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SPL Phonos Duo Black Test

Im folgenden Artikel schenken wir dem Spitzenmodell von SPL, dem Phonos Duo, unsere Aufmerksamkeit. Die Firma präsentiert ein Upgrade ihres Preamps Phonos, der vor einigen Jahren bei Erscheinen schon für ordentlich Wirbel gesorgt hatte. Wie der Name bereits verrät, bietet der „Duo“ nicht einen, sondern zwei Stereoeingänge und verspricht mit seiner umfassenden Ausstattung nicht weniger als die optimale Adaption an jedwedes Audio-Setup. Ob das SPL gelungen ist und ob die gut 1000 EUR „Duo“-Aufschlag gerechtfertigt sind und für wen der „Duo“ sinnvollist, klären wir im folgenden Testbericht.

SPL Phonos Duo Black Test
Unser Fazit:
5 / 5
Pro
  • nsprechendes Produktdesign
  • großartige Ausstattung
  • sehr gute Verarbeitung
  • sehr konturierter Sound
  • unangestrengt detailreich
  • sehr gute Separation der Instrumente
  • breite Bühne mit toller Tiefenstaffelung
  • in Anbetracht der Konkurrenz: gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Entwicklung & Fertigung in Deutschland
Contra
  • keins

SPL Phonos Duo – das Wichtigste in Kürze

  • Was ist der SPL Phonos Duo? Ein professioneller Phono Preamp für MM- und MC-Tonabnehmer
  • Für welche Zielgruppe ist er geeignet? Für professionelle User und für Fans von noch erschwinglichen High End
  • Was verspricht der SPL Phonos Duo? Umfangreiche Anpassungsmöglichkeiten des Phono-Signals an jedwedes Setup. Das Resultat sei ein unvergleichlich guter Sound.
  • Was sagt der Test? Der Phonos Duo wird den Ansprüchen von professionellen Usern und High End Freaks gleichermaßen gerecht. Klanglich überzeugt der Preamp in allen Genres. Egal ob MM- oder MC-Tonabnehmer – die umfassende und flexible Ausstattung führen zielsicher zu einem entspannten Hörerlebnis bei komfortablen Operating. 
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SPL Phonos Duo Black
SPL Phonos Duo Black Bisher keine Kundenbewertung verfügbar
SPL Pro-Fi Phonos black
SPL Pro-Fi Phonos black
Kundenbewertung:
(3)

Das Design von SPL

Das Testobjekt wurde uns seitens SPL in Schwarz bereitgestellt. Neben der Black-Variante sorgen noch Modelle in Rot und Silber für größere Farbdiversität in der Angebotspalette des Herstellers.

Hinsichtlich des Lieferumfangs gibt es allerdings nicht so viel zu berichten, außer Preamp und Kaltgerätekabel bringt die Transportkartonage nichts Weiteres hervor. 

Das Chassis ist eines von der Sorte „Full Metall Jacket“ und die Oberseite durchziehen 36x Lochreihen a 2×4 Stanzlöcher zwecks thermischer Wärmeentlüftung. Das Housing vom Phonos Duo ist mit 300 mm tiefer als breit (278 mm) und 57 mm hoch. 

Das Gerät steht durch sein Eigengewicht von 3,2 kg sicher und rutschfest auf vier Gerätefüßen. Alle vier Ecken des Front- und Backpanels sind jeweils verrundet und schließen das Gehäuse elegant an den Flanken ab.

SPL Phonos oder SPL Phonos Duo?

Allen interessierten Besitzern eines Phonos sei an dieser Stelle Entwarnung gegeben und erklärt, dass der Phonos Duo keine MK2-Version des Phonos ist, sondern ein eigenständiges Modell mit einer erweiterten Zielgruppe. 

Der Phonos wird weiterhin seitens SPL (parallel zum Phonos Duo) angeboten und richtet sich an eher budgetorientierte Puristen mit High End Anspruch, die vorwiegend MM-Systeme nutzen und nur über einen Plattenspieler ohne symmetrische Ausgänge verfügen. 

Unser Testproband, sein großer Bruder Phonos Duo, frohlockt mit zwei parallel betriebenen Stereoausgängen in Form von je zwei XLR- und zwei RCA-Buchsen. Darüber hinaus bietet der große Phonos zwei separate Eingangssektionen, die eine konsequent symmetrisch ausgeführt via XLR, die zweite unsymmetrisch über Cinch und spricht somit sowohl professionelle Studioleute als auch Vinyl-Freaks an, die über zwei Player verfügen und/oder einen Dreher mit XLR-Ausgängen ihr Eigen nennen. 

