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Test
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17.11.2020

Praxis

Wie klingt das Alesis Harmony 32?

Tones

In den folgenden Audiobeispielen hören wir die Pianos des Alesis Harmony 32.

Klanglich zeigt sich Piano 00 wärmer und mit weniger Attack als Piano 01. Beim Abspielen unseres Digital-Piano-Vergleichs-MIDIfiles wird Piano 01 anscheinend auch als GM-Sound angesteuert. Die übrigen Sounds sind für ein 49 € Keyboard ok. Um einen Eindruck über die Klangvielfalt zu geben, spiele ich bei den folgenden Audiobeispielen die Tones einfach der Reihe nach an. Die Klänge unterscheiden sich oft nur minimal und zeigen eine leichte Rauschfahne, die gerade bei länger ausklingenden Sounds am Ende der Ausklingphase deutlicher zu hören ist. Damit lässt es sich aber leben, wenn man den geforderten Preis für das Instrument im Hinterkopf behält.

Die Tones mit Nummern von 129 bis 300 sind gelayerte Klänge, sie bestehen also aus zwei übereinandergschichteten Sounds. Die entsprechenden Tone-Gruppen tragen Namen wie „Synth Organ“ oder „Synth Brass“ und bieten mehr Fülle als die Einzel-Tones. Leider gibt es auch für diesen Bereich mit seinen 172 Klängen keine Liste mit den Klarnamen der Sounds. Da bleibt dann nur das zeitintensive Durchhören, oder zufälliges Auswählen.

Rhythms

300 Beats sind für so ein kleines Keyboard eine Menge, die im Alesis Harmony 32 in neun Kategorien von „Pop/Dance“ bis „Ballad“ feilgeboten werden. Auch hier gibt es keine detaillierte Übersicht aller Beats, um seine persönlichen Favoriten zu finden. Der Sound der Beats ist gemessen am Preis ganz ok, die Schlaginstrumente sind im Stereobild auch leicht auf die beiden Lautsprecher rechts und links verteilt, was dem Klangbild zugutekommt. Eine Begleitautomatik mit Akkorderkennung - wie z. B. im Yamaha PSS-F30 für 59 € - ist im Alesis Harmony 32 leider nicht vorhanden. Es folgt eine Auswahl an Audiobeispielen zu den Rhythms:

Songs

Die 40 internen Songs bestehen aus größtenteils bekannten Werken aller möglichen musikalischen Genres. Neben „Jingle Bells“ und „Ballad pour Adeline“ findet man auch klassische Evergreens wie den „Radetzky Marsch“, oder den ersten Satz von Mozarts Sinfonie Nr. 40 in g-moll.

Zu den Songs lässt sich mit dem eingestellten Tone auch mitspielen. Jeder Song startet mit einer bestimmten, fest programmierten Geschwindigkeit, das Tempo lässt sich jedoch während des Abspielens verändern. Hier hätte ich mir noch Notenmaterial zum Download gewünscht, damit man gezielter üben und mitspielen kann. Leider gibt es auch hier keine Liste der der im Harmony 32 offerierten Songs. Mit dem internen Recorder lässt sich das aufgenommen, was mithilfe eines Tones auf der Tastatur gespielt wird. Rhythms werden nicht mit aufgezeichnet, schade. Sobald man einen Rhythm oder einen Song startet, ist der Recorder wieder gelöscht.

MIDI

Über den MIDI-Port lässt sich das Harmony 32 auch dazu verwenden MIDI-Spuren im Computer einzuspielen. Allerdings zeigt sich die fehlende Anschlagdynamik hier nachteilig. Auch umgekehrt erkennt das Keyboard MIDI-Signale vom Computer. Es lassen sich also einfache Songs am Computer selbst erstellen und über das Harmony 32 wieder abspielen. Auch MIDI-Files können über die Tonerzeugung des Harmony 32 hörbar gemacht werden, aber auch hier werden keine Velocity-Werte verarbeitet. 

Online-Unterricht

Alesis bietet bei der Registrierung des Instruments auf der Alesis-Website drei verschiedene Trainings-Möglichkeiten für das Klavierspiel als kleines Schmankerl mit an: Melodics, eine Computer-Software, mit der man seine Übungen direkt mit dem Keyboard erledigt - 60 Lektionen sind gratis. Bei Skoove Premium und TakeLessons als Online-Plattformen zum Klavierlernen erhält man drei bzw. zwei Monate kostenlosen Zugang. Allerdings fragen diese Anbieter auch direkt zu Beginn die Kreditkartendaten ab und hoffen so auf ein Abo nach der Probezeit. Dank des vorhandenen USB-MIDI-Ports kann das Harmony 32 hier optimal eingebunden werden. 

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