Allen & Heath XONE:24 DJ-Mixer Test

Mit dem Allen & Heath XONE:24 stellt sich ein kompakter 2-Kanal-Battlemixer dem bonedo.de-Test. Er tritt die Nachfolge des mittlerweile 12 Jahre alten XONE:23 an und wendet sich in erster Linie an DJs, die ein übersichtliches, analoges DJ-Mischpult mit hoher Soundqualität und dem Sahnehäubchen fürs Soundshaping suchen: in diesem Fall 3-Band-EQs, das beliebte XONE-Filter und ein Send-Return. Auch Scratcher sollen zudem dank des neuen Mini-Innofaders und erweiterten Curve-Schalters auf ihre Kosten kommen. Diese betragen aktuell 398 Euro. Was hat sich noch getan beim Allen & Heath XONE:24?

Allen & Heath XONE:24 C DJ-Mixer Test
Screenshot
Unser Fazit:
4,5 / 5
Pro
  • sehr gute Audioeigenschaften
  • sauberer analoger Klang
  • integriertes XONE-Filter mit Cutoff und Resonanzsteuerung (schaltbar HPF oder LPF)
  • Master-FX-Send/Return
  • solide Anschlussoptionen
  • robustes Gehäuse und hochwertige Verarbeitung
  • integrierter Mini-Innofader
Contra
  • nur ein Filtersound für beide Kanäle statt Kombifilter pro Kanal
  • kein Mikrofon-Talkover
Artikelbild
Allen & Heath XONE:24 DJ-Mixer Test
Für 398,00€ bei

Allen & Heath XONE:24 – das Wichtigste in Kürze

  • 2-Kanal-Battlemixer mit Phono/Line/Aux und Mike-In
  • für Liebhaber analogen (Vinyl-) Sounds, mobile DJs, Bedroomer und Scratch-DJs
  • gute Audioeigenschaften
  • kompaktes Format 
  • analoges Hoch- und Tiefpass-Filter sowie Master-Effektweg
  • Innofader mit Curve-Schalter
  • separate Master-, Booth- und Record-Ausgänge
Affiliate Links
Allen & Heath Xone 24
Allen & Heath Xone 24
Kundenbewertung:
(4)

Was ist im Lieferumfang des Allen & Heath XONE:24?

Zum Lieferumfang des XONE:24 gehören ein externes Netzteil mit Kaltgerätekabel, eine Importbescheinigung und ein Mini-Manual sowie das Mischpult nebst Master-Insert-Jumper. Der kompakte DJ-Mixer ist 190 mm breit bei einer Tiefe von 314 mm und einer Höhe von 108 mm und kommt dabei auf ein transportfreundliches Gewicht von wiegt 2,7 kg. 

Lieferumfang des XONE:24C

Wie ist die Verarbeitungsqualität des Allen & Heath Mixers

Nimmt man das schwarze, durchaus elegant designte Metallblech-Chassis mit seinen weißen Markenschriftzügen in die Hand, wirkt es erstmal ziemlich robust. Dieser Eindruck wird von solide verschraubten Buchsen und Anschlüssen an Vorder- und Rückseite verstärkt. 

Allen&Heath XONE:24 wirkt robust.

Einzig die Plastikstifte unter den Potikappen der Drehregler trüben den Gesamteindruck für mich, sind sie doch bruchgefährdeter, als es Metallstifte wären. Dennoch legen sie ein gutes Drehverhalten an den Tag und wo es Sinn macht (Gain, EQs, Cue/Mst), verfügen sie über eine einrastende Mittenstellung.

Die Linefader gleiten sanft in ihren Führungsbahnen und messen je 45 mm. Einstellbar sind sie hinsichtlich der Fadercurve hier allerdings nicht – macht aber nix. Der neue Innofader-Crossfader flutscht etwas leichter über die Leiterbahn als seine Upfader-Kollegen und kann dreifach umgeschaltet werden. Vier Gummifüßchen heben den Mixer rund 5 mm vom Boden an. Geht in Ordnung.

Allen&Heath XONE:24 von unten betrachtet
Allen&Heath XONE:24 von unten betrachtet

Welche Anschlüsse bietet der Allen & Heath XONE:24 DJ-Mixer?

Ein Blick auf die Vorderseite zeigt zwei Kopfhörer-Anschlüsse (3,5-mm-/6,3-mm-Klinkenbuchse). Das Backpanel offeriert vergoldete Phono- und Line-Inputs pro Kanal, dazu einen Aux-In und Master-Send/Return, alles im Cinch-Format ausgeführt.