Die wesentlichen Unterschiede sind folgende, woraus sich die möglichen Einsatzszenarien ergeben:

MerkmalPhonos Phonos Duo
Eingangssektionunsymmetrisch via Cinchsymmetrisch via XLR &  unsymmetrisch via Cinch
Ausgangssektionunsymmetrisch via Cinchsymmetrisch via XLR &  unsymmetrisch via Cinch
BedienelementeGain, RumbleWie Phonos und zudem Schalter für Input, Mute & Mono
Einstell-Optionen4 MM-Kapazitäten & 6 MC-Impedanzen6 MM-Kapazitäten & 6 MC-Impedanzen
Einsatz-SzenarioEin klassischer High End Preamp für den Betrieb mit einem Plattenspieler mit unsymmetrischen Ausgängen. Es werden vorwiegend MM-Tonabnehmer genutzt.Ein High End Preamp für zwei (!) Plattenspieler, einer der Player verfügt über symmetrische Ausgänge, es werden MC- und MM-Tonabnehmer genutzt. 

Das Backpanel beheimatet eine ordentliche zudem vergoldete Feststellschraube für die Herstellung des Massenbezugs sowie den direkt benachbarten Ground Lift in Form eines einrastenden Druckschalters. 

Ein Blick ins Innere durch Abnahme des Gerätedeckels offenbart die Tatsache, dass das Chassis nicht kleiner hätte ausfallen dürfen. Der Preamp wirkt nahezu vollgestopft, wenn auch mit durchaus logischem Layout. Zudem integriert SPL ein hochwertiges Netzteil mit geschirmtem Ringkerntrafo, der so positioniert ist, dass er ausreichend räumlichen Abstand zu den Nutzsignalen wahrt.

Alle Bedienelemente auf dem Frontpanel

Im Gegensatz zu vielen seiner Konkurrenten bringt Phonos Duo reichlich Features mit, die allesamt ausschließlich vom Frontpanel aus bedienbar sind, vom Ground Lift mal abgesehen. 

Echter Bedienkomfort manifestiert sich in den beiden wuchtigen Drehschaltern zur Linken. Der „Links außen“ stellt die 6 MM-Kapazitäten zur Auswahl und sein rechter Nachbar macht die 6 MC-Impedanzen verfügbar. Beim genauen Einstellen der eben genannten Parameter ist ein A/B-Vergleich kinderleicht zu realisieren. 

Während des Betriebs kann größtenteils knackfrei zwischen den Stufen hin und her geschaltet werden. Kein Mäuseklavier auf der Geräterückseite und auch keine im Geräteboden eingelassenen 16-stufigen Schlitzschalter oder ähnlich schlecht zu erreichenden Shit. Chapeau!

Zwischen den Reglern

Zwischen den das Design dominierenden Reglern hat der MM/MC-Wahlschalter Platz gefunden. Bei MM-Betrieb stellen die drei Gain-Stufen 30/40 & 50 dB Gain bereit und bei MCs sind es 50/60 & 70 dB. 

Welcher der beiden Eingänge (XLR oder Cinch) genutzt wird, entscheidet der Input Switch. Der benachbarte Stufenschalter (de)aktiviert das Subsonic-Filter, bei dem es sich um ein Highpassfilter zweiter Ordnung bei 15 Hz handelt. Ein sehr effektives Mittel, um Rumpelgeräusche entscheidend zu vermindern. 

Der Monoschalter, die Mute-Funktion und der Standby-Schalter komplettieren den Ausstattungsreigen. Ein Mono Switch kann bei einer möglichen Fehlersuche höchst zweckdienlich sein und auch die Mute-Funktion ist durchaus sinnvoll, wenn der Tonabnehmer mal gewechselt werden muss o. ä. 

Das sind allesamt schon sehr nützliche Features, die man brauchen kann, aber nicht unbedingt immer braucht. Besser man hat sie, als dass man sie vermisst!

Soll SPLs Phonos Duo über Nacht ganz aus sein, ermöglicht das ein rückseitiger Netzschalter. 

Welche Technik verwendet SPL beim Phonos Duo?

