Vor ein paar Wochen wurde die MPC XL geleakt. Nun ist das neue MPC-Flaggschiff offiziell veröffentlicht worden und löst die MPC X ab.


Die neue Akai MPC XL
Kurz vor Weihnachten 2025 wurde die AKAI MPC XL geleakt. Dieses Gerücht hat sich bewahrheitet. Die MPC XL löst die MPC X ab, die sich seit 2017 auf dem Markt befindet. Ein Update war daher längst überfällig, denn in zehn Jahren hat sich viel auf dem Markt der Grooveboxen getan.
Viele Features der MPC XL wurden von der AKAI MPC Live 3 übernommen, die vor wenigen Monaten erschienen ist. Dazu zählen die verbesserten Pads, der Step-Sequencer und der Touch-Strip-Controller. Von der Akai Force stammen mit Sicherheit die 16 Displays, welche die Funktionen und Werte der zugehörigen Regler individuell anzeigen.

Die Akai MPC XL: MPC in Fett
Da es sich um das Spitzenprodukt der MPC-Familie handelt, finden sich an dieser MPC deutlich mehr Bedienelemente als bei den anderen Versionen. Akai gibt an, dass sich jede Funktion über einen eigenen Taster aufrufen lässt. Ob die MPC XL tatsächlich ohne Doppelbelegungen oder Shift-Taste auskommt, werden die Tests zeigen.
Es scheint sich also nicht viel verändert zu haben, wenn man von den inneren Werten absieht. Schauen wir daher genauer hin, was die MPC XL zu bieten hat.

Die technische Daten der MPC XL
Mit wirklich neuen Features kann die AKAI MPC XL im Vergleich zum aktuellsten Modell MPC Live 3 nicht überzeugen. Deswegen hat sich Akai auf die inneren Werte der MPC XL konzentriert, und diese können sich sehen lassen. In der MPC XL kommt ein Gen-2 8-Core-Prozessor zum Einsatz, der über die vierfache Rechenleistung im Vergleich mit anderen Modellen verfügt. Die MPC XL wurde mit 16 GB RAM und einer 256-GB-SSD ausgestattet und verfügt über einen Port, über den eine weitere Festplatte eingebaut werden kann. Laut Hersteller können so 32 Plug-in-Instrumente, 16 Audio-Tracks und bis zu 256 Stimmen berechnet werden.
Bedienelemete der Akai MPC XL
Selbstverständlich ist die Ausstattung an Bedienelementen im Vergleich mit anderen MPCs luxuriös. Auch sie profitiert von den Features der MPC Live 3. Dazu zählen der zuweisbare Touch-Strip-Controller sowie die neu gestalteten 16 berührungsempfindlichen 3D-RGB-Pads. Ein zentrales Merkmal der aktuellen MPC Live 3 sind zudem die 16 RGB-Step-Sequencer-Buttons, die das Programmieren von Patterns und das Live-Spiel erleichtern. Ergänzend stehen sechzehn Q-Link-Knobs zur Verfügung, mit denen sich wichtige Parameter direkt steuern lassen.

Positiv fällt außerdem auf, dass nahezu jede Funktion mit einem eigenen Button ausgestattet wurde, wodurch umständliche Doppelbelegungen von Tastern entfallen. Mehrere Level-Meter helfen dabei, unabhängig vom Display die Signale der MPC zu überwachen. Auffällig sind zudem die kleinen Displays, die bereits von der Akai Force bekannt sind und die aktuellen Funktionen der Regler anzeigen.
Die Bedienung der MPC XL erfolgt mithilfe von Reglern und Tastern in Kombination mit einem 10,1” HD-Touchscreen, der Gesten unterstützt.
Die Anschlüsse auf der Rückseite der Akai MPC XL
Auf der Rückseite befinden sich wie gewohnt die Anschlüsse. Die zwei XLR/Line-Eingänge wurden mit Mikrofonvorverstärkern und Phantompower ausgestattet, sodass sich ein Mikrofon an die MPC XL anschließen lässt. Daneben finden sich zwei gewöhnliche Line-Eingänge sowie ein Cinch-Anschluss, der den Anschluss von Plattenspielern oder anderen Geräten erlaubt.

An Ausgängen stehen acht Mono-Klinkenausgänge bereit, was insgesamt vier Stereo-Outputs ergibt. Freunde von Modular-Systemen werden sich darüber freuen, dass sich acht CV/Gate-Outputs an der MPC XL finden, was insgesamt 16 CV-Outputs ergibt. Über MIDI können Drum Machines und Synthesizer angesteuert werden, weshalb die MPC XL mit vier MIDI-DIN-Outputs und zwei MIDI-DIN-Inputs ausgerüstet wurde.
Über den USB-C-Anschluss verwandelt sich die MPC XL in ein 24-Kanal-Audio-Interface mit 32 MIDI-Inputs und – Outputs. Neben dem USB-C-Anschluss finden sich noch zwei USB-3-Anschlüsse. Abschließend befinden sich auf der Rückseite der Anschluss für das Netzteil sowie ein Ein-/Aus-Schalter.

Die Anschlüsse auf der Vorderseite der Akai MPC XL
Auch auf der Vorderseite finden sich Anschlüsse, die Produzenten und Musiker häufig nutzen werden. Dazu gehört ein SD-Kartenschacht, mit dem sich Files schnell und unkompliziert austauschen lassen. Daneben befindet sich ein USB-3-Anschluss, um sich schnell mit der Außenwelt zu verbinden, ohne lästiges Kabelgefummel in Kauf nehmen zu müssen. Ausserdem sind hier auch zwei Kopfhöreranschlüsse, zwei Fusspedal Anschlüsse. Die Eingänge 1/2 finden sich hier auch, allerdings nicht als Combo-Buchse, weswegen Phantomspeisung auf der Front entfällt.
Preis und Verfügbarkeit
De Akai MPC XL wird für 2899,00 Euro angboten.
Akai MPC XL:Features
- Gen 2 8-core processor mit 4x processing power gegenüber früheren MPCs
- 16GB RAM
- 256GB internal NVMe SSD storage
- SATA Expansion Bay
- Unterstützung für bis zu 32 Plug-ins gleichzeitig
- Bis zu 16 audio tracks
- Bis zu 256 Simultaneous Voices
- MPCe Pads mit 3D-sensing Technology (Four Quadrants pro Pad)
- 16 Q-Link Regler mit OLED displays
- Zuweisbare Performance Touch-Strip für Performance FX, Note Repeat und Channel Fader
- Step sequencer mit 16 RGB Function Buttons
- XL Channel Command mit OLED display und Encoder
- One-to-one Function Buttons für direkten Zugriff auf alle Funktionen
- 10.1” HD multi-gesture Touchscreen mit Neigefunktion
- 2 XLR/TRS combo inputs mit mic preamps und phantom power
- 2 Inputs für Gitarre und Bass
- Input für Turntable
- 8 Line Outputs
- USB-C mit 24 Channels Audio I/O
- USB-C mit 32 channels MIDI I/O
- 8 stereo 1/8” CV/Gate outputs = 16 CV outs
- 4 MIDI-DIN Outputs
- 2 MIDI-DIN inputs
Links
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