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6 Rap-Scheiben, die in keiner Sammlung fehlen dürfen

Rap-Scheiben gibt es sehr viele und nicht jede muss man unbedingt gehört haben. Doch einige Platten haben eine derartige musikalische Qualität, dass man als DJ und Fan nicht an ihnen vorbei kommt. Hier sind 6 Plattentipps, die man unbedingt in seiner Sammlung haben sollte…

(Bild: Fotolia, Credits: Alexey Shkitenkov)
(Bild: Fotolia, Credits: Alexey Shkitenkov)

Afrika Bambaataa & Soul Sonic Force – Planet Rock – The Album
(1986/Tommy Boy Records)

Das Debüt Album des „Godfather of Hip Hop Culture“ und seiner Rap-Crew, der Soul Sonic Force, enthält unter anderem das stilbildende Lied „Planet Rock“ aus dem Jahr 1982 – einer der wichtigsten Songs der Rap Musik überhaupt. Ebenfalls mit von der „Party“ sind die Electrofunk-Kracher „Renegades of Funk“ „Looking for the Perfect Beat” sowie der Song „Frantic Situation“ aus dem Kinofilm „Beat Street“. Gehört in jede gut sortierte Rap-Sammlung! Zum YouTube-Clip.

Ultramagnetic MCs – Critical Beatdown
(1988/Next Plateau)

Die legendäre Rap-Crew aus der New Yorker Bronx überraschte die Szene auf ihrer Debüt-LP aus dem Jahre 1988 mit extrem innovativen und abstrakten Rap-Flows sowie harten und extrem groovenden Sample-Beats der Produzenten Ced Gee und Paul C. Für Lead-Rapper Kool Keith war dieses Album auch der Karriere-Start als Kult-Rapper, welcher diverse Male von international bekannten Interpreten wie The Prodigy und Tom Waits gefeatured wurde. Anspieltipp: Die Single „Traveling at the Speed of Thought“.

The D.O.C. – No One Can Do it Better
(1989/Ruthless Records)

Obwohl das Album des begnadeten MCs aus Houston, Texas nur wenige Monate nach dem „Straight outta Compton“ Longplayer von NWA auf dem gleichen Label „Ruthless Records“ erschien, war es dem Vorgänger musikalisch bereits um Lichtjahre voraus. Produzent Dr. Dre lässt auf dieser Scheibe geschickt gewählte Samples und Scratches mit den Sounds von Session-Musikern zu einem Meisterwerk verschmelzen. Und von der Stimme, den Lyrics und der „Delivery“ des Rappers auf dieser Platte, können noch Generationen von „Reimern“ lernen. Tragisch nur, dass The D.O.C. durch einen tragischen Autounfall (siehe Kinofilm „Straight outta Compton“) bereits wenige Monate nach dem Album-Release seine Stimme verlor und wahrscheinlich nie wieder derartige Songs aufnehmen kann. Ein Highlight: Die Single „The Formula“.

Fotostrecke: 3 Bilder Der Song „Planet Rock“ von Afrika Bambaataa & Soulsonic Force ist der Ursprung von musikalischen Stilen wie Electrofunk und Miami Bass.
Fotostrecke

Main Source – Breakin Atoms
(1991/Wild Pitch Records)

Das Debüt-Album der Band um den legendären Rapper und Produzenten Large Professor ist eine Scheibe, auf der es einfach keine „Filler” gibt. Jeder Song ist ein Hit. Die Sample-Kollagen der Beats klingen nach „Street“ und dennoch sehr musikalisch und ergeben, kombiniert mit den „Conscious Lyrics“ und gestochen scharfen Rap-Skills des „Large Professors“, ein Prachtexemplar. Ein weiterer Grund, warum diese Platte ein absolutes Muss ist, ist die Tatsache, dass  darauf das Reim-Debüt des heutigen Star-Rappers Nas zu hören ist. Er wurde auf dem Posse-Song „Live at the BBQ“ gefeatured. „Nasty Nas is a rebel to America!“

Run DMC – Run-DMC
(1984/Profile Records)

Auf dem selbst betitelten Album von 1984 sind die musikalischen Anfänge der Rap-Supergroup aus Hollis, Queens verewigt. Und die haben es in sich. So erschien der Song „Sucker MCs“ 1983 als B-Seite der Single „It`s like that“ und krempelte die Rap-Szene durch seine minimalistischen  Beats musikalisch komplett um. Aber auch weitere musikalische Revolutionen sind auf diesem Album zu hören. Denn „Rock Box“ gilt als eine der ersten Fusionen von Rock und Rap und ist somit der Vorläufer von Bands wie Rage against the Machine oder Limp Bizkit. Darum: This Revolution gehört in den Plattenschrank!

LSD – Watch out for the Third Rail
(1991/Rhythm Attack Produktions)

Diese Platte gilt als erstes Rap-Album der deutschen Hip-Hop-Szene und war beim Erscheinen im Frühjahr 1991 eine kleine Sensation. Vier Jugendlichen aus der Voreifel gelang mit diesem Longplayer etwas, an dem zuvor zahlreiche Rap-Crews gescheitert waren. Nämlich in Deutschland Hip-Hop-Musik auf internationalen Niveau zu produzieren. Die extrem komplexen Sample-Kollagen der Beats von Produzent Future Rock verlangten sogar Produzenten wie Hank Shocklee (Public Enemy, Ice Cube) ordentlich Respekt ab. Musikalische Gäste auf der Scheibe sind unter anderem der Saxofonist Maceo Parker sowie Funk-Übervater George Clinton. Im Jahr 2008 erschien Re-Release des Albums, auf dem auch der Titelsong ihrer ersten EP aus dem Jahr 1989 namens „Competent“ zu hören ist. Deutsche Hip-Hop-Geschichte deluxe!

Fotostrecke: 3 Bilder Auf „Breakin Atoms“ ist das musikalische Debüt des Rap Stars Nas zu hören!
Fotostrecke

Eure Meinung

Das war meine kleine Liste der „Must-haves“ des Rap-Genres. Habt ihr vielleicht andere Favoriten oder Plattentipps auf Lager? Die Kommentarfunktion steht euch offen.
Keep dog`n the wax!
DJ Rick Ski 

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von DJ Rick Ski

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