Beim Phonos Duo kommen RIAA-Filter im Douglas-Self-Design zum Tragen. SPL verwendet in beiden Phonos-Preamps seine viel gelobte 120 V VOLTAiR-Technik. Die Firma hat eigens hierfür OPAmps entwickelt, die nicht mit +/-15 V Betriebsspannung, sondern mit +/-60 V arbeiten, was in Summe in einem größeren Headroom mündet sowie zu einer weitaus überzeugenderen Feindynamik führt. Man empfindet ein grundentspanntes Hörerlebnis, weil keines der intern verwendeten Bauteile am Rand seines Wertebereichs werkelt.  

Den Übertragungsbereich gibt der deutsche Hersteller mit 10 Hz bis 100 kHz bei maximal -3dB Abweichung an. Eine echte Kampfansage an die Konkurrenz.

Welche Kapazitäts- und Impedanzstufen offeriert der Phonos Duo?

Während der kleine Bruder Phonos noch mit 4 Kapazitätsstufen für MM-Tonabnehmer (100pF, 150pF, 220pF & 330pF) auskommen musste, bekommt Big Brother Phonos Duo die Stufen 12pF & 47pF zu den vieren von Phonos dazu. 

Was die 6 auswählbaren Impedanz-Stufen anbetrifft, kommt Phonos Duo im Vergleich zum kleinen Bruder Phonos (100 Ω, 220 Ω, 470 Ω, 2,2 kΩ, 4,7 kΩ, 10 kΩ) mit weitaus praxistauglicheren weil zeitgemäßen Werten daher: (20 Ω, 50 Ω, 100 Ω, 220 Ω, 500 Ω und 1 kΩ).

Die maximale Leistungsaufnahme des Phonos Duo gibt SPL mit 30 W an, die Stromaufnahme im Standby-Betrieb ist laut Herstellerangabe kleiner als 300 mW. Soweit, so gut …

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SPL Phonos Duo im Praxischeck

Welche Geräte wurden für das Test-Setup verwendet?

Als Vergleich für unseren Hörtest verwende ich meinen Lieblings-Preamp von albs, den RAM-4, mein weithin unbekannter Gefährte mit großem klanglichem Anspruch von HiFi-Freaks gemacht für budgetorientierte Audio-Puristen. (Neupreis etwa 350 EUR, nur MM!). Es ist eben das Beste, was ich mein Eigen nenne.

Für den Test des Phonos Duo hat uns der dänische Hersteller Ortofon ein Testexemplar des MC X30 (Test hier) bereitgestellt, wofür ich mich an dieser Stelle nochmal herzlichst bedanken möchte! Ich war zuvor noch nie Besitzer eines MC-Tonabnehmers, das erschien mir in der Vergangenheit doch meist zu kostspielig im Vergleich zum klanglichen Benefit. Diesen Vergleich beurteile ich heute allerdings ganz anders.

Ebenfalls beim Test mit dabei…

… das 2M Bronze von Ortofon, das sich in klanglicher Hinsicht stets als würdiger Vertreter der MM-System-Sippe repräsentiert hat und genau das heute auch tun soll.

Die Hörproben sind in drei Tonabnehmer/Preamp-Kombinationen verfügbar. Zunächst durchläuft Ortofons 2M Bronze die Aufzeichnung in Kombination mit dem RAM-4 von albs. Anschließend verwendete ich das 2M Bronze zusammen mit dem Phonos Duo von SPL. 

Zu Guter Letzt habe ich die Aufzeichnungen mit dem MC X30 und unserem Testprobanden durchgeführt. Danach habe ich zwei Wochen nur noch mit dem Phonos Duo und Ortofons MC X30 Musik gehört. Alles andere machte danach keinen Sinn mehr …

Ein prominenter Recording-Profi aus dem Hause Tascam in Gestalt des DR701 zeigt sich verantwortlich für die digitale Aufzeichnung. Alle gleich folgenden Hörproben sind vom DR701 mit 96 kHz und 24 Bit erfolgt und vor dem Speichern ins Endformat auf -1 dB FS nach Peak-Methode normalisiert.

Es geht beim kommenden Hörvergleich einzig darum, den klanglichen Mehrwert von SPLs Phonos Duo bei MM-Tonabnehmern im Vergleich zu einem sehr guten HiFi-Spitzengerät herauszuarbeiten und zudem den Mehrwert der Investition in MC-Systeme aufzuzeigen, womit wir dann auch zu den wahren Stärken des Phonos Duo gelangen. 

Allein das ist schon krass genug, wenn es auch bessere Anschaubeispiele gäbe, nämlich eine Heerschar an Referenzplatten, die wir aber aus lizenzechtlichen Gründen hier nicht abbilden dürfen, was ich sehr schade finde, aber leider auch nicht ändern kann.

