Test
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23.04.2015

Analogue Solutions Nyborg-12 Test

Analoger Desktop-Synthesizer

Ich wär' so gern ein SEM...

Nyborg-12 heißt das neue monophone, analoge Synthesizer-Modul von Analogue Solutions, das sich kompromisslos und voll analog dem Mythos des Oberheim SEM verschreibt und mit seinem Namen gleich Sci-Fi-Assoziationen heraufbeschwört. Dürfen wir von dem kleinen Desktop-Synthesizer die Power eines Borg-Kubus erwarten, oder bleibt der Analog-Zwerg so schlicht, wie er aussieht? Im bonedo-Test haben wir den Analogue Solutions Nyborg-12 gründlich ausprobiert.

Details

Gehäuse

Bei der englischen Klangschmiede Analogue Solutions stehen die Zeichen komplett auf analog, darauf weist ihr – etwas an eine Beratungsfirma aus den 80er Jahren erinnernder – Name bereits hin, und jegliche Publikation, ob Demo-Video oder Text in einer Bedienungsanleitung, lässt daran nicht den geringsten Zweifel. Hier werden die alten Schaltkreise angebetet und das Digitale nur verächtlich aus dem Augenwinkel angeblickt. Diese Nerdiness kann man mögen, auch wenn sie für meinen Geschmack etwas leicht unsympathisch Missionarisches hat und möglicherweise auch zu einem eingeschränkten Horizont bei der Produktentwicklung führt – aber dazu später.

Das neueste Produkt in einer aus Synths, Sequenzern, Eurorack-Modulen, Drummodulen und diversen Tools bestehenden, fast unüberschaubaren Produktpalette (den Leipzig-S und den Telemark V2 haben wir auf diesen Seiten bereits besprochen) ist der Nyborg-12, ein schlichter weißer Klotz mit 31 Potis und einem Schalter auf der Front. Ungewöhnlich und gar nicht uncharmant ist seine Geometrie, die nicht wie üblich für den liegenden Desktop-Gebrauch ausgelegt ist, sondern ein senkrechtes Aufstellen vorgibt, sodass die Bedienung an die eines Modularsystems erinnert – ein sicherlich nicht ungewollter Effekt.

Dankenswerterweise lässt sich das Ganze auch so umschrauben, dass der Nyborg-12 mit einem dann nur noch sanft ansteigenden Bedienpanel auf dem Tisch liegt. Die entsprechende Prozedur scheint auch für technisch wenig Versierte kein Problem zu sein, auch wenn beängstigenderweise das Wörtchen "glue" in der Beschreibung vorkommt. Aber das bezieht sich lediglich auf zwei Sticker, die am Gehäuse angebracht sind und für entsprechende Beschriftung sorgen. Ehrlich gesagt, gefällt mir die erst mal gewöhnungsbedürftige aufrechte Position aber gut, denn man hat zum Schrauben alles bestens im Blick, und auch von der Platzökonomie her könnte sie je nach Setup sehr von Vorteil sein.

Anschlüsse

Über die Anschlüsse muss man nicht viele Worte verlieren. Auf der Rückseite befinden sich drei 6,3mm-Klinkenanschlüsse, der Stecker für das externe Netzteil (nicht sehr wertig: ein Allround-Netzteil mit verschiedenen Aufsätzen) sowie MIDI In und Thru. Bei den Klinkenbuchsen handelt es sich um einen Audio-Out und zwei Eingänge für externe Signale (F1 und F2 – es wäre interessant zu erfahren, warum "F" und nicht etwa "E"). Diese Eingänge können genutzt werden, um externe Signale durch das Filter des Nyborg zu schicken. Auf dem Front-Panel prangen fünf 3,5mm-Klinkeneingänge für Kontrollspannungen, sodass über externe CV-Signale die Tonhöhen von Oszillator 1 und 2, die Cutoff-Frequenz des Filters und das Gate kontrolliert sowie eine externe Modulationsquelle eingespeist werden können.