Vorderseite des XONE:24
Vorderseite des Allen & Heath XONE:24

Kein Problem also, eure Turntables, CD-Player, Mediaplayer und/oder ein DVS-Interface anzuschließen und dazu noch euer Lieblingseffektgerät. Ein Blick aufs Datenblatt zeigt: Allen & Heath hat sich beim XONE:24 auch die Phono Preamps vorgeknöpft, mit dem Ergebnis, dass sie nun eine höhere Lautstärke erzielen. Eine XLR-Combobuchse dient obendrein dem Anschluss eines dynamischen Mikrofons – beim 23er gabs nur XLR. Phantom Power ist nicht an Bord.

Für die PA, eure (Monitor-)Boxen und Session-Recorder stehen XLR-Outputs (Master) und Cinch-Ausgänge (Booth und Rec) bereit. Klar, das Master und Booth auch getrennt regelbar sind – alles beim Alten hier. Der Anschluss für das löblicherweise externe Netzteil, ein Einschaltknopf und eine Zugentlastung runden das Backpanel ab. 

Rückseite des XONE:24
Rückseite des Allen & Heath XONE:24

Entwicklung des XONE:2x

Nachstehend habe ich für euch je drei Fotos aus unseren Testberichten herausgesucht, die euch den „Werdegang“ der Baureihe XONE:2x verdeutlichen sollen. Insgesamt würde ich persönlich die Entwicklung vom XONE:22 über den XONE:23 bis hin zum XONE:24 als stetige Verbesserung betrachten. Ob man seitens Allen&Heath mitunter hätte überlegen können, ein paar passende Schienen für Fans des altbewährten Rackeinbaus mitzuliefern, darf man vielleicht diskutieren. Jedenfalls entspricht das Design nun eher den größeren Desktop-Pulten der Serie.


Allen and Heath XONE:24 im Praxischeck

Das Mischpult wurde für den Praxistest mit den lokalen Turntables nebst Line-Zuspieler und Effektgerät verkabelt. Zunächst landen zwei Schallplatten auf den Tellern, danach eine CD über Line-In, und ein Aux-MP3-Player ist ebenso angedockt.

Ich lausche dem Klang, der aus der Anlage und über die Kopfhörer kommt. Die Phono-Vorstufen machen gute Arbeit. Der Sound ist angenehm detailreich, klar und druckvoll – prima! Hier dürften auch anspruchsvollere DJs auf ihre Kosten kommen.

Der Kopfhörerverstärker ist gut laut, transparent und, wenn alles Clipping-frei eingepegelt ist, äußerst zerrfrei – bei meinem 25er fast bis Vollanschlag, was sicher nicht gut für die Ohren ist. Für die Statistik: Einen Leistungsabfall beim Einstecken eines zweiten Kopfhörers konnte ich nicht feststellen. Hier sei auch gleich noch erwähnt, dass es neben Level- und Master/Cue-Reglern eine Spilt-Schaltung zum Verteilen der Signale auf die jeweilige Ohrmuschel gibt.

Kann Allen & Heath XONE:24 im Mix überzegen?

Im Mix lassen sich dank Full-Kill-Absenkung der EQs und einer Maximalanhebung von bis zu 6 dB meine Tracks aus diversen Stilrichtungen sowohl mit harten Bass-Swaps wie auch mit langen Frequenzüberlagerungen mixen. Die EQs haben dabei folgende Angriffspunkte. 

  • Hi-EQ: 3,5 kHz
  • Mid-EQ: 1,1 kHz
  • Low-EQ: 500 Hz  

In der Mittenstellung rastet der Drehregler zudem ein, was einem somit auch ohne Blick zum Poti klarmacht, wann 0 dB Cut/Boost erreicht sind. Der Zwischenraum bei den Pots ist ausreichend bemessen, sodass man – sofern man keine Riesenpranken à la Hagrid besitzt – nicht am Nachbarregler hängenbleibt.

Kann Allen & Heath XONE:24 im Mix überzegen?

Das Fadertrio des XONE:24

Wer eher auf Upfader-Workflow steht, kann den Crossfader deaktivieren und nur mit den Channelfadern mischen. Für alle anderen ist der Crossfader marke Mini-Innofader dreifach schaltbar (linear, mix, cut) und somit auch für Turntablism-Anhänger tauglich, auch wenn der Cut-In bei etwa 1,5 mm liegt. Was jedoch fehlt, ist eine Richtungsumkehrung. 

LED Meter follows Cue

Zum gelungenen Mix mag auch das ausgeklügelte Metering beitragen, denn man bekommt durch die Signal-LED im Kanal über den Fadern zunächst einen groben Hinweis auf Übersteuerung (post gain, post eq, pre fader). Grün visualisiert ein anliegendes Signal, blau wird es zwischen 0 dB und +9 dB und ab +9 dB leuchtet es rot.

