Panning, Solo/Mute-Funktion und die schicken Rotary-Potis pro Kanal bieten genug Möglichkeiten, die kommenden Gigs sauber über die Bühne zu bringen. Für knapp 300 Euro bekommt ihr kaum ein wertigeres Pult in der analogen Kompaktklasse, wie ich meine. Lest selbst!

Allen & Heath ZED Power 1000

Solltet Ihr auf der Suche nach einem potenten Powermixer zu einem fairen Preis sein, könnte der Allen & Heath ZED Power 1000 eine Option sein. Die Qualität der Pulte aus England sollte hinlänglich bekannt sein und die Briten wissen was sich gehört. Acht Mikrofon/Line-Inputs, zwei Stereo-Eingänge, ein Aux-Weg, ein EFX-Bus mit exzellent klingenden Effektalgorithmen mit Tap Delay, grafischem Master-EQ und USB-Schnittstelle gehören zur Grundausstattung. Ein weiteres Highlight sind die Dreibänder inklusive Mittenparametrik. Das Pult klingt enorm gut und bietet 2 x 500 Watt Leistung an 4 Ohm und 2 x 285 Watt an 8 Ohm bei einem Gesamtgewicht von 10,3 kg. Selbst bei extremer Verstärkung rauscht das Pult kaum und „on top“ kann man die interne Endstufe abkoppeln, um externe Verstärker mit der Mastersumme zu bedienen. Mit rund 800 Euro seid ihr dabei. Mehr Infos gibt es hier.

the box pro Achat Mini Bundle

Die Thomann-Serien stehen für qualitativ hochwertiges Equipment zu günstigen Konditionen. the box pro Achat Mini Bundle für 444 Euro bestätigt diese Aussage voll und ganz. Trotz der kompakten Abmessungen und einem Reisegewicht von 20 kg bringt die Mini-PA einen Schalldruck von 112 dB mit einem Frequenzband von um die 40 Hz bis 20 kHz zustande. Der 8-Zoll-Subwoofer wird dabei an 100 Watt RMS betrieben und 2 x 60 Watt RMS stehen für die beiden Topteile zur Verfügung, ausgestattet mit  je zwei 4-Zoll-Mittentreibern und dem 1-Zoll-Hochtöner. Der Bass klingt warm und satt, während die Mitten und Höhen sauber und verlustfrei abgebildet werden. Ein System optimal für kleine, intime Gigs bis 120 Personen in Bars und kleinen Clubs. Mit dem pro Achat Mini Bundle könnt Ihr nicht viel falsch machen, wie Stempel Steinmetz hier meint.

Bose L1 Compact

Dieses System ist als Mono-PA für Singer/Songwriter entworfen worden und hat ein Zweikanal-Mischpult integriert. Beide Kanäle verfügen über eine DSP-basierte Optimierung für dynamische Mikrofone im Vocal-Kanal und ein zuschaltbares Gitarren-Preset für Pickup-Instrumente. Die entsprechenden Schaltungen sind aus dem Bose-eigenen Tone-Match-System entnommen und machen den ohnehin schon sauberen Sound der Kompakt-PA noch eine Spur edler. Ein Zweiband-EQ im Vocal-Kanal erlaubt eine individuelle Anpassung des jeweils benutzten Mikros. Im Line/Gitarrenkanal können auch Line-Inputs und mobile Zuspieler eingeschliffen werden. Das nur 13 kg leichte System ist im Handumdrehen aufgebaut und dank „Spatial Dispersion“ ist der Sound neben der Box genauso klar und präsent, wie vor der Box. Das Frequenzspektrum reicht von ca. 50 bis 16.000 Hz. Der Schalldruck ist mit 106 dB angegeben. Zu den internen Werten lässt sich Bose aus Tradition sonst nicht weiter aus, jedoch sollten Auditorien von gut 180 Personen mit einem System durchaus beschallt werden können. Ein Monosystem mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis, brillantem Sound und einem bestechend schicken Design, mit dem ihr beim Publikum einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen werdet. Mehr Details gibt es hier.

LD Systems CURV 500 PS

Am Ende der Empfehlungen steht die PS Variante der CURV-500-Serie und damit ein richtiges Preis-Leistungs-Monster! Für knappe 2000 Euro gibt es hier ein True-Stereo-System, das potent genug für mobile Diskotheken ist, aber auch flexibel genug, um Präsentationen auf kleinsten Raum fahren zu können. Der Gedanke hinter dem System war, alle Vorteile der großen Line Array Systeme in ein handliches, kompaktes Format zu bringen. Dabei meistert die CURV 500 schwierige, hallende Räumlichkeiten und lässt sich individuell an die jeweiligen Örtlichkeiten anpassen oder wahlweise per Daisy-Chain und noch mehr Curv-500-Komponenten verlängern. Pro Subwoofer stehen 300 Watt RMS-Leistung bereit, pro Topteil 160 Watt RMS. Frequenzgang: 47 – 20.000 Hz, 128 dB SPL. Der Bass macht ordentlich Druck und die Tops brillieren mit einem klaren, präzisen Sound. Das System verfügt über einen integrierten Vierkanal-Mixer inklusive Bluetooth-Eingang für drahtlose digitale Einspieler. Die Mikrofon/Line-Kanäle haben neben den Zweiband-EQs auch einen EFX-Bus, der auf den integrierten DSP mit hervorragend klingenden Effekten geroutet ist. Bei all dem ist die PA noch gut von einer Person handzuhaben und sämtliche Einzelteile der PS-Variante wiegen zusammen ca. 55 kg. Wer Auditorien mit bis zu 400 Personen beschallen möchte, dem sei diese Anlage ans Herz gelegt.

Soweit meine Budget-Empfehlungen für Mixer und PAs 2015. Auch im nächsten Jahr stehen wir euch gern beratend zur Seite und haben ein Auge auf die Neuerungen, die euer Leben als Musikschaffender einfacher und angenehmer machen werden.

Bis zum nächsten Mal

Euer Axel Erbstößer

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