An dieser Stelle wieder einmal ein kleiner Exkurs zum Thema Bedienungsanleitung. Bereits in meinem Test zum Leipzig-S von Analogue Solutions taten sich die Engländer nicht gerade als Meister des raffinierten Manuals hervor. Auch die nur digital und nur auf Englisch vorliegende Anleitung des Nyborg-12 wird vorsichtshalber auf der Website als "preliminary", also vorläufig, bezeichnet. Das Verständnis für diese Unfertigkeit fehlt mir allerdings. Sicher, Analogue Solutions scheinen ein recht kleines Unternehmen zu sein und man erwartet keine aufwendigen Manuals in allen maßgeblichen Sprachen der Welt. Aber der Nyborg-12 ist wirklich ein schlichtes Gerät und es muss doch möglich sein, auf 30 schlank bedruckten Seiten seine Funktionsweise vollständig und fehlerfrei zu beschreiben. Stattdessen wird uns eine Anleitung serviert, die Funktionen falsch beschreibt, Elemente erwähnt, die gar nicht vorhanden sind (EXT4), und andere auslässt (Boost). Das ist umso ärgerlicher, wenn man bedenkt, dass der Nyborg ja kein Bausatz für 150 EUR ist, sondern ein professionelles Gerät mit durchaus stattlichem Preis.

Bedienfeld

In Bezug auf die äußere Erscheinung des Analogue Solutions Nyborg-12 kommen einem Begriffe wie "schlicht", "nüchtern" oder vielleicht noch "aufgeräumt" in den Sinn. Das altweiße Metallgehäuse wird optisch dominiert von einer Vielzahl schwarzer Plastik-Potis mit metallenen Köpfen. Wiederum in sattem Schwarz sind Bezeichnungen und Layout aufgedruckt. Auch wenn ich das Bedienpanel vielleicht nicht als hässlich bezeichnen würde, muss man doch sagen, dass ein wenig grundlegende Kenntnisse zum Thema Design und Typografie dem Anschein deutlich gutgetan hätten. Eigentlich stimmt an diesem Layout nichts so recht: Der gesamte Aufdruck ist nicht auf dem Gehäuse zentriert, die Abstände zwischen den umrandeten Sektionen sind überall unterschiedlich, und zum Teil ist die Beschriftung einfach uneindeutig, wenn z. B. bei einem Poti mit vier möglichen Einstellungen die Optionen zwei und drei gleich hintereinander auf einer Höhe stehen; denn das Auge nimmt hier erst mal nur drei Punkte wahr, und es könnte ja sein, dass "CYCLE GATE" tatsächlich irgendeine exotische Einstellung beschreibt. Ich möchte hier nicht übermäßig kritisch wirken, aber von einem grafischen Standpunkt betrachtet, ist das Erscheinungsbild maximal halbprofessionell. Auch wenn man argumentieren könnte, dass letztlich die inneren Werte zählen, passt doch diese Verpackung ziemlich schlecht zu dem von Analogue Solutions so offensiv vertretenen, scheinbar kompromisslosen Qualitätsanspruch.

Man kann den Engländern sicherlich glauben, dass, wie sie schreiben, bei den verbauten Komponenten nicht gespart wurde und in keinem Fall günstige Varianten zum Einsatz gekommen sind. Und tatsächlich wirkt der Nyborg-12 insgesamt durchaus wertig, was vor allem dem Metallgehäuse geschuldet ist. Zwei Holzwangen hätten hier natürlich zusätzlich optische Wunder bewirkt. Die Potis sind wahrscheinlich Geschmackssache. Gut, sie sind entsprechend groß, lassen sich also handfest und gut bedienen, und an der Funktionsweise gibt es nichts zu kritisieren. Allerdings wirken sie mit ihrem rauhen Plastikcharm doch nicht sehr edel auf mich, ein Eindruck, der noch dadurch verstärkt wird, dass sich manche satt und angenehm schwergängig anfühlen, während andere leichtgängig sind wie bei einem Kinderradio. Sicherlich hat das nachvollziehbare technische Gründe, aber machen wir uns nichts vor: Ein Moog oder ein Synth von DSI fühlt sich anders an.

