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Audio Ollie Memoir Piano Prologue Test

Audio Ollie dürfte vor allem der Filmbrache ein Begriff sein, denn die hochwertigen Libraries des amerikanischen Herstellers sind auf (Film-)Komponisten zugeschnitten. Kein Wunder also, dass kein geringerer als Alan Meyerson die Aufnahmen für die Percussion-Library leitet. Memoir Piano Prologue ist ein kleines Dankeschön für 1000 Subscriber bei YouTube. 

Audio Ollie Memoir Piano Prologue Test
Freeware Piano Library für NI Kontakt: Highend mit Gänsehaut

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Details & Praxis

Allgemeines

An die Library kommt man in mehreren Schritten. Begonnen wird auf der Website des Herstellers. Das Produkt muss zuerst in den Warenkorb gelegt werden. Anschließend braucht es eine Mail-Adresse sowie Name und Anschrift. Daraufhin erhält man einen Produktschlüssel, der im Pulse Downloader genutzt werden kann, sobald dieser heruntergeladen und installiert wurde. Ab dann steht Memoir Piano Prologue allen zur Verfügung, die über die Vollversion von NI Kontakt verfügen. 

Konzept und GUI

Memoir Piano Prologue ist ein Auszug aus einer bevorstehenden Library 1923 Grand Piano Collection. Das detailreich gesampelte Instrument ist ein Flügel der Marke Mason & Hamlin.     

Memoir Piano Prologue nutzt ein eher schlichtes GUI.
Audio Ollie Memoir Piano Prologue Test Bedienoberfläche

Die Library besteht aus drei Kategorien: Chapter I steht für verschiedene Piano-Presets, Chapter II besteht aus Texturen und Ambient-Sounds, und im Ordner Memoirs befinden sich Kontakt-Multis, die rhythmische Elemente und Arp-Sounds beinhalten.   

Die Presets von Chapter I beinhalten unterschiedliche Versionen des gesampelten Instruments und damit verschiedene Klangfarben, auch ein Felt-Piano ist dabei. Die Multis nutzen den implementierten Arpeggiator von Kontakt, der über die Einstellungen des jeweiligen Presets  deaktiviert werden kann. Der Hall klingt im Zusammenhang mit den Samples gut. Wer ihn nicht mag, muss ihn in den Einstellungen der Library in Kontakt (über das Schraubschlüsselsymbol zu erreichen) ausstellen. Im GUI der Library gibt es keine entsprechende Funktion. Das Interface gewährt überhaupt keine Einstellungen oder Parameter. 

Sound

Qualitativ sind die vorhandenen Sounds einfach top. Die Pianos in Chapter I klingen lebendig, intim und total atmosphärisch. Sie können selbst mit dem Hall direkt in einen Soundtrack oder einen Pop-Song eingesetzt werden. In die Texturen und Multis ist offensichtlich ebenfalls viel Liebe geflossen: Die Flächen verfügen über so viel Charakter, während die Multis mit tollen rhythmischen Gebilden glänzen, die auch allein stehen können. 

Audio Samples
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01 Concert Grand 02 Concert Grand Soft 03 Warm Felt 04 Dreamy Gliss 1 05 Conflicting Emotions 06 Winter

FAZIT

Memoir Piano Prologue von Audio Ollie ist eine top Piano-Library. Die Aufnahmen des gesampelten Instruments sind hochwertig, die daraus erstellten Piano-Presets klingen äußerst realistisch, charaktervoll und unsteril. Das Felt-Piano ist nicht ganz so gut gelungen wie bei Spitfire, dafür klingen die Texturen und Multis aber nach hochwertiger und teurer Library und können locker in Soundtracks, Werbespots oder Popsongs eingesetzt werden. Die Auswahl an Sounds ist für eine Freeware recht groß, dafür fällt das Interface etwas lieblos aus und bietet keine Einstellungen. Aber schließlich geht es ja um den Sound, und der ist schlichtweg inspirierend. 

Unser Fazit:

Sternbewertung 4,5 / 5

Pro

  • hochwertiger und filmreifer Sound
  • Piano-Presets klingen realistisch, intim und lebendig
  • Texturen und Multis sind filmreif
  • insgesamt sehr große Auswahl an Sounds

Contra

  • Interface bietet keine Einstellungen
  • Kontakt-Vollversion wird benötigt
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Audio Ollie Memoir Piano Prologue Test
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von Tobias Homburger

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