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Test: Cort Space G6TR & Cort Space G6MS – Moderne Headless-Gitarren mit Multiscale oder Tremolo

Mit der Cort Space G6TR und der Cort Space G6MS erweitert die südkoreanische Gitarrenmarke Cort Guitars ihr Portfolio um zwei Headless-E-Gitarren. Beide setzen auf ein modernes Design mit Okoumé-Korpus, geröstetem Ahorngriffbrett und 24 Edelstahlbünden. Während die G6TR mit HSS-Bestückung und Tremolosystem ausgestattet ist, bietet die G6MS zwei Humbucker sowie ein Multiscale-Design. Trotz ihrer kompakten Gesamtlänge von rund 78 cm bieten beide Instrumente ein vertrautes Handling und Spielgefühl.

Test: Cort Space G6TR & Cort Space G6MS
Unser Fazit:
4,5 / 5
Pro
  • vielseitige Sounds, nicht nur für Rock und Metal
  • moderne Hardware
  • tadelloses und komfortables Spielgefühl
  • kompakte Größe, angenehmes Gewicht
Contra
  • Pickup-Zwischenstellungen teilweise nicht überzeugend
  • Stimmvorgang bei der G6TR fummelig

Cort Space G6TR & Space G6MS – Das Wichtigste in Kürze

  • Was steckt hinter der Cort Space G6TR und der Cort Space G6MS? Die Cort Space G6TR und die Space G6MS präsentieren sich als Headless-E-Gitarren im Double-Cut-Design mit Okoumé-Korpus. Die G6TR kommt mit einer HSS-Bestückung sowie einem Tremolosystem, die G6MS mit Hardtail, zwei Humbuckern und einer Multiscale-Mensur.
  • Braucht man für diese Cort Headless-Gitarren spezielle Saiten? Beide Modelle lassen sich mit herkömmlichen Ball-End-Saiten bespannen. Das Saitenende wird über eine Inbusschraube am Headstock fixiert, während die Stimmung über die Tuner am Korpusende erfolgt.
  • Welche Features bieten die beiden Headless-Gitarren außerdem? Der Hals setzt auf ein ergonomisches V-Profil und einen Compound-Radius von 12″ bis 15,75″. 24 Tall-Medium-Jumbo-Bünde aus Edelstahl, ein Griffbrett aus geröstetem Ahorn sowie fluoreszierende Bundmarkierungen unterstreichen den modernen Ansatz des Designs.
  • Welche Eigenschaften sind bei den Cort VT-Pickups erwähnenswert? Die Cort Space G6TR und Space G6MS sind mit den hauseigenen VT-Pickups von Cort Guitars ausgestattet. Die G6TR bietet dank HSS-Bestückung fünf Pickup-Positionen, und auch die G6MS kommt trotz HH-Konfiguration durch die Coil-Splitting-Option auf insgesamt fünf Schaltstellungen.
  • Was sagt der Test? Die Cort Space G6TR und die G6MS überzeugen mit geringem Gewicht, tollem Spielgefühl und vielseitigen Sounds. Kleine Abzüge gibt es bei manchen Zwischenpositionen der Pickups sowie bei der G6TR für den etwas fummeligen Stimmvorgang.

Diese Features bieten die Cort Space G6TR und die Space G6MS

Die Space G6TR und Space G6MS von Cort Guitars setzen auf einen Okoumé-Korpus und bringen schlanke 2,4 bzw. 2,1 kg auf die Waage. Während die G6TR zusätzlich mit einer Decke aus Riegelahornfurnier ausgestattet ist und im Semi Gloss Lava-Finish erscheint, zeigt sich die G6MS in Semi Gloss Türkis. 

Der Hals besteht aus fünfstreifig verleimtem, geröstetem Ahorn und Walnuss, kombiniert mit einem Griffbrett aus geröstetem Ahorn. Ein sportliches Ergo-V-Halsprofil, der Compound-Radius sowie 24 hohe Medium-Jumbo-Bünde aus Edelstahl sorgen für ein modernes Spielgefühl. Der leicht verjüngte Hals-Korpus-Übergang erleichtert den Zugang zu den hohen Lagen.

Kompaktes Packmaß: die Space G6MS inklusive Gigbag.
Kompaktes Packmaß: die Space G6MS inklusive Gigbag.

