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Blackmagic Design HyperDeck Studio HD Plus Test

In diesem Artikel werden wir das Blackmagic Design HyperDeck Studio HD Plus unter die Lupe nehmen. Spätestens seit Anfang der Corona-Pandemie und der damit verbundenen erhöhten Nachfrage nach Streaming- und Broadcast-Equipment, hat sich der Hersteller Blackmagic Design einem breiteren Publikum empfohlen. War die australische Firma in der Vergangenheit vorrangig im professionellen Broadcast- und Videobereich tätig, wendet sie sich seit geraumer Zeit auch an den semiprofessionellen und Consumer-Bereich. Hier wären zum einen die Blackmagic Cinema Cameras zu nennen, die in der Video- und Streaming-Abteilung für Furore sorgten. Auch die neuen Blackmagic Design Studio Cameras 4k Plus und 4k Pro (hier im Test) sind perfekt auf den Streaming- und Broadcast-Sektor zugeschnitten. Allen voran stehen aber zweifelsohne die fast schon revolutionären Videomixer der ATEM Mini-Reihe. Die verschiedenen Modelle haben den Markt im Sturm erobert und fanden mit der ATEM Mini Extreme-Serie bereits ein Modell-Upgrade, bei dem die Firma Blackmagic Design auf die Kundenwünsche reagiert hat. Wer sich ein wenig mit den ATEM-Mischern auseinandergesetzt hat, kommt früher oder später an den Punkt, an dem Video-Einspieler und animierte Bauchbinden gefragt sind. Will man dabei auf den Einsatz von Fremdsoftware verzichten, um mögliche Fehler im Zusammenspiel zu verhindern, bietet einem die Firma Blackmagic Design als Option die HyperDeck-Serie an.

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Im Vergleich zu den HyperDeck Mini-Modellen ist das HyperDeck Studio HD Plus mit einigen Extra-Features ausgestattet. Testen wir also, ob und wie das HyperDeck eure Musik-Livestreams nach vorne bringt.

Details

Das HyperDeck Studio HD Plus bietet im Vergleich zur HyperDeck Mini-Serie zum einen eine verbesserte Transportsteuerung und zum anderen hochwertige Bedienelemente auf der Frontblende. Es besitzt einen Kopfhörerausgang und einen internen Lautsprecher zur besseren Kontrolle des anliegenden Audiosignals. Als Aufnahme- und Wiedergabeformat bietet das HyperDeck Studio HD Plus H.264-Dateien bis 1080p/60 und ProRes- oder DNxHD-Dateien in SD/HD-Formaten bis 2160p/30, die auf SD/UHS-II-Karten oder externen USB-Laufwerken aufgezeichnet werden können. 
An Eingängen verfügt der digitale Rekorder über einen 6G-SDI- und einen HDMI-2.0-Videoeingang sowie über einen Referenzeingang, über Timecode-In und einen RS-422-Eingang zur Remote-Steuerung. Dem gegenüber befinden sich ein HDM-2.0-Ausgang, zwei 6G-SDI-Videoausgänge, ein SDI-Loop-Ausgang, ein SDI-Monitorausgang und jeweils ein Timecode-, Referenz- und Remote-Ausgang.  Als Besonderheit besitzt das HyperDeck die Möglichkeit, 3D-LUTs auf dem SDI-Monitorausgang anzuwenden.  
Als Computerschnittstelle verfügt das Studio HD Plus über einen USB-C-3.0-Port, der zum einen zur Aufzeichnung auf externe SSD-Laufwerke und zum anderen zur Softwarekonfiguration und auch für Updates geeignet ist. Ebenso erfolgt die Webcam-Ausgabe über die USB-C-3.0-Schnittstelle. Hier sind Übertragungen bis zu 5 Gb/s möglich. Neben der USB-C-3.0-Schnittstelle besitzt das HyperDeck Studio HD Plus zwei SD-Karten-Slots, die als Medientyp UHS-I- und UHS-II-SD-Karten unterstützen. 

