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26.09.2018

3 Dinge, die selbst erfahrene Tour-Techniker aus der Fassung bringen können

Auf dem Weg zum Soundcheck war dein Technikerpuls noch ganz okay. Heute Abend steht ein weiterer Auftritt deiner Band an und ihr seid ein eingespieltes Team. Kaum in der Location angekommen, weiten sich deine Augen jedoch vor Schreck. Dein Herzschlag steigt. Wie sollst du das retten? Über drei Schockmomente im Leben von Tour-Technikern ...

1. Location

Auch Booker sind Menschen und Agenturen können Fehler unterlaufen. Die meisten lassen sich ausbügeln. Aber was machst du, wenn du hunderte Kilometer zum Club angereist bist, um festzustellen, dass der Auftritt deiner Band am anderen Ende der Republik stattfindet? Und das schon in wenigen Stunden. Du selbst würdest es noch nicht einmal bis zum Showbeginn dorthin schaffen! An Soundcheck ist gar nicht zu denken. Da bleibt dir höchstens, dein Wissen an den Haustechniker vor Ort weiter zu geben und ganz fest beide Daumen zu drücken.

2. Venue-Specs

Deine Band und du touren ohne eigenes Equipment? Wenn ihr lieber die im Club vorhandene Technik nutzt, seid ihr um so mehr auf gute Absprachen mit den Locations angewiesen. So richtig eng kann es werden, wenn du die falschen Venue-Specs erhalten hast: Ihr tretet in in einem Haus mit mehreren Sälen auf. Du bist bestens über die technische Ausstattung im großen Saal informiert - ihr seid aber für das Foyer gebucht.

3. Showtime

Und dann ist da noch der Sonntag. Obwohl heute ein Auftritt ansteht, bist du im Wochenend-Modus. „Alles klar, Showbeginn ist wie immer um 21 Uhr“, denkst du noch, bevor du losfährst. Im Club herrscht gute Stimmung. Auch die örtlichen Kollegen haben das Wochenende genossen. Du baust in Ruhe auf und erwartest die Ankunft deiner Band. Auf dem Weg zur Bühne hörst du ein Gespräch des Haustechnikers mit dem Gastro-Chef. Wie bitte, Einlass schon in fünfzehn Minuten? Ja, du hast vollkommen richtig gehört. Auch in dieser Location beginnen auf vielfachen Wunsch der Gäste die Konzerte sonntags früher als an den anderen Wochentagen. Wie gut, dass du deine Band seit langem kennst. Denn jetzt hilft nur noch routinierte Zusammenarbeit aller Beteiligten.

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