Multiscale oder klassisch? Cort bietet zwei Mensurkonzepte zur Auswahl

Bei der Mensur unterscheiden sich die beiden Gitarren: Die Space G6TR setzt auf klassische 648 mm (25,5″), während die Multiscale-Mensur der G6MS mit ihren gefächerten Bünden von 635 bis 648 mm (25 bis 25,5″) reicht. Trotz des Headless-Designs wirken beide Instrumente sowohl im Sitzen als auch im Stehen sehr ausgewogen und vermitteln schnell ein vertrautes Spielgefühl. 

Hardwareseitig kommen Cort-eigene Lösungen zum Einsatz: Die G6TR verfügt über ein Cort-Headless-Tremolosystem, während die G6MS mit einer speziell designten Hardtail-Bridge ausgestattet ist. Die verbauten Tuner machen einen wertigen Eindruck und überzeugen zudem mit sehr guter Stimmstabilität. Lediglich der Stimmvorgang bei der G6TR gestaltet sich etwas fummelig, da sich die Tuner kaum drehen lassen, ohne das Tremolosystem ebenfalls zu bewegen. Besonders in einer Live-Situation kann das umständlich sein und den Stimmprozess in die Länge ziehen.

Die G6TR verfügt über ein Cort-Headless-Tremolosystem.
Die G6TR verfügt über ein Cort-Headless-Tremolosystem.

Wie schlagen sich die Cort Space G6TR und die Space G6MS bei Verarbeitung und Setup?

Die Cort Space G6TR und die Space G6MS positionieren sich mit aktuellen Straßenpreisen von 699 Euro bzw. 669 Euro in der gehobenen Mittelklasse. Damit sind sie minimal teurer als Sola oder Hils Headless-Gitarren, aber günstiger als die kopflosen Reiter von Strandberg oder Ibanez. Die Verarbeitung zeigt sich insgesamt solide, die offenporige Lackierung ist sauber aufgetragen und vermittelt eine natürliche Holzoptik. Die Bünde sind glatt poliert, tadellos abgerichtet und verrundet. Auch hinsichtlich des Werks-Setups gibt es kaum Grund zur Beanstandung. So ist die Oktavreinheit bei beiden Instrumenten sehr sauber eingestellt; lediglich bei der G6TR musste ich die Saitenlage etwas nach unten korrigieren. Aber das fällt naturgemäß in die Kategorie Geschmackssache.  

Fotostrecke: 5 Bilder Beide Modelle sind Headless-E-Gitarren im Double-Cut-Design mit Okoumé-Korpus.
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Wie klingen die Pickups der beiden Cort-Headless-Gitarren?

Die CortVTH77 Humbucker und die VTS63 Single-Coils liefern einen eher moderaten Output. Dadurch bleiben die G6-Modelle stilistisch flexibel und richten sich keineswegs ausschließlich an Rock- oder Metal-Gitarristen. So kommt die G6TR mit den fünf Pickup-Positionen einer klassischen HSS-Konfiguration auf fünf Schaltstellungen, genauso wie die G6MS. Letzterer stehen neben den drei Standardsounds einer HH-Gitarre mit Position 2 und 4 des Fünfwegschalters zusätzlich zwei Coil-Split-Varianten mit den inneren bzw. äußeren Spulen zur Verfügung. 

Die Klangvielfalt ist damit durchaus beachtlich, auch wenn mich die Zwischenpositionen nur teilweise überzeugen: Bei der G6MS fällt ein deutlicher Lautstärke-Abfall auf, der sich jedoch für glasige Pickings oder Neo-Soul-Licks als durchaus nützlich erweisen kann. Bei der G6TR hätte ich mir persönlich in den Positionen zwei und vier etwas mehr dieser hohlen, knackigen Strat-Charakteristik gewünscht. Insgesamt bleibt das Klangbild aber vielseitig genug, um stilübergreifend zu funktionieren. Die Potis arbeiten zweckmäßig, erreichen jedoch nicht ganz die Feinfühligkeit hochwertiger Elektronik. Entsprechend erweist sich eine wirklich stufenlose Gain-Regelung über das Volume-Poti als etwas schwierig.