Auf dem zwölfschrittigen LED-Meter (-25 dB to +1 2dB) wird von Haus aus der Stereo-Summenmix angezeigt, es sei denn, DJ betätigt einen der Cue-Taster zum Vorhören, was in der Visualisierung des Pegels der Kanäle resultiert. Grün reicht hier bis 0 dB, dann folgt blau bis +12 dB und ab da wird es rot, wobei das Mischpult einen Headromm von +18 dB (!) an den Tag legt.

Solltet ihr den Split-Cue-Modus aktiviert haben, zeigt euch das linke LED-Meter den CUE-Signalpegel und das rechte LED-Meter den Mix-Bus-Pegel an. 

Das Verhalten der Vorhörtasten ist übrigens umschaltbar. So können sich die Cue-Buttons gegenseitig ausschließen oder auch aktiviert bleiben, realisierbar über das Power-On-Setup.

Was bietet der Mikrofon/Aux-Kanal des Allen & Heath XONE:24?

Über die Mikrofonsektion, die sich ihren Kanal mit dem AUX teilen muss, habe ich im Grunde ebenso nicht viel zu kritteln. Der Mike/Aux-Kanal kann vorgehört und (de)aktiviert werden, was große hintergrundbeleuchtete Tasten in unterschiedlichen Farben visualisieren. 

Je ein Hi-EQ (4,4 kHz) und Low-EQ (160 Hz) mit +/-12 dB widmen sich der Klangregelung, wobei auch hier eine Signal-LED gegen Übersteuern vorhanden ist. Das Mikrofonsignal landet transparent und sehr rauscharm auf dem Master, kann aber im Gegensatz zum Aux-In nicht gefiltert werden. Eine Talkover-Funktion ist leider nicht vorhanden.

Was bietet der Mikrofon/Aux-Kanal des Allen & Heath XONE:24?

Beim Vorgänger gab es übrigens auch einen eigenen Mikrofonkanal, zudem hatte man die Möglichkeit, Kanal 3 und 4 über eine dedizierte Gain-Regelung zusätzlich zuzuspielen, sprich zwei Signale auf einen Kanal zu senden. Aber wenn ihr mich fragt, gefällt mir die Lösung mit dem Phono-Line-Switch und einem eigenständigen dritten Aux/Mike-Kanal besser. Aber das ist sicher auch Geschmackssache.

Wie ist das analoge spannungsgesteuerte HPF/LPF-Filter am XONE:24 umgesetzt?

Kommen wir zu einem weiteren Sahnehäubchen des XONE:24 und das ist das analoge spannungsgesteuerte Filter mit seinem schaltbaren Hoch- und Tiefpassmodus, dessen Cut innerhalb von 20 Hz – 20 kHz liegt und von wild bis mild in der Resonanz abgestimmt werden kann, was einerseits zu eher subtilem Sound führt, andererseits bis hin zu einem eher krassen Effekt.

Zwei große, beleuchtete Schalter wählen den aktiven Filtertyp aus, wobei eine analoge Soft-Schaltung sicherstellt, dass der MIX-Ausgang nicht durch hörbare elektronische Artefakte beeinträchtigt wird, wenn Filter zugewiesen oder gewechselt werden. 

Nichtsdestotrotz muss man im Praxiseinsatz darauf achten, dass bei einer Umschaltung die aktiven Filtereinstellungen auf das jeweilig aktivierte Filter übertragen werden. Die Kanalzuweisungen werden beim Ausschalten deaktiviert, standardmäßig ist beim Einschalten der Hochpassfilter ausgewählt. Und so hört sich das Filter an.

Audio Samples
0:00
Hochpassfilter Xone 24 Tiefpassfilter Xone 24 EQs Xone 24

Master-FX-Insert für externe Effektgeräte

Last but not least offeriert der Mixer noch einen Master-FX-Insert, für den eine Brücke bei Nichtnutzung mitgeliefert wird. Hier könnt ihr eure Lieblings-Effektschleuder anschließen, zum Beispiel ein Kaosspad, ein Pioneer RMX oder EFX oder, oder, oder. 

Master-FX-Insert für externe Effektgeräte

Die Bedienung ist einfach: Grüne Taste betätigen und ab dafür. Beim Vorgänger wurde der FX-Loop noch über die Filter-Taste eingeschaltet – sprich, es waren dann beide aktiv. Nun ist eine klare Trennung erfolgt, dafür aber nur noch für das Summensignal. Mangels jedweder Regler für den Effektbus müsst ihr dann die Einstellungen am Effektgerät selbst vornehmen. Oftmals sind ja ein Input- und ein Output-Regler am Start. 