Bei der Monokultur an Potis wirken die wenigen anderen Elemente beinahe wie Paradiesvögel. Es gibt, wie erwähnt, einen kleinen Kippschalter, mit dem die sogenannte Boost-Funktion der Filterresonanz aktiviert wird. Und LFO und Hüllkurven verwöhnen uns mit kleinen LEDs, die anzeigen, was passiert. Eine weitere LED zeigt eingehende MIDI-Signale an, was sehr praktisch ist.

Machen wir einen kleinen Rundgang über das Bedienpanel: Los geht es natürlich mit den beiden Oszillatoren, welche jeweils durch ein etwas ausladenderes Poti repräsentiert sind, mit dem man die Grundstimmung (+/- Halbton) einstellt. Beide VCOs können neben der Grundtonlage auch ein oder zwei Oktaven nach oben gepitcht werden. Für beide gibt es außerdem eine vierte Einstellung, die sich aber unterscheidet. Bei VCO1 heißt sie "free" und bewirkt, dass der Oszillator in der Tonhöhe frei eingestellt werden kann und nicht durch MIDI oder eine Kontrollspannung gesteuert wird, womit man ihn praktisch auch als LFO verwenden oder wilde Effekte kreieren kann. Bei VCO2 gibt es wiederum die poetisch anmutende Einstellung "wide & free". Warum das so bezeichnet ist, bleibt ein Geheimnis, denn von "free" kann hier keine Rede sein, lediglich von "wide". Die Einstellung entkoppelt nämlich den Oszillator keineswegs von der Kontrolle durch MIDI oder CV, sondern lässt den Einstellungsbereich des Potis auf gewaltige plus/minus etwas mehr als fünf Oktaven anwachsen – was einem das präzise Einstellen beinahe unmöglich macht, aber große kreative Spielräume eröffnet. Übrigens wird, ganz dem Oberheim-Vorbild folgend, die Schwingungsform der Oszillatoren, die leider nur Rechteck und Sägezahn beherrschen, nicht per Schalter eingestellt, sondern von einem Poti in der Amp-Sektion bestimmt, welches nach links gedreht die Lautstärke für den Sägezahn, nach rechts die für die Rechteckform einstellt.

Nachdem Finetuning und gegebenenfalls Oktavierung eingestellt sind, bietet der Nyborg pro Oszillator einen Poti für die Modulationsstärke an. Auch hier entspricht die Mittelstellung keinem Effekt, nach links wird zunehmend die Frequenz moduliert, nach rechts die Pulsbreite. Welche Quelle diese Modulation bewirkt, stellt man mit zwei weiteren Potis ein, die die Auswahl bieten zwischen einer Hüllkurve (Hüllkurve 1 bei VCO 1, Hüllkurve 2 bei VCO2), einer externen Quelle, welche über die 3,5mm-Buchse angeschlossen werden kann, dem LFO und dem jeweils anderen Oszillator. Etwas eingeklemmt zwischen diesen Wahlschaltern befindet sich ein Poti, mit dem man die Oszillatoren in den Gleichschritt zwingen, also die Sync-Optionen einstellt. Natürlich kann man auf Sync ganz verzichten. Oder man zwingt Oszillator 1, immer dann einen neuen Zyklus zu starten, wenn Oszillator 2 dies tut. Umgekehrt geht es ebenfalls. Und VCO2 kann zudem mit dem LFO synchronisiert werden. Also: Eine recht feine Auswahl an Sync-Möglichkeiten für einen so schlichten Analogen. Zwei Potis fehlen noch in der Oszillator-Sektion, und diese bestimmen die Pulsbreite für die Rechteckschwingungsform.