Wie klingt SPLs Phonos Duo?

Mit Recht darf man angesichts des Ladenpreises von Phonos Duo einen außergewöhnlich guten Klang erwarten und so viel vorab: Die Erwartungen meinerseits wurden an vielen Stellen noch übertroffen. Was die Bereitschaft zur unverzerrten Darstellung des Hochtonspektrums angeht, darf man so ziemlich alles von ihm erwarten. 

Größtmögliche Transparenz und eine unfassbar akkurate Wiedergabe der Transienten, ohne dabei je zu nerven. Und dennoch hält SPL Phonos Duo nervigste S-Laute absolut unter Kontrolle. Als tolles Beispiel hierfür kann die Maxi „Polizisten“ von Extrabreit herhalten. Überhaupt wirkt die Darstellung von Stimmen sehr authentisch und niemals drüber. 

Die feine Auflösung reicht bis hinunter in den Bereich der Mitten, so dass feinste Rockscheiben wie die „Brothers in arms“ von den Dire Straits bei Stücken wie „The man’s too strong“ oder „Ride across the river“ nochmals neue Hörerfahrungen werden können. Teils des Wahnsinns, welche Texturen und Modulationen durch die Auflösung in den Mitten hörbar gemacht werden. Sehr empfehlenswert hierfür auch die „Tour de France“ von Kraftwerk. Aber anschnallen vorher!

Hinsichtlich der tiefen Mitten höre ich auch gerne mal von Rage against the machine „Killing in the name of“ oder „Bullet in your head“. Absolut irre klingen die Texturen der tiefen E-Gitarren mit dem Phonos Duo von SPL. Die Gitarren schmatzen mit ordentlich Grunge, während die phatte und dabei druckvolle Bassdrum uns einen galanten Tritt in die Magengrube verpasst. Sehr eindrucksvoll.

Die Basswiedergabe ist stets kontrolliert und sehr druckvoll. Diverse Technoplatten von Trentemøller mussten hierfür herhalten. Auch funkige E-Bässe kann Phonos Duo toll herausarbeiten, mancher handgespielter Kontrabass knurrt derart authentisch daher, dass man hier mit Augen zu den Body des Instruments fast spüren kann, so wie bei der „Phantasie Stage“ von den Blood, Sweat & Tears. 

Audio Samples
0:00
Hörbeispiel 1 – Ortofon 2M Bronze & albs RAM-4 Hörbeispiel 1 – Ortofon 2M Bronze & SPL Phonos Duo Hörbeispiel 1 – Ortofon MC X30 & SPL Phonos Duo Hörbeispiel 2 – Ortofon 2M Bronze & albs RAM-4 Hörbeispiel 2 – Ortofon 2M Bronze & SPL Phonos Duo Hörbeispiel 2 – Ortofon MC X30 & SPL Phonos Duo Hörbeispiel 3 – Ortofon 2M Bronze & albs RAM-4 Hörbeispiel 3 – Ortofon 2M Bronze & SPL Phonos Duo Hörbeispiel 3 – Ortofon MC X30 & SPL Phonos Duo

SPL Phonos Duo – mögliche Alternativen

Ich hatte einige Internetrecherchen angestellt und auch mein (schwaches, manchmal auch fehlgeleitetes) Gedächtnis bemüht, hier ECHTE Alternativen zu nennen, aber geführt hat es zu wenig brauchbaren Resultaten. In meiner Erinnerung tauchten entweder Preamps unter 1500 EUR oder auf wie der PPA V600 von Violectric (Test hier) oder eher betagte „High End Brocken“ auf, die mal mindestens den Invest auf das 1,5- oder 2-Fache ansteigen lassen, auch sehr gut klingen, aber mit der Ausstattung des SPL Phonos Duo nicht annähernd mithalten können. Die Vergleiche hinken allesamt. 

Bei aktuellen Recherchen fiel mir allerdings ein Neuling auf, der Anfang des Jahres den deutschen Markt geentert hat und zwar der MC 1600 von Thorens aus Bergisch Gladbach. Dieser ist für gut 2.200 EUR erhältlich und hat in meinen Augen aufgrund seines Konzepts das Zeug dazu, dem Phonos Duo klanglich die Stirn zu bieten. 