Mögliche Alternativen zum XONE:24 DJ-Mixer

Schaut man sich im Konkurrenzfeld um, findet sich so mancher 2-Kanal-Mixer, darunter auch einige günstige Mischpulte zwischen 100 und 200 Euro, die zum Teil mit Bluetooth und integrierten FX oder Kombifilter pro Kanal aufwarten. Aber den amtlichen XONE-Look & Feel & Sound gibt´s aktuell nicht günstiger, höchstens vielleicht auf dem Gebrauchtmarkt.


Allen & Heath XONE 24Omnitronic TRM-202FReloop RMX-10 BTReloop RMX 22iOmnitronic TRM-202FX
Kanäle32222
Mikrofonanschlussjajajajaja
Bluetoothneinjajaneinja
Klangregelung3-Band-EQ, Filter,2-Band-Mike-EQ2-Band-EQ, Filter, Mike-EQ3-Band-EQ3-Band-EQ, Filter, Tone-EQ (Mike)2-Band-EQ, Filter,Mike-EQ
EffekteSend/Returnneinnein4 Instant FX6 Effekte
BesonderheitenInnofader, XONE-FilterXLR-Out, austauschbarer Crossfaderaustauschbarer CrossfaderiPad-Verbindung möglich, Faderstart, Fadercurves (CH/CF)XLR-Out, austauschbarer Crossfader
Preis389,- Euro159,- Euro129,- Euro299,- Euro199,- Euro

Und dann wäre natürlich noch der der XONE:24 C mit integriertem Audiointerface bei einem Aufpreis von gut 80 Euro zu nennen. Für mich das etwas bessere Preis-Leistungs-Verhältnis. Kommen wir zum Fazit.

Fazit zum Allen & Heath XONE:24 Test

Mit dem analogen Allen & Heath XONE:24 bekommen DJs einen kompakten 2-Kanal-Mixer, der sich für Liebhaber analogen Vinyl-Sounds genau wie für mobile DJs, Bedroomer und auch für Scratch- und Turntablism-Anwendungen empfehlen kann. Mit genug Anschlussschnittstellen für Phono- und Line-Geräte plus Mikrofon/Aux-Kanal und Master-FX-Send/Return ausgestattet, bietet er flexible Setup-Optionen. Pro Kanal gibt es Gain, Dreiband-Kill-EQs und 45-mm-Fader.

Dazu gesellt sich das gut klingende, Allen&Heath-typische Hoch- und Tiefpassfilter mit regelbarer Frequenz und Resonanz. Der deaktivierbare Innofader-Crossfader ist gut zu handeln, allerdings nur dreifach schaltbar, statt stufenlos regelbar. 

Allen & Heath XONE:24 überzeugt weiterhin durch seinen warmen, offenen, sauberen Klang und potenten Kopfhörersound. Die robuste Verarbeitung, das Metering und die durchdachte Bedienlogik fahren weitere Pluspunkte ein. Anspruchsvolle DJs, die Klangbearbeitungsfunktionen und gute Soundqualität in einem kompakten Format suchen, könnten hier fündig werden.

Affiliate Links
Allen & Heath Xone 24
Allen & Heath Xone 24
Kundenbewertung:
(4)

Allen & Heath XONE:24 Features

  • 2-Kanal DJ Mixer
  • LED Level Anzeige
  • hintergrundbeleuchtete Gummi-Taster
  • VCF filter Hi-Pass/Lo-Pass, FREQuency Sweep, RESonance
  • FX loop (Send/Return)
  • 3-Band isolator EQ
  • Mini inno Crossfader
  • Crossfader on/off Schalter
  • 3-fach schaltbare Crossfader Kurve
  • Mikrofon-Eingang mit 2-Band Klangregelung
  • 2x Phono Cinch Eingänge
  • 2x Line Cinch Eingänge
  • Mic XLR-Klinke Kombi-Buchse Eingang
  • Aux Cinch Eingang
  • Master Insert Cinch Eingang
  • Stereo Master XLR Ausgang
  • Stereo Booth Cinch Ausgang
  • Stereo Record Cinch Ausgang
  • Stereo Master Send Cinch Ausgang
  • Abmessungen (B x H x T): 190 x 108 x 314 mm
  • Farbe: Schwarz
  • Preis: 398,- Euro

Allen & Heath – Website des Herstellers

Hot or Not
?
Allen & Heath XONE:24 C DJ-Mixer Test Review

Wie heiß findest Du dieses Produkt?

Kommentieren
Schreibe den ersten Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.
Bonedo YouTube
  • Sequential Fourm Sound Demo (no talking)
  • tc electronic 2290 P
  • Source Audio Encounter Ambient Delay / Reverb with Synths (no talking)