Da die kleine Abteilung für den LFO optisch abenteuerlich und haptisch wenig nachvollziehbar in der Umrandung der VCO-Sektion untergebracht wurde, sei sie an dieser Stelle kurz beschrieben: Es gibt ein Poti für die Geschwindigkeit, eines zur Auswahl der Schwingungsform und, wie gesagt, eine LED. Der LFO kann Rechteck und Sägezahn sowie Sample & Hold erzeugen. Etwas mysteriös kommt die Option "CV2" daher. Damit ist die MIDI-Velocity gemeint. Möchte man sie beispielsweise dazu verwenden, die Pulsbreite von VCO2 zu modulieren, kann man sie über diese Einstellung quasi einschmuggeln – auch wenn das eigentlich mit LFO nichts zu tun hat. Diese Umsetzung ist erst mal verwirrend, und sie ist definitiv nicht vom Anwender her gedacht. Wenn ich es richtig überblicke, spart man durch dieses Vorgehen eine fünfte Wahlmöglichkeit bei der Oszillatormodulation. Möchte man, dass die Velocity auf Frequenz oder Pulsbreite Einfluss nimmt, wählt man hier "LFO" und stellt dann den LFO auf "CV2". Das ist aber wirklich sehr um die Ecke gedacht und keine optimale Lösung, jedenfalls keine anwenderfreundliche. Bei der Filtermodulation hat man nämlich trotz allem einen Poti vorgesehen, der entweder Tonhöhe (via CV oder MIDI) oder Velocity die Cutoff-Frequenz verändern lässt. Damit kann unsinnigerweise die Velocity gleich doppelt dorthin geroutet werden. Hintergrund ist natürlich, dass man die Funktion des LFO verliert, sobald man ihn auf "CV2" stellt. Beim Filter wollte man das wohl nicht hinnehmen. Mag sein, dass das technisch nicht anders zu lösen war und vielleicht muss man am Ende dankbar dafür sein, dass man mit der Velocity überhaupt die Oszillatoren modulieren kann. Eine kleine Hirnverknotung bleibt allerdings.

Das Filter: Auch hier bleiben wir im schönen Reich von König SEM, und die Kennzahl "12" im Namen des Nyborg sagt es ja schon – das Herzstück des metallenen Engländers ist ein 2-Pole-Filter, also eines mit 12 dB/Okt. Flankensteilheit, welches in den Modi Lowpass, Highpass, Bandpass und Notch betrieben werden kann. Nicht so geläufig ist wahrscheinlich der Notch-Modus, bei dem das Signal an der Cutoff-Frequenz mit 12 dB pro Oktave abgesenkt wird. Es wird also gleichsam ein Keil in den Frequenzgang gehauen. Kenner des Oberheim SEM werden wissen, dass dort ein Poti das Morphen zwischen Lowpass, Notch und Highpass ermöglicht. Da die Auswahl des Modus beim Nyborg-12 aber über einen Wahlschalter erfolgt, scheint dieses Morphen zunächst nicht möglich. Allerdings haben Analogue Solutions das Gerät mit einem weiteren Poti extra für den Notch-Betrieb ausgestattet, mit dem man genau dieses schicke Feature bekommt. Weiterhin stehen zwei Potis für die Einstellung der Modulation zur Verfügung, eines – wie erwähnt – lässt den Benutzer den Einfluss von Tonhöhe oder Velocity auf die Cutoff-Frequenz einstellen. Das andere regelt eine negative oder positive Modulation des Cutoff durch eine von vier anderen Quellen, nämlich Hüllkurve 1, LFO, VCO2 oder extern.