Hinsichtlich seiner Sound-Features und auch anhand der Audiowerte, die im Datenblatt der deutschen Firma genannt werden (Herstellerlink auf thorens.com), kann er nicht nur mithalten, sondern auch hier und da noch eins draufsetzen. Komfortabel geht aber anders. Sämtliche Einstellungen sind über diverse (!) Mäuseklaviere auf der Geräte-Unterseite einstellbar. 

Und: Der MC 1600 verfügt zwar über den exakt gleichen Anschlussreigen, die Eingänge sind aber nicht durch einen Schalter anwählbar, was bedeutet, dass man entweder den XLR ODER den Cinch nutzt. Ein simultaner Anschluss von zwei Drehern ist bei Thorens MC 1600 so nicht möglich, woraus in der Summe womöglich auch die Preisdifferenz von gut 700 EUR resultiert. Aber ein Blick könnte sich lohnen.

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Fazit zum SPL Phonos DuoTest

SPL bietet mit dem Phonos Duo einen höchst ansprechenden und sehr solide verarbeiteten High End Preamp für MM- und MC-Systeme samt professioneller Ausstattung und großem Bedienkomfort an. Die zahlreichen essenziellen Klang-Optionen von SPLs Phono-Primus lassen sich höchst effizient nutzen und sind extrem behilflich bei der Adaption des Phonosignals an das vorliegende Setup, was stets zielsicher in einem mordsentspannten und dabei sehr konkreten Hörerlebnis resultiert.

Klanglich finde ich SPL Phonos Duo umwerfend, stets unangestrengt detailreich und in allen Genres zuhause. Die in jedwede Richtung hin offen wirkende Klangbühne in Kombination mit dem messerscharfen  Sound sorgt für eine fantastische Separation der Instrumente und zudem für eine unwiderstehlich konkrete Ortung dieser im Raum. SPL setzt mit dem Phonos Duo die Messlatte hinsichtlich der gebotenen Ausstattung und des Sound-Potentials unterhalb der 3K-Preismauer gehörig nach oben. 

In Anbetracht des klanglich Gebotenen sowie der üppigen Ausstattung im Vergleich zur Konkurrenz kann ich kaum anders, als 5 von 5 Bonedo-Sternen zu vergeben und attestiere Phonos Duo trotz der wahrlich hohen Anschaffungshürde von gut 2.900 Euro dennoch ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Unglaublich, oder?

SPL Phonos Duo Spezifikationen

  • RIAA-Entzerrungsfilter im Douglas-Self-Design
  • SPL VOLTAiR Technik:  +/- 60V Betriebsspannung für Audio-Elektronik
  • geeignet für MM- und MC-Tonabnehmer
  • Übertragungsbereich (-3 dB):  10 Hz – 100 kHz
  • Eingangsimpedanz (MM):  47 kΩ
  • Eingangsimpedanz (MC):  schaltbar von 20 Ω und 1 kΩ
  • Vorverstärkung bis 50 dB für MM-Systeme
  • Vorverstärkung bis 70 dB für MC-Systeme
  • Rauschen (A-bewertet, 50 dB Verstärkung): -82dBu
  • Rauschen (A-bewertet, 70 dB Verstärkung): -62dBu
  • Dynamikumfang (bei 50 dB Verstärkung): 132 dB
  • Dynamikumfang (bei 70 dB Verstärkung): 129 dB
  • 6 Kapazitäten für MM: 12 pF, 47 pF, 100 pF, 150 pF, 220 pF und 330 pF
  • 6 Impedanzen für MC: 20 Ω, 50 Ω, 100 Ω, 220 Ω, 500 Ω und 1 kΩ
  • XLR- und Cinch-Anschlüsse für Ein- und Ausgänge
  • 2 Stereo-Inputs schaltbar per Fronttaster (balanced/unbalanced)
  • 3 Gain-Stufen
  • gleichzeitige Ausgabe auf beiden Stereoausgängen (balanced/unbalanced)
  • schaltbarer Mono-Betrieb
  • vergoldete RCA-Buchsen
  • vergoldeter Masseanschluss samt GND-Lift 
  • vorderseitig schaltbarer Rumble-Filter: HP-Filter 2. Ordnung bei 15 Hz
  • vorderseitig schaltbare Mute-Funktion
  • maximale Leistungsaufnahme: = 30 W
  • Stromaufnahme im Standby: < 300 mW 
  • Abmessungen (B x H x T): 278 x 57 x 300 mm
  • Gewicht: 3,2 kg
  • Preis (UVP): 2.999 EUR

SPL – Produktseite des Herstellers

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