So werden die Cort Space G6TR und die Space G6MS getestet

Für die Soundfiles spiele ich die Cort Space G6TR und Space G6MS zunächst über einen 73er Fender Bassman, der durch die Faltung eines 4×12″ Celestion PreRola Greenbacks geschickt wird. Für die verzerrten Sounds verwende ich einen Walrus Audio Ages sowie einen Peavey 5150, was in den Audios auch entsprechend gekennzeichnet wird.

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Mehr Informationen

So klingt die Cort Space G6TR

Audio Samples
0:00
G6TR – Clean – alle Stellungen G6TR – Funky – Pos. 2 G6TR – Low-Gain – WA Ages – Halsposition G6TR – Dynamic-Picking – WA Ages – Stegposition G6TR – High-Gain – 5150 – Stegposition G6TR – High-Gain-Lead – 5150 – Steg- & Halsposition

So klingt die Cort Space G6MS

Audio Samples
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G6MS – Clean – alle Stellungen G6MS – Jazzy – Halsposition G6MS – Low-Gain – WA Ages – Mittelposition G6MS – Dynamic-Picking – WA Ages – Stegposition G6MS – High-Gain – 5150 – Stegposition G6MS – High-Gain-Lead – 5150 – Steg- & Hals-Position
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Fazit

Mit der Cort Space G6TR und der Cort Space G6MS zeigt Cort Guitars, wie viel moderne Gitarrentechnologie heute in einem kompakten Headless-Format im Mittelpreis-Segment stecken kann. Beide Modelle überzeugen mit geringem Gewicht, tollem Handling und einer hohen klanglichen Flexibilität. Die Kombination aus den fantastischen Halsmaßen, den Edelstahlbünden und der funktionalen Hardware sorgt für ein tadelloses Spielgefühl. Kleinere Kritikpunkte bleiben die nur stellenweise überzeugenden Zwischenpositionen der Pickups sowie der etwas fummelige Stimmvorgang beim Tremolosystem der G6TR. Insgesamt liefern die beiden G6-Modelle jedoch ein starkes Gesamtpaket und zeigen erneut, dass Headless-Gitarren längst mehr sind als reine Metal- oder Travel-Instrumente. Wer moderne Features zu einem fairen Preis sucht, sollte hier definitiv ein Ohr riskieren.

Leicht, flexibel und überraschend vielseitig – die G6-Modelle zeigen im Test nur kleine Schwächen und liefern ein überzeugendes Gesamtpaket.
Leicht, flexibel und überraschend vielseitig – die G6-Modelle zeigen im Test nur kleine Schwächen und liefern ein überzeugendes Gesamtpaket.
Artikelbild
Space G6TR SGLG
Für 699,00€ bei
  • Hersteller: Cort
  • Modell: Space G6TR, Space G6MS
  • Typ: E-Gitarre (Headless)
  • Herstellungsland: Indonesien
  • Farbe: Semi-Gloss Lava (G6TR), Semi-Gloss Türkis (G6MS)
  • Korpus: Okoumé mit Riegelahorn-Decke (G6TR), Okoumé (G6MS)
  • Hals: gerösteter Ahorn und Walnuss, 5-lagig
  • Halsprofil: Ergo V-Shape
  • Griffbrett: gerösteter Ahorn
  • Bünde: 24 Tall-Medium-Jumbo-Bünde (Edelstahl)
  • Mensur: 25,5″ (G6TR), 25 bis 25,5″ Multiscale (G6MS)
  • Griffbrettradius: 12″ bis 15,75″ Compound-Radius
  • Sattelbreite: 1,65” (42 mm)
  • Sattel: Kunststoff
  • Tonabnehmer: 2 x VTS63 Single-Coils und 1 x VTH77 Humbucker (G6TR), 2 x VTH77 Humbucker (G6MS)
  • Bedienung: Fünfwegschalter, 1 x Volume, 1 x Tone
  • Hardware: Cort Headless 2-Punkt-Tremolo (G6TR), Cort Headless Hardtail (G6MS)
  • Gewicht: 2400 g (G6TR), 2100 g (G6MS)
  • Besaitung ab Werk: D’Addario EXL .010
  • Zubehör: Gigbag, Halsstab- und Inbusschlüssel
  • Ladenpreis: 699,00 Euro (G6TR), 669,00 Euro (G6MS) (März 2026)

Herstellerseite: https://www.cortguitars.com

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