Es bleibt der ominöse Boost-Schalter. Selbstverständlich besitzt das Filter auch einen Resonance-Regler, über den wir uns bisher ausgeschwiegen haben. Bekanntlich regelt er, wie stark die durch den Cutoff-Poti eingestellte Frequenz betont wird. Bei manchen Filtern tritt bei sehr hohen Resonance-Werten eine Selbstoszillation des Filters ein, so dass dieses einen Sinuston erzeugt. Dies ist beim SEM-Filter gemeinhin nicht der Fall. Da sich die Bedienungsanleitung über den Boost-Schalter völlig ausschweigt, müssen wir hier leider Vermutungen anstellen. Auch wenn es keinerlei Beschriftung gibt und zunächst gar nicht klar scheint, in welcher Stellung der Boost überhaupt eingeschaltet ist, wird recht schnell klar, dass das Filter bei nach oben gekipptem Schalter normal arbeitet, während sich einiges ändert, sobald der Schalter nach unten bewegt wird. Allerdings muss man sagen, dass es etwas schwerfällt, genau zu beschreiben, was da tatsächlich passiert. Habe ich nämlich zum Beispiel den Resonance-Regler in einer mittleren Stellung und schalte den Boost ein, wird der Effekt der Resonanz nicht etwa stärker, sondern schwächer. Drehe ich hingegen die Resonanz voll auf und schalte in diesem Zustand den Boost dazu, bricht die Hölle los (was mich recht sicher vermuten lässt, dass bei dieser Stellung des Kippschalters der Boost eingeschaltet sein müsste). Will heißen: Ohne Boost verhält sich das Filter bezüglicher der Resonance-Einstellung, wie man es erwarten würde. Schaltet man hingegen den Boost ein, beginnt das Rätselraten. Ein tatsächlicher Schub passiert nur in den letzten ca. 20% des Reglerweges beim Resonance-Poti. Da allerdings ist "Boost" als Beschreibung gut gewählt, denn es liegen nur Zehntelmillimeter zwischen keinem Effekt und Inferno. Ähnlich erratisch verhält es sich mit der Selbstoszillation, die man tatsächlich mit eingeschaltetem Boost erreicht. Sie findet jedoch nicht, wie üblich, in jeder Einstellung des Cutoff-Reglers statt, sondern nur im oberen Drittel der Einstellmöglichkeit. Merkwürdig.

Ich schaue hier meist mit dem Blick des Live-Keyboarders, für den ein solch unkalkulierbares Verhalten ein Horrorszenario ist, bei dem Lautsprecher und/oder die Ohren der Kollegen schweren Schaden nehmen können. In der kontrollierten Umgebung des Studios kann man mit so störrischen Pferden natürlich leben, denn hier gibt es Zeit und Ruhe, Sounds notfalls mit der Pinzette einzustellen. Ohne jede Erklärung zur Funktionsweise aber hinterlässt diese Boost-Funktion einen durchaus komischen Beigeschmack.

Mittig unter der Filter-Sektion sind beim Nyborg der Audiomixer und der VCA gelegen. Mit dem Mixer können, wie eingangs erwähnt, in Oberheim-Manier die Lautstärken der Oszillatoren eingestellt und ihre Schwingungsformen gewählt werden. Zudem lassen sich hier mit einem dritten Poti weißes Rauschen oder ein Suboszillator hinzumischen, welcher in Rechteckform eine Oktave unterhalb von VCO1 unterwegs ist. Am VCA lässt sich (wiederum merkwürdig versteckt gelegen) die Gesamtlautstärke einstellen und auswählen, welche Art von Hüllkurve an dieser Stelle die Signale formt. Diese Aufgabe kann die für den VCA gedachte Hüllkurve 2 übernehmen, aber auch eine einfache Gate-Kurve (auf bei Tastendruck oder CV-Gate, zu bei Loslassen der Taste oder Ende der Kontrollspannung), sodass die Hüllkurve 2 andere Aufgaben übernehmen kann. Mit der Option "Cycle" lässt sich Hüllkurve 2 vom LFO starten, so dass der Sound bei jedem neuen Zyklus des LFO getriggert wird. Schließlich kann man die Schleusen über "Bypass" auch komplett öffnen, eine Einstellung, die zum Beispiel dann Sinn macht, wenn man ein externes Signal durch das Nyborg-Filter schickt und natürlich nicht ständig eine Taste gedrückt halten möchte, um den Sound zu hören.

Streng von oben nach unten vorgehend, landen wir zuletzt bei den beiden Hüllkurven des Nyborg. Sie funktionieren nach dem ADS-Prinzip, bieten also nur jeweils drei Potis an, über die Attack, Decay und Release in Kombination sowie Sustain geregelt werden. Außerdem gibt es je eine LED, die grob anzeigt, welchen Wert die jeweilige Kurve gerade generiert.

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