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Test
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18.11.2009

Praxis

Software Editor und LCD Display
Das MPK kann man über das integrierte LCD Display mit dem Value Wheel oder mittels der Vyzex Editor Software programmieren. Der Vyzex Editor ist eine angenehme Einrichtung um übersichtlich die vielfältigen Funktionen und Voreinstellungen des MPK 25 zu bedienen. Hier kann man für die Pads, Encoder, Tasten, Buttons und Wheels Zuweisungen vornehmen und Einstellungen ändern. Wer es etwas oldschooliger mag oder ohne Laptop ein Standalone-MIDI-Gerät bedient, freut sich über die intuitive Menüführung direkt am Gerät via Value Wheel und LCD Display und macht die Einstellungen, die mit der Editor Software möglich sind, direkt am Gerät. Das Gefühl, sich mit dem Finger am Regler durch die Untermenüs zu zappen, wissen MPC User und andere 90er Kinder sicher zu schätzen. Auch wenn es am Anfang manchmal etwas länger dauert, so baut sich auf diese Art doch eine ganz besondere Beziehung zwischen Mensch und Maschine auf.

Die wichtigsten Einstellungen
Das MPK hat Platz für 30 Presets, von den 15 mit Voreinstellungen für beliebte DAWs und Plug-Ins belegt sind.
Für die Pads kann man einstellen, ob man eine Note oder Program Change Daten sendet und zwischen den Playmodes „Momentary“(Berühren=on, Loslassen=off) und „Toggle“(erste Berührung=on, zweite Berührung=off) wählen. Dadurch, dass es vier Pad Bänke gibt, kann man 48 verschiedene Samples ansteuern. Außerdem kann man für die Pads die Velocity-Kurven und die Empfindlichkeit justieren.
Die Regler können Control Change, Aftertouch- und NRPN Daten senden. NRPN steht für „Non Registered Parameter Number“ und ist ein Controller Standard, der Einstellungen erlaubt, die eine größere Auflösung als die MIDI-typischen 0-127 erlauben. Hier muss allerdings mit einer Software gearbeitet werden, die NRPN erkennt. Die 12 Regler lassen sich auf 2 Control Bänke verteilen, so dass immerhin 24 verschiedene Parameter angesteuert werden können.
Die Buttons können sowohl Control Change als auch Program Change Daten lesen und auch hier kann man zwischen Momentary und Toggle auswählen.

Die Pads
Die Pad Sektion hat gleich 2 Highlights zu bieten. Das eine sind die 12 MPC Pads, die sich durch das typische organische Spielgefühl auszeichnen und die Dynamik so wiedergeben, wie man es sich wünscht, wenn man die richtige Velocity-Kurve gewählt hat. Wenn man möchte, kann man die Anschlagsynamik auch ausstellen (Full Level) oder mit der 12 Level Funktion das zuletzt angeschlagene Sample in 12 Velocity-Stufen auf alle 12 Pads verteilen. Pad 1 hat hier den niedrigsten (012) und Pad 12 den höchsten (127) Velocity-Wert. Durch die 4 Pad Bänke kann man insgesamt 48 Samples mit den Pads ansteuern. Das zweite Highlight ist der Note Repeat Button. Mit der Note Repeat Funktion kann man dafür sorgen, dass sich das Sample, je nach Einstellung der Time Division im Viertel-, Achtel-, Sechzehtel- oder Zweiunddreißigstel-Rhythmus wiederholt. Wie lang die wiederholten Noten sind, kann man unter Gate einstellen, genauso, wie man prozentual auswählen kann, ob und wie stark das ganze swingen soll. So kann man aus seinem Computer endlich den speziellen Groove herauskitzeln, der so viele Hip Hop Produktionen aus den 90ern so fett gemacht hat. Logic 16C Swing war gestern –jetzt werden wieder Prozente eingegeben!

Der Arpeggiator
Ein anderes unverwechselbares Persönlichkeitsmerkmal und für einige sicher der Clou des Geräts ist der MIDI syncbare Arpeggiator. Mit 6 verschiedenen funky Arpeggiator Typen und über bis zu 3 Oktaven kann man alle Plug-Ins und Samples ansteuern, die man auf seinem Rechner so findet. Selbstverständlich lässt sich auch aus einem MIDI-fähigen Hardware Synthie ein schönes Arpeggio zaubern. Je nach gedrückter Note oder Noten entstehen einzigartige Riffs, bei denen - analog zum Note Repeat - Einfluss auf Swing und Gate (Länge der Noten) genommen werden kann. Wenn man die richtigen Einstellungen gefunden hat, ist der Rhythmus natürlich auch zur BPM der DAW synchronisiert. Für den Live Betrieb hingegen ist die Tap Tempo Taste interessant, um den Arpeggiator mit der Band zu „synchronisieren“. Der Latch Button friert den gedrückten Akkord ein – so hat man die Hände frei, um sich in aller Ruhe über die Drehregler herzumachen, die man seinen Synthies oder Samplern zugewiesen hat. Ich habe das mal mit dem Novation Bass Station Plug-In einige gemacht. Wer genau hinhört, merkt dass der Groove durchaus nicht immer konstant ist. Egal, ob dies mit Absicht geschah oder ob die USB-Übertragung nicht richtig funktioniert, für mich ist dies definitiv ein Plus! Den so werden elektronischen Grooves endlich mal wieder magisches Eigenleben einhaucht.


Kompatibilität
Das MPK25 hat Presets für 15 verschiedene Softwares und DAWs. Mit Ableton versteht es sich ab Versionsnummer 8 besonders gut. Hier kann man das MPK25 nämlich direkt in den Voreinstellungen auswählen. Für 14 andere ausgewählte Programme gibt es im MPK25 ebenfalls Presets. Und zwar für Reason, Cubase, FLStudio, Sonar, Appliead Acoustics String Studio, Arturia, Arkaos, FXPansion Guru, die MPC 500, Waldorf PPG 2.V, Rob Papen, Stylus und VirSyn. Apple Logic ist nicht dabei. Das kann doch nicht sein, oder?  Auch die Rubrik „Support“ lieferte bei Akai keine nennenswerten Infos. Nach etwas „google´n“ tauchte allerdings diesen Link auf. Hier kann man ein PDF herunterladen, in dem die Einbindung des MPK25 in Logic erklärt wird:

 

http://www.akaipro.com/stuff/contentmgr/files/...

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