Fender widmet dem legendären Session-Bassisten Lee Sklar ein Signature-Modell, das seinem über Jahrzehnte modifizierten Precision Bass bis ins Detail nachempfunden ist. Der Fender Lee Sklar Precision Bass kommt unter anderem mit einem abgeschliffenen Hals samt Mandolinenbünden, einem künstlich gealterten Natural-Finish und einem Hipshot BT3 Bass Xtender.

Was ist der Fender Lee Sklar Signature Precision Bass?
Der Lee Sklar Precision Bass ist eine detailgetreue Reproduktion des stark modifizierten P-Basses, der Lee Sklar seit Jahrzehnten begleitet. James Taylor, Carole King, Phil Collins, Toto, Jackson Browne, Linda Ronstadt, Joe Cocker oder Rod Stewart: Die Liste der Künstler, auf deren Aufnahmen Sklar mit seinem unverwechselbaren Bassspiel zu hören ist, liest sich wie ein “Who is Who” der Popgeschichte.
Als Teil der Fender Stories Collection nimmt sich Fender nun des Instruments an, das hinter einem beträchtlichen Teil dieser Aufnahmen steckt. Dabei geht es nicht um irgendeinen Precision Bass von der Stange, sondern um ein Instrument, das Sklar über viele Jahre hinweg nach seinen persönlichen Vorstellungen umgebaut und verfeinert hat. Fender hat diese Modifikationen nun möglichst originalgetreu reproduziert.
„Ich habe diesen Bass auf ungefähr 2.000 Alben eingesetzt. Er ist mein bevorzugtes Instrument, wenn ich ins Studio gehe. Wenn ich einen Song höre, ist es das erste, woran ich denke“, sagt Lee Sklar. „Deshalb war dieses Projekt mit Fender und EMG für mich etwas ganz Besonderes. Wir haben viel Zeit, Detailarbeit und Sorgfalt in jeden Bereich dieses Basses gesteckt – von den Pickups und der Elektronik bis hin zum Spielgefühl und der Ansprache. Schließlich sollte er genau das einfangen, was ich an meinem Instrument liebe. Am Ende ist für mich aber das Spannendste, dass ein anderer Musiker diesen Bass in die Hand nehmen, ihn zu seinem eigenen machen und damit seine eigene Musik erschaffen kann.“

Wie begann die beeindruckende Karriere Lee Sklars?
Lee Sklar kam bereits im Alter von fünf Jahren mit Musik in Kontakt. Auslöser war ausgerechnet ein Fernsehauftritt von Liberace. (bürgerlich Wladziu Valentino Liberace, 1919–1987), einem legendären US-amerikanischen Pianisten und Entertainer. Dieser zählte zwischen den 1950er- und 1970er-Jahren zu den bestbezahlten Showstars der Welt und galt als Paradebeispiel für extravagantes Entertainment.
Der junge Lee Sklar entwickelte sich zunächst zu einem talentierten Pianisten und wurde im Alter von 17 Jahren sogar von der „Hollywood Bowl Association“ ausgezeichnet. Als Teenager sollte seine musikalische Liebe allerdings die Richtung wechseln: Der Bass hatte es ihm angetan! Sein Vater schenkte ihm seinen ersten E-Bass samt Verstärker und legte damit den Grundstein für eine Karriere, die einer der beeindruckendsten im weltweiten Session-Geschäft werden sollte.
In den 1960er-Jahren tauchte Sklar tief in die florierende Rock- und Folk-Szene Südkaliforniens ein und spielte in zahlreichen Bands. Eine zufällige Begegnung mit James Taylor im Jahr 1969 erwies sich schließlich als Startschuss seiner umfassenden Freelance-Karriere.
Seither umfasst Lees Diskografie unterschiedlichste Genres und musikalische Welten. Kaum ein Instrument verkörpert diese stilistische Vielseitigkeit so deutlich wie sein modifizierter Fender Precision Bass. Auf rund 85 Prozent seiner aufgenommenen Arbeiten soll das Instrument zum Einsatz gekommen sein. Entsprechend eng ist der Bass mit Sklars Sound verbunden.
Welche Features besitzt der Fender Lee Sklar Signature Precision Bass?
Zu den Features gehören nicht nur der weitgehend vom ursprünglichen Finish befreite Look und der umfassend veränderte Hals, sondern auch die speziell angepasste Elektronik und Hardware. Das Ergebnis ist ein Precision Bass mit reichlich Patina und einer ungewöhnlichen Ausstattung – also ziemlich genau das Gegenteil eines Instruments, das frisch aus dem Karton nach „bitte nicht anfassen“ aussieht.
Zur weiteren Ausstattung gehören:
- Zwei aktive EMG Lee Sklar P-Pickups: Die speziell entwickelten Signature-Pickups sollen für hohe Klarheit, kräftigen Output und den artikuliert-vollmundigen Ton sorgen, der für Sklars Sound charakteristisch ist.
- Modifizierter 1962 Jazz Bass Hals mit Mandolinenbünden: Der schlanke Hals im „C“-Profil eines 1962er Jazz Bass wird mit Mandolinenbünden kombiniert. Damit orientiert sich das Modell an Sklars ungewöhnlich schnellem und flüssigem Spielgefühl.
- Hipshot BT3 Bass Xtender und Badass II Bridge: Die professionelle Hardware ermöglicht schnelle Änderungen der Saitenstimmung und soll gleichzeitig für verbessertes Sustain und eine stabile Intonation sorgen. Der Bass Xtender dürfte insbesondere denjenigen bekannt vorkommen, die live oder im Studio gerne mit einem Handgriff aus dem E ein D machen.
- Satin Heirloom Nitrolack: Der Erlenkorpus erhält ein Satin-Heirloom-Finish aus Nitrozelluloselack, welches dem Holz viel „Raum“ zum Schwingen überlassen soll.
Wann der Lee Sklar Precision Bass in Europa erhältlich sein wird, ist derzeit noch nicht bekannt. Der empfohlene VK wird mit 3.799,- Euro angegeben.
Weitere Infos gibt es hier: www.fender.de

