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Ableton Push Test

Praxis

Push ist ja ein „Instrument“, akademische Betrachtungen und Durchdringungen der Theorie helfen einem also reichlich wenig, um herauszubekommen, ob dieses Gerät nun den eigenen Workflow beflügelt oder nicht. Dementsprechend habe ich mir ein paar grundlegende Teilschritte einer Trackproduktion herausgepickt, um zu zeigen, was davon am Gerät erledigt werden kann. Fangen wir mit dem Beat-Grundgerüst an.

Ohne Melodie kein Hit! Die unterschiedlichen Scales machen es selbst dem größten Tasten-Stümper schwer, falsche Töne zu spielen. Das Besondere sind die Dreiklänge, die mit einem einfachen „Finger-Dreieck“ gespielt werden können. Man braucht also fast nur noch einen Griff und wählt die Tonart dann anhand der „Tunings“, wie bei einem echten Instrument. Das ist nicht nur für Leute mit einem Klaviatur-Handicap wie mich von Vorteil, sondern sollte auch alten Hasen und Klavier-Virtuosen neue Spielmöglichkeiten eröffnen. 
Durch das große Display und die korrespondierenden Taster und Encoder kann man viele Plug-Ins und Racks unkompliziert und schnell bedienen, nur bei Plug-Ins mit vielen Parametern muss man doch öfters am Gerät „rumschalten“. Trotzdem, in Verbindung mit Ableton Live 9, denn Szenen und einer Pattern-orientierten Arbeitsweise kristallisiert sich hier eine in sich geschlossenen und moderne – also gleich effektive – Arbeitsweise heraus, die ausgesprochen konkurrenzlos ist. Was eine MPC für die 90er war, könnte ein Push also durchaus für die Generation MacBook werden. Schade ist zwar, dass Drittanbieter-PlugIns nicht direkt vom Gerät aus geladen werden können und man sie erst einmal in ein Rack packen muss, jedoch geht das recht fix und nach dieser kleinen Vorbereitung kann man PlugIns sogar dauerhaft – sprich Projekt-übergreifend – mit 8 selbst wählbaren Parametern je Bank fernsteuern. Und “Bänke” scheinen unlimitiert vorhanden! Das sollte fürs Erste mehr als reichen. Bedienen lassen sich viele VSTs aber auch ohne Vorbereitung.

In der Reihenfolge wie man Parameter über "Configure" hinzufügt, in dieser tauchen die Parameter auch an Push auf, mit 8 Parametern pro Bank. Und "Bänke" scheinen unbegrenzt verfügbar!
In der Reihenfolge wie man Parameter über “Configure” hinzufügt, in dieser tauchen die Parameter auch an Push auf, mit 8 Parametern pro Bank. Und “Bänke” scheinen unbegrenzt verfügbar!

Natürlich kann man mit etwas Vorbereitung auch im Club mit Push performen, allerdings sehe ich den Controller im Studio zur Ideenfindung eher besser aufgehoben. Allein die Tatsache, dass richtige Fader fehlen, dürfte ihn für Mash-Up-DJs nicht ganz so interessant machen, wie z.B. eine APC 40 bzw. 20. In Studiosessions habe ich persönlich deren Fader allerdings noch nie vermisst. Hierfür ergänzt sich ein Push zugegebenermaßen ganz gut mit einer Mackie Control oder mit einer SSL Nucles. Mit denen kann man dann auch etwas mehr Audio-Editierungen vornehmen, denn Audiomanipulationen sind von Push aus nicht vorgesehen. Nichtsdestotrotz mach Push jede Menge richtig und Alternativen gibt es sowieso keine, wenn man den Wert auf eine gute Interaktion aus Soft- und Hardware legt.

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Profilbild von Tom

Tom sagt:

#1 - 10.06.2013 um 19:08 Uhr

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Hi ich möchte mir das Video auf mein Galaxy Tab speichern um es im Bandraum ansehen zu können (dort gibt es kein internet, keinen Funk etc.)Wie geht das bitte? Oder hab Ihr es gegen Youtube-Downloader, Jdownloader und solche Tools gesichert? (Wenn: Warum?)DANKE!

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GuitarMoe80 sagt:

#2 - 10.06.2013 um 22:57 Uhr

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Ich finde es schade, dass der Kollege keine Ahnung von Musik hat. "H beziehungsweise B". "Skalen, die mir nichts sagen." "a-Moll gefällt mir natürlich besser" (dabei war er gerade in C-Dur, die Skala ist ja identisch - dazu wäre es gut ein paar Worte von einem Musiker zu hören.)Also das Video ist ansonsten sehr gut gemacht, die zweite, rein technizistische Hälfte ist auch ok, sogar der schreckliche Akzent beim Englisch (ÄTTT statt add, etc.) ist dann hinnehmbar. aber bei so einer großen Investition hätte man sehr gern von einem Musiker gehört, inwiefern es WIRKLICH einem instrument ebenbürtig sein kann oder eben auch nicht. Zurzeit ziehen alle aus unserer Band sich genau Euer Video hier rein, aber es bleibt doch viel Ratlosigkeit. Weiß jemand einen Link zu einem guten musikalisch orientierten Video?

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Felix Klostermann sagt:

#3 - 11.06.2013 um 04:20 Uhr

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Hi GuitarMoe80, danke für deinen Hinweis. Da ist mir in der Impro doch glatt musiktheoretischer Über-Unsinn unterlaufen. Du hast natürlicht Recht! Im Bezug auf mein Push-Video bringt der Wechsel von C-Dur zur Paralleltonart A-Moll allerdings doch etwas, und zwar weil "Fixed=N(o)" ist. Somit spielt das unterste, linke Pad nicht C1 sondern A1. Das Push-Pad wird also um neun Halbtöne - wie bei einem echten Instrument - "höher gestimmt" bzw. transponiert. "Skalen, die mir nichts sagen." sollte zum Ausdruck bringen, dass es echt ne Menge verschiedene Scales gibt, wohingegen "H vs. B" nur als kleines, informelles "ÄTTT-On" dienen sollte. :-) Hier ein Link für mehr Theorie: http://youtu.be/aEkHpMla8EI und hier noch einer für mehr Performance: http://youtu.be/hrFvXcIgH0A Beste Grüße, Felix.

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Felix Klostermann sagt:

#4 - 11.06.2013 um 17:39 Uhr

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Hi Tom, du kannst dir das Video auch auf youtube anschauen: http://youtu.be/M7roel-RdUU

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