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Waldorf mod1, dvca1 und cmp1 Test

Neben dem nw1 und dem neuen vcf1 umfasst die Waldorf Eurorack-Serie auch die drei modularen Helferlein mod1, dvca1 und cmp1. mod1 ist ein Modulator-Modul mit einem LFO und zwei Envelopes. Das Modul dvca1 ist ein doppelt ausgelegter VCA für Audio- und Steuersignale. Schließlich bietet Waldorf mit dem cmp1 auch einen Kompressor im Eurorack-Format an. In diesem Test nehmen wir die drei unter die Lupe.

Die Module dvca1, mod1 und cmp1 ergänzen Waldorfs Eurorack-Serie.
Die Module dvca1, mod1 und cmp1 ergänzen Waldorfs Eurorack-Serie.


Alle drei sind im gleichen Design gehalten wie auch der nw1, mit weißen Frontplatten, silbernen Kappen, für Eurorack-Maßstäbe wuchtigen Hebeln und vor allem ziemlich viel Platzbedarf. Damit fallen sie designtechnisch gegenüber den meisten anderen Modulen etwas aus der Reihe, integrieren sich aber perfekt in die Optik und Haptik des Modular-Keyboards kb37.

Waldorf mod1

Das Waldorf mod1 Modul besteht aus einem LFO, einem A3DSR Envelope und einem AR Envelope. Die beiden Hüllkurven sind loopbar, können also auch als LFOs mit einstellbarer Verlaufsform eingesetzt werden. Beim LFO des mod1 kann man zwischen Dreieck und Rechteck wählen, die beide in ihrer Symmetrie verbogen werden können. Das Dreieck lässt sich so auch in einen steigenden und fallenden Sägezahn umbiegen, beim Rechteck wird die Pulsweite geändert. Sowohl Symmetrie als auch die Geschwindigkeit können über CV gesteuert werden, allerdings kommt der LFO auch bei angelegter Steuerspannung nicht über 25 Hz hinaus. Das langsamste Tempo wird von Waldorf mit 0,2 Hertz angegeben. Über eine Stellschraube kann man die Geschwindigkeiten verändern, allerdings verändern sich dann immer Maximal- und Minimalwert gleichzeitig.
Waldorf nennt den LFO allerdings nicht ohne Grund “Symmetry Generator”, denn er kann im “Trig” und “Gate” Modus auch als Hüllkurve verwendet werden. Für diese Zwecke gibt es denn auch einen Trigger/Gate Input, mit dem der LFO extern gestartet werden kann.

mod1 enthält einen LFO und zwei Envelopes.
mod1 enthält einen LFO und zwei Envelopes.

Fazit

Wenn man alle drei im Waldorf mod1 Modul kombinierten Einheiten zusammen nimmt, bekommt man drei Hüllkurven respektive LFOs, die viele anderen Modulationsmodule in ihren Möglichkeiten weit hinter sich lassen, auch wenn ich mir hin und wieder einen weiteren Bereich der Zeiten gewünscht hätte. Der komplexe Multistage Envelope geht weit über ADSR hinaus und wird durch den LFO und den einfacheren AR Envelope optimal ergänzt. 329.- Euro sind zwar kein Pappenstiel für ein Modulatormodul, aber man bekommt ja auch gleich drei flexible Modulatoren, die hervorragend zusammenspielen. Und damit bekommt auch das gesamte Modul fünf Punkte.


Der dvca1 umfasst zwei Verstärker mit Zusatzfunktionen.
Der dvca1 umfasst zwei Verstärker mit Zusatzfunktionen.

Waldorf dvca1

Fazit

Waldorf zeigt mit dem dvca1, was man aus einem einfachen Verstärkermodul machen kann. Auch dieses Modul ist ein Blickfang, vor allem aber bietet es klanglich viel. Leider sind 300 Euro eine Menge Geld für einen Verstärker und beim Low Pass Gate hätte man sich vielleicht noch ein paar Regelmöglichkeiten mehr gewünscht, weshalb es hier trotz guter Ideen und tollem Sound nicht nach ganz oben reicht.

