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Test
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19.11.2013

Ashdown NM2 Nate Mendel Double Drive Pedal Test

Bass-Effektpedal

Zweikämpfer

Das Ashdown NM2 Nate Mendel Double Drive Pedal im bonedo-Test -  Noch vor nicht allzulanger Zeit schielten wir Bassisten nicht nur neidisch auf die reich bestückten Pedalboards unserer Gitarristenkollegen, wir mussten uns notgedrungen auch mit Tretern zufriedengeben, die eigentlich für Gitarre konzipiert waren,wollten wir unseren Basssound mit Effektenpimpen. Seit geraumer Zeit hat die Industrie aber auch uns Bassisten als potenzielle Effektpedalkunden im Visier und bietet inzwischen eine ganze Reihe speziell für unser geliebtes Instrument entwickelter Geräte an. Im Gegensatz zu den früheren "Leihgaben" aus der Gitarristenwelt sind die tatsächlich in der Lage, den Basssound zu bereichern, ohne Durchsetzungskraft und Fundament zu ruinieren.

Einen vorderen Rang auf der Basseffekt-Favoritenliste nimmt dabei sicherlich der Overdrive ein. Diese Pedalgattung soll dem oftmals sterilen Transistorsound eine Prise Röhrenflair und Schmutz verpassen, und natürlich macht es auch eine Menge Spaß, ab und an eine wilde Bass-Overdrive-Orgie abzufeiern. Wenn der renommierte britische Verstärkerspezialist Ashdown seinem Endorser Nate Mendel, seine Zeichens Tieftöner der Foo Fighters, ein solches Drive-Pedal auf den Leib schneidert, dann macht das neugierig. Das Ergebnis der Zusammenarbeit heißt "NM2 Nate Mendel Double Drive Pedal“ und offenbart schon in der Namensgebung, dass es sich um zwei Verzerrer in einem Gerät handelt.

Details

Nate Mendel schildert in einem Produktvideo-Interview, dass er bei den Foo Fighters zwei verschiedene Overdrivesounds verwendet und sich deshalb das doppelte Lottchen von Ashdown gewünscht hat. Der NM2 kann sogar im Stereo-Modus verwendet werden und die zwei individuell einstellbaren Zerrsounds über die Output-Klinken 1 und 2 auf der Rückseite des Pedals an verschiedene Verstärker schicken. Eine weitere Spezialität des Signature-Models ist sicherlich sein einfacher und unkomplizierter Aufbau mit lediglich einem Drive- und einem Level-Regler pro Verzerrereinheit. Außerdem verzichtet er auf zusätzliche Features wie beispielsweise einen EQ. In einer Einbuchtung in der Mitte des Pedals parken fünf gut geschützte Regler, ganz links beginnend mit dem Input-Poti für das Eingangssignal, das beide Verzerrer füttert. Es folgen der Drive-Mix 1 Regler für den Zerrgrad der ersten Einheit und der Master 1 für deren Endlautstärke. Die beiden nachfolgenden Potis ganz rechts tragen die Beschriftungen Drive 2 und Master 2, und sie erfüllen logischerweise die gleichen Funktionen wie die vorherigen, allerdings für die zweite Verzerrereinheit.

Außer den griffigen Reglern bietet das Bedienpaneel drei langstielige Schalter, mit denen sich die restlichen Features des Nate Mendel Verzerrers aktivieren lassen. Der Meter-Schalter ganz links schaltet das Ashdown-typische VU-Instrument auf der Oberseite von der Anzeige des Eingangssignals auf die des Ausgangspegels. Sinn dieser Funktion ist, den Pegel des verzerrten Signals mit dem des unbearbeiteten zu vergleichen, damit die Lautstärken optimal angeglichen werden können. Mit +10dB werden der zweiten Verzerrereinheit zusätzliche 10dB Gain verpasst, die Folge ist ein deutlich gesättigteres Signal mit mehr Verzerrung. Der letzte Schalter mit der Bezeichnung „Bridge 1+2“ brückt die beiden Effekteinheiten und schickt beide Signale auf den Ausgang 2. Diese Anwendung ist für die meisten Basser wohl am sinnvollsten. Nate Mendel verwendet das Pedal übrigens auch im „Mono-Modus“ und aktiviert Effekt 1 für eineleichtere Verzerrung, der zweite Kanal ist für stärkere Verzerrungen zuständig. Falls es heftiger sein soll, aktiviert er mit den Fußtastern 1 und 2 einfach beide Einheiten gleichzeitig. Für die Status-Übersicht sorgt eine kleine LED neben dem Master 2 Regler. Rotes Licht steht für den aktiven Effekt 1, grünes Licht für den aktivierten Effekt 2, und wenn beide Kanäle gleichzeitig eingeschaltet sind, leuchtet die LED gelb.

Auch in Sachen Stromversorgung zeigt sich das Nate Mendel Signature-Pedal flexibel. Es läuft mit einer 9-Volt-Batterie in einem praktischen Schnappfach auf der Unterseite, lässt sich aber auch von einem Netzteil füttern. Mitgeliefert wird ein Solches allerdings nicht. Über die Konstruktion und Verarbeitung des Pedals kann ich nur Positives berichten, das schwere und stabile Metallgehäuse ist dem harten Bühneneinsatz auf jeden Fall gewachsen und sollte bei normaler Behandlung eine lange Lebensdauer haben.

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