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AJH Synth Wave Swarm Test

Praxis

Eindruck

Vorweg: Das AJH Wave Swarm Modul klingt wirklich großartig und schafft es tatsächlich tolle Unison-Klänge zu erzeugen. Die verwendeten analogen Oszillatoren erwecken zu keiner Zeit das Gefühl, dass etwas emuliert würde. Die Geschwindigkeiten für die unterschiedlichen LFOs sind praxisgerecht gewählt. Ganz gleich, ob man hier nur einen, zwei der Oszillatoren einsetzt, alle 12 Oszillatoren gleichzeitig erklingen lässt, das Wave Swarm Modul klingt immer gut. Dabei unterstützen die gut gewählten LFO-Frequenzen mit denen die Oszillatoren bestückt sind.

Wellenformen

Schaut man sich die vom Wave Swarm erzeugten Wellenformen getrennt an, so sehen diese fast wie Rechteck-Wellenformen aus, die sich nach PWM-Manier langsam von den internen LFOs modulieren lassen. Es gibt keine Möglichkeit diese Wellenformen in irgendeiner Form zu verändern, sodass der reine Klang des Wave Swarms immer gleich ist. Hier wäre es schön gewesen eine Möglichkeit zu haben, mindestens alle Oszillatoren gleichzeitig in der Wellenform verändern zu können, so wie wir das von so manchen einzelnen VCO, wie z.B. dem Swarm Oscillator von Radikal Technologies kennen. Mischt man jedoch die einzelnen Oszillatoren der Eingangs-Wellenform hinzu, so fängt die originäre Wellenform an eine Art PWM-Verhalten aufzuweisen.
Das funktioniert tatsächlich mit allen Wellenformen außer Rechteck. Bei einer Rechteckwelle am Eingang, kommen am Ausgang sehr seltsame und unmusikalische Klänge heraus. Es scheint so, als ob sich die internen Rechteckwellen mit der eingehenden auslöschen. AJH Synth weist darauf hin, dass dieses Modul besonders gut mit Dreieck- und Sägezahn-Wellenformen funktioniert. Ich habe aber auch mit sehr komplexen und sich veränderten Wellenformen sehr schöne Ergebnisse erzielen können.

Das AJH Synth Wave Swarm Modul aus der Perspektive betrachtet. (Foto: Igor Sabara)
Das AJH Synth Wave Swarm Modul aus der Perspektive betrachtet. (Foto: Igor Sabara)
Audio Samples
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Wellenformen pur aus dem Wave Swarm.

Sonstiges

Es fällt auf, dass das  AJH Wave Swarm Modul keine CV-Eingänge bietet. Das Wave Swarm ist bis jetzt aber auch das erste Modul, bei dem ich keine CV-Eingänge vermisse, bzw. wo tatsächlich keine von Nöten sind. Durch die Einstellung der Lautstärken der einzelnen Oszillatoren erhält man auch bei kleinsten Veränderungen ziemlich unterschiedliche Ergebnisse. Da hier sowieso schon 12 LFOs verbaut sind, würde CV-Steuerung eher ungewolltes Chaos, als komplexe und anregende Klänge schaffen.
Des Weiteren kommt hinzu, dass das Modul zu zerren beginnt, wenn die Lautstärken der einzelnen Oszillatoren aufgezogen werden. So befindet man sich bei der Einstellung des Wave Swarms auch ständig zwischen dem Einstellen der einzelnen Lautstärken und dem Dry/Wet-Verhältnis der einzelnen Kanäle. Die verbaute Soft-Clip Schaltung zeigt sich in hoher Qualität, da die Zerrung bei diesem Modul wirklich gut klingt.

Das AJH Synth Wave Swarm Modul schräg von der Seite betrachtet. (Foto: Igor Sabara)
Das AJH Synth Wave Swarm Modul schräg von der Seite betrachtet. (Foto: Igor Sabara)
Audio Samples
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Monostimme mit 12 Oszillatoren aus einer einzelnen Sägezahn-Wellenform. Stereostimme mit einer Dreieck-Wellenform am Eingang. Stereostimme aus einer komplexen Waveshaper-Wellenform.

AJH Wave Swarm Sound Demo (No Talking)

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Profilbild von Martin Andersson

Martin Andersson sagt:

#1 - 01.10.2019 um 08:21 Uhr

Empfehlungen Icon 0

Hallo,
danke für den interessanten Bericht. Was ich nicht ganz verstanden habe: folgen die internen Oszillatoren der Frequenz des Eingangssignals? Und falls ja: ist dieses Tracking über viele Oktaven sauber? und was passiert, wenn ein polyphones Signal am Eingang anliegt?

    Profilbild von Igor Sabara

    Igor Sabara sagt:

    #1.1 - 02.10.2019 um 07:11 Uhr

    Empfehlungen Icon 0

    Hallo Martin,Freut mich, dass der Artikel Interesse geweckt hat. Ja, der Wave Swarm folgt dem Oszillator, welcher am Eingang anliegt. Das kannst du im Video hören, da drehe ich an der VCO Frequenz über viele Oktaven und der Wave Swarm folgt immer sehr präzise. Bei polyphonen Signalen kommt der Wave Swarm durcheinander. Da bekommt man keine brauchbaren Ergebnisse.

    Antwort auf #1 von Martin Andersson

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