Mit dem cmp1 bietet Waldorf einen Kompressor im Eurorack-Format an.
Mit dem cmp1 bietet Waldorf einen Kompressor im Eurorack-Format an.

Waldorf cmp1

Fazit

Als einziges Modul der ersten Waldorf Modularserie hinterlässt der cmp1 einen zweispältigen Eindruck: Wo die anderen Module mit einfallsreichen und auf die Modularwelt zielenden Ideen trumpfen, ist der cmp1 eher unübersichtlich und passt trotz der vielen Anschlussmöglichkeiten nicht so richtig ins Bild. Der integrierte Verstärker klingt wie beim dvca1 sehr schön, was allerdings daran liegen könnte, dass es genau der gleiche ist. Und so reicht es am Ende zu drei Punkten, denn funktionieren tut ja alles, der Overdrive klingt schön und ein Kompressor am Ende des Signalwegs ist auch im Modularsystem eine sinnvolle Investition.

Die Waldorf Eurorackmodule sind recht raumgreifend gestaltet.
Die Waldorf Eurorackmodule sind recht raumgreifend gestaltet.
FEATURES MOD1
  • Drei Modulationsquellen in einem Modul
  • Alle Modulatoren basieren auf einer neuen analogen Schaltung, die schnelle Attacks und sehr weiche Kurven ermöglicht
  • 1. AD3SR
  • ADSR Hüllkurve mit bis zu drei Decaystufen
  • Jede Decaystufe verfügt über eine Zeit- und eine Zielpegelkontrolle
  • Konfigurierbar für eins, zwei, oder drei Decaystufen
  • Loop-Mode zum loopen von Attack über alle Decaystufen
  • Gate- und Triggereingänge
  • Positiver und invertierter Ausgang
  • 2. Symmetrie Generator
  • Zwei-Segment Modulator mit regelbarer Symmetrie
  • CV- Eingänge für Speed und Symmetrie
  • LFO Mode mit bipolarem Ausgang
  • Gate- und Trigger-Hüllkurvemodi mit unipolarem Ausgang
  • Lineare- oder Rechteck-Wellenform
  • 3. Rise & Fall
  • Zweistufige Hüllkurve
  • Flexible Reglung für die ansteigende Kurvenform
  • Optionaler Loop-Mode
  • Gate Eingang
  • Signal Ausgang
  • Modulbreite: 32HP
FEATURES DVCA1
  • Zwei analoge VCAs
  • Variable Timbre Kontrolle basierend auf State Variable Filtern
  • Timbre über CV Eingang steuerbar
  • Simultan nutzbare linear und exponentiale Kontrollen und CV Eingänge
  • Zusätzliche Gainkontrolle bis zu +12 dB
  • Separate AC und DC gekoppelte Eingänge für Verarbeitung von Audio oder Steuerspannangen
  • Zusätzlicher Summenausgang, der beide Signale kombiniert
  • Link-Mode für die parallele Modulation von zwei Signalen
  • Anti-parallel Link Option für Panoramaeffekte
  • Modulbreite: 20HP
FEATURES CMP1
  • analoger Kompressor
  • Flexibler Sidechain
  • Steuersignal basierend auf der regelbaren Balance zwischen dem Side- und dem Hauptsignal
  • RMS und Peak Modi
  • Threshold und Kompression sind auf dem Panel über zusätzliche CV-Eingänge kontrollierbar
  • Attack & Release im Manual- oder Automatic-Mode
  • Hard- und soft-knee Kompression
  • Beimischbares Originalsignal zum komprimierten Ausgang
  • Regelbarer Gesamteingangspegel
  • Separater Steuersignalausgang für den Einsatz als Envelope Follower
  • Zusätzlicher Eingang zur Pegelkontrolle für die optionale Verwendung als exponentieller VCA
  • Modulbreite: 20HP
PREISE
  • mod1: Straßenpreis ca. 330 Euro
  • dvca1: Straßenpreis ca. 300 Euro
  • cmp1: Straßenpreis ca. 310 Euro
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Die Module dvca1, mod1 und cmp1 ergänzen Waldorfs Eurorack-Serie.

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von Sebastian Berweck

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