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Austrian Audio CC8 Test

Praxis

An der Akustigitarre und am Schlagzeug kam das CC8 zum Einsatz

Um die klanglichen Qualitäten des Austrian Audio CC8 beurteilen zu können, habe ich meinen Kollegen Michael Krummheuer mit seiner Dreadnought-Gitarre eingeladen, aber auch rund um’s Drumset kam das gute Stück zum Einsatz. Als Vergleich stand ein aktuelles AKG C451B zur Verfügung, das in der heutigen Version aber die besagte CK1-Kapsel nicht mehr verwendet, sondern eine heller abgestimmte Elektretkapsel. In Sachen Handling erweist sich das CC8 erwartungsgemäß als gänzlich unkompliziert, klanglich gibt es aber die eine oder andere Überraschung.

Fotostrecke: 5 Bilder Das AA CC8 konnte sich an verschiedenen Signalquellen profilieren.
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Deutlich weniger hell als das AKG C451B

Dass der Verweis auf ein Vergleichsmikrofon noch lange nicht bedeutet, dass es identisch klingt, zeigt sich direkt an der akustischen Gitarre. Hier überzeugt das CC8 mit großen, detaillierten Mitten und einem insgesamt zurückhaltenden Charakter im Höhenbereich. Auch die räumliche Staffelung ist sehr gelungen, die Resultate klingen plastisch und griffig. Im Vergleich wirkt das AKG wesentlich drahtiger und präsenter, die Saitenkontakte werden klarer in den Vordergrund gestellt. Auch hier entsteht ein guter räumlicher Eindruck, beim Picking liefert das CC8 jedoch einen speziell in den Mitten subjektiv „kompletteren“ Eindruck, weil die Ergebnisse ausgewogener daherkommen. Das muss jedoch nicht bedeuten, dass das CC8 die bessere Wahl für diese Anwendung ist, denn wie so oft entscheidet am Ende der Song oder der persönliche Geschmack darüber, welches Mikrofon besser passt.

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Austrian Audio CC8, strumming Austrian Audio CC8, strumming, mit 60 Hz Low Cut AKG C451B, strumming Austrian Audio CC8, picking Austrian Audio CC8, picking, mit 60 Hz Low Cut AKG C451B, picking

Klangliche Schärfen sind dem CC8 auch am Schlagzeug fremd

Wenig überraschend zeigt das CC8 auch am Drumset eine natürliche, ausgewogene Charakteristik. Dies wird speziell an der Hihat, einer Mixtur aus Zildjian A- und K-Serie, offensichtlich, wo das Mikro den Körper des Instruments stärker fokussiert als die schärferen Attack-Anteile. Unterhalb von zehn Zentimetern Distanz zum oberen Becken tritt zudem ein stärkerer Nahbesprechungseffekt auf als beim C451B. Derselbe Befund zeigt sich auch an einem eher weich klingenden Bosphorus Ridebecken der Größe 22 Zoll. Während das CC8 den Grundton und die mittigen Sustain-Anteile verstärkt in den Vordergrund platziert, gibt das C451B mit einem Fokus aus die metallischen Stock-Anteile ein schlankeres, aggressiveres Bild ab. In Sachen Off-Axis-Verhalten ähneln sich beide Mikrofone und bilden seitlich einfallenden Schall angenehm natürlich ab. Dem CC8 merkt man hier wieder seine stärker ausgeprägten (unteren) Mitten an, was gut bei der Bassdrum zu hören ist.

Fotostrecke: 3 Bilder Versehentliches Verstellen unmöglich: Die Bedienelemente sind versenkt montiert.
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Im Video könnt ihr euch das Testobjekt auch noch als Mono-Overhead über meinem großen, alten 80er Jahre Yamaha Recording Schlagzeug anhören. Hier zeigt es, dass es die Mischung aus schneller Transientenwiedergabe und vollem Ton sehr gut beherrscht. So bildet es die gesamte Bandbreite zwischen der großen 24er-Bassdrum und der Hihat plastisch und natürlich ab, ohne zu verschmieren. Das ist besonders in Situationen von Vorteil, in denen dem Overhead-Mikro der Hauptteil der Aufnahme-Arbeit zufällt, also keine Close-Mics zum Einsatz kommen oder diese bewußt nur in geringen Dosen zugemischt werden sollen. So läßt sich auch das AKG problemlos einsetzen, hier gefallen mir die Trennschärfe der Trommelanschläge und die Abbildung der Becken sehr gut. Insgesamt geht das C451B jedoch wiederum eindeutig in eine brilliantere Richtung.

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