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Berliner Start-Up versucht die digitale Revolution der Veranstaltungsbranche

Was macht man als international erfolgreiches DJ-Duo, wenn durch Corona sämtliche Auftritte und Einnahmen wegbrechen? Richtig, man gründet ein Start-Up, entwickelt eine eigene Online-Platform und tritt damit an, die Veranstaltungsbranche zu revolutionieren.

FOTO: LifeLiveFestival
FOTO: LifeLiveFestival

Genau das haben Daniel Breyer und Felix Reiter, die Köpfe hinter dem Techno-Tag-Team Acado, gemacht. Mit LifeLive.io steht nun der eigene, interaktive Live-Streaming-Dienst in den Startlöchern, der nicht nur ein besseres Live-Erlebnis für Musikerinnen und Musiker sowie die Konsumenten gleichermaßen bieten soll, sondern die Künstler auch fair entlohnen möchte. Im März steht das erste große Event an. 


Die Geschichte hinter LifeLive.io könnte eigentlich im Duden hinter dem Wort “Schicksal” als Beispiel aufgeführt werden. Beide DJs haben nämlich neben ihrem Nachleben in den Clubs zwischen Berlin und Mexiko auch im Alltag noch Jobs: Daniel Bayer arbeitet als Produkt Manager und bringt seit Jahren technische Neuheiten auf den Markt, während sein Kollege Felix Reiter Apps entwickelt und sich mit dem  Programmieren auskennt. Mit ihrer Expertise wollen sie nicht einfach untätig da sitzen, während die Event-Branche stillsteht und die meisten Künstler an absoluten Existenzängsten leiden. 


“Damit möchten wir ein Signal setzten und Hoffnung geben,” lässt sich das Duo in einer Pressemitteilung zitieren: “Wir sind selbst Musiker und wissen, wie es um die Kreativszene seit einem Jahr ohne Events und Veranstaltungen steht. Mit LifeLive.io und unserem Festival möchten wir unseren teil zu Bewältigung der Krise beitragen. Perspektivisch aber auch Festivals und Clubs neue Wege aufzeigen,” heißt es dort weiter. 


Das erste eigene Festival, sozusagen ein Testlauf für die neue Plattform, findet bereits am 13. März statt. Unter dem Titel LifeLiveFestival kommen mehrere dutzend Acts, DJs und Musiker auf fünf digitalen Floors zusammen und spielen vor ingesamt 5.000 Menschen. Angekündigt sind bisher unter anderem Oliver Koletzki, Super Flu, Andhim, Oliver Huntemann, AKA AKA und Pretty Pink. Userinnen und User können also zwischen den fünf Streams hin und her wechseln, aber ebenso untereinander interagieren. Via Live-Video Übertragung und Zufallsgenerator soll auch die soziale Seite der schmerzlich vermissten Parties ins digitale verlegt werden. 


Neben dem möglichen Video-Chat haben die Betreiber auch weitere interessante Gadgets eingebaut, die zu einem möglichst realitätsnahen Live-Erlebnis beisteuern sollen. Für in Berlin ansässige Besucher ist zum Beispiel auch ein sogenannter Bar-Button im Angebot, über welchen verschiedenste Drinks direkt zu einem nach Hause geordert werden können. Digitale und analoge Welt sollen so zumindest ein Stück weit fusioniert werden, heißt es von Seiten der Organisatoren. 


Schließlich versprechen die Veranstalter sämtliche Einnahmen, abzüglich der Kosten für den Stream, an die auftretenden Künstler auszuzahlen. Als aktive DJs wissen die Macher hinter LifeLive nur allzu gut, wie Bezahlung und Lebensrealität der Branche aktuell aussieht. Die Eintrittskarte kostet übrigens schmale 3€ und ist auf 5.000 Tickets begrenzt, was anhand der Anzahl hochkarätiger DJs durchaus fair klingt. Die einzige Voraussetzung um an dem Online-Event teilnehmen zu können ist ein PC oder Laptop mit Internetzugang und Chrome oder Firefox als Browser. 


Den Link zu den Tickets findet ihr hier! 


Falls euch selbst die Lust auf einen Livestream-Konzert gepackt hat, findet ihr hier eine Anleitung zu perfektem Licht in euren eigenen vier Wänden. 

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von Niklas Wilhelm

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