Das Blackmagic HyperDeck Studio Plus HD in vollem Glanz
Das Blackmagic HyperDeck Studio Plus HD in vollem Glanz

Lieferumfang

Das HyperDeck Studio HD Plus kommt wie eigentlich alle Blackmagic Design Produkte im bunt lackierten Karton. Im Inneren schützt passgenaues Styropor das HyperDeck vor etwaigen Transportschäden. Neben dem HyperDeck Studio HD selbst, ist dem Gerät lediglich ein dreiseitiger Info-Flyer mit den Download-Links zur Bedienungsanleitung und zu Firmware-Updates, ein Tütchen mit vier Gummifüßen und ein Blackmagic Aufkleber beigepackt. Ein Netzkabel sucht man an dieser Stelle leider vergebens. 
Außerdem liegt eine Lizenz für Blackmagics hauseigene Video-Software Davinci Resolve bei. Diese ist eher als Werbung zu betrachten, da es sich nur um die kostenlose Version der Software handelt. An dieser Stelle sei aber erwähnt, dass der Funktionsumfang der kostenlosen Davinci Resolve Version schon enorm umfangreich ist.

Fotostrecke: 6 Bilder In bunt bedruckter Kartonage wird das HyperDeck Studio HD Plus geliefert
Fotostrecke

Gehäuse und Ausstattung Blackmagic Design HyperDeck Studio Plus

Mit einem Gewicht von 1,15 kg und Abmessungen von 210 x 177 x 44,2 mm (1 Höheneinheit, 9,5 Zoll breit) ist das HyperDeck Studio HD Plus ein wenig größer und schwerer als das kleine HyperDeck Mini-Model. Auf der aus Kunststoff bestehenden Frontplatte des Gerätes finden sich neben den acht hintergrundbeleuchteten Transport-Tastern noch drei Buttons zur direkten Anwahl der Punkte „Search“, „Menu“ und „Set“ sowie der Auswahlbutton der Videoeingangsquelle. Zusätzlich verfügt das HyperDeck auf der Front über ein 2,2-Inch-Farbdisplay, zu dessen rechten ein Drehencoder zur Gerätesteuerung platziert ist. Abschließend befindet sich auf der Vorderseite des HyperDecks noch eine Kopfhörerbuchse in Form einer 6,3 mm TRS-Klinke, der interne Frontlautsprecher des Geräts samt dazugehörigem Ein- und Ausschalt-Buttons und zwei SD-Karten Slots inklusive Statusanzeige in Form einer roten LED. 
Bis auf den erwähnten Kopfhöreranschluss sind sämtliche Ein- und Ausgänge des HyperDecks auf der Rückseite untergebracht: Hier wären die SDI-Videoschnittstellen in Form von zwei SDI-Outputs, der 6G-SDI-Video-Input, der SDI-Loop-Out, ein zusätzlicher SDI-Monitor-Out zur Verwendung eines externen Monitors, der Reference-SDI In- und Output und der Timecode In- und Output. 

Fotostrecke: 6 Bilder Übersichtlich gestaltet sich die Front des HyperDecks
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Zu guter Letzt ist noch je ein HDMI-Ein- und Ausgang und ein Ethernet-Anschluss zur Remote-Steuerung via Blackmagic ATEM bzw. zur Datenübertragung sowie je ein Remote-Ein- und Ausgang zu benennen, die sich zusätzlich auf der Rückseite befinden. Der USB-C-Anschluss dient zur Aufzeichnung auf eine externe SSD-Festplatte und zum Firmware-Update. Ein Netzanschluss in Form einer herkömmlichen Kaltgerätebuchse und ein Broadcast-tauglicher vierpoliger 12 V Stromanschluss vervollständigen die Geräterückseite. Die beiden Seiten des HyperDecks bestehen aus gelochtem Blech, das zur Hitzeabgabe dient. Die Geräteunterseite und Oberseite bestehen ebenfalls aus Blech. 

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