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TC Nova Repeater Test

DETAILS/AUFBAU
Wir halten also fest: Beim Nova Repeater handelt es sich um den kleinen Bruder des Nova Delays, der sich von seinem Vorbild in erster Linie  durch eine leichter zu bedienende Oberfläche unterscheidet. Kompromisse beim Sound sollten eher nicht zu erwarten sein, da ihn derselbe Prozessor antreibt. Es gibt keine versteckten Funktionen, alle Parameter sind sofort erreichbar. Das Gehäuse des Delays besteht aus schwarz lackiertem Stahl, die Bedienoberfläche aus eloxiertem Aluminium. Das Ganze sieht edel aus und bietet die Stabilität, die man sich von einem Bodeneffekt wünscht.

Kommen wir zu den Bedienelementen. Der On/Off-Schalter aktiviert das Pedal. Rechts daneben befindet sich ein baugleicher Schalter mit der Aufschrift Tap/Tempo, mit dessen Unterstützung sich das gewünschte Delay-Tempo mit dem Fuß eingeben lässt. Erste Überraschung: Hält man den Schalter gedrückt, wird das Signal gekappt. Anschließend kann man durch Anschlagen der jetzt lautlosen Gitarre das gewünschte Tempo bestimmen. Sehr praktisch, denn nun lässt sich gerade live einfach parallel zum Einzählen des Schlagzeugers in die Saiten hauen, Fuß vom Pedal nehmen und schon stimmt das Tempo. Dieses Verfahren wird von TC Electronic “Audio-Tapping-Technologie“ genannt.

Oberhalb der Fußschalter befinden sich fünf Taster. Von rechts: Division, Type, Range, Kill Dry und Spillover.

Mit Division lassen sich die als Notenwerte angegebenen Wiederholungen eingeben. Mono stehen zur Auswahl Viertelnote, punktierte Achtel und Achteltriole.
Stereo lassen sich Viertelnoten links und punktierte Achtelnoten rechts, Viertelnoten links und Achteltriolen rechts, sowie Viertelnoten rechts und Achtel links anwählen. Nächste positive Überraschung: Hat man zum Beispiel punktierte Achtel eingestellt und tappt Viertel, ist die Wiederholung automatisch die punktierte Achtel. Das gilt selbstverständlich für alle Verzögerungstypen.

Wird nur der linke Ausgang des Nova Delays als Ausgang angewählt, werden die Stereo-Presets zusammengeführt und können auch mono wiedergegeben werden.

Mit Type wählt man zwischen Delay-Varianten wie Studio, Analog, Tape, Dynamik, Reverse und Pingpong.

Der Range-Taster rechts neben Type dient dem genauen Einstellen der Verzögerungszeit. Dafür wurde der gesamte Delaybereich in drei Unterbereiche aufgeteilt. Zur Auswahl stehen 20 bis 400 Millisekunden, 300 bis 600 Millisekunden und 500 bis 1200 Millisekunden. Maximal lässt sich per Drehregler eine Verzögerungszeit von 1200 Millisekunden eingeben – mit der Tapping-Funktion sind jedoch Delayzeiten bis zu 2290 Millisekunden möglich.

Kill Dry wird benötigt, sobald das Nova Delay parallel – beispielsweise in einem Effekteinschleifweg oder einem Mischpult – verwendet wird. Ist Kill Dry aktiv, wird das Originalsignal komplett aus dem Signalweg des Delays entfernt. Das ist dann auch angesagt, da es sonst zu Phasenverschiebungen kommen kann.
Spillover ist der letzte der fünf Taster und ermöglicht das Ausklingen des Delays trotz aktiviertem Bypass.

Fünf Drehregler dienen der Feineinstellung: FX Level regelt den Pegel des Effektanteils, MOD ermöglicht eine Modulation der Wiederholungen, nach links gedreht ertönt ein Vibrato, rechts ein Chorus – wunderbar für fette sphärische Effektsounds. Tone bearbeitet die Klangqualität der Wiederholungen. Gegen den Uhrzeigersinn gedreht bedämpft er die Höhen, oder, wie TC Electronic in der Bedienungsanleitung schreibt, von links „schmutzig“ nach rechts “Studioqualität“. Feedback steuert die Anzahl der Wiederholungen, je weiter rechts der Regler steht, umso größer ist die Zahl der Wiederholungen. Delay korrespondiert direkt mit dem Range-Taster und bestimmt, je nach eingestelltem Delayfenster, die genaue Zeit der Verzögerung.
Auf der Stirnseite des Nova Repeaters befindet sich der Netzteil-Anschluss, daneben ein Lo-Eingang für Instrumentenpegel und ein Hi-Eingang für den Betrieb im Effekteinschleifweg. Und last, but not least wären da natürlich noch die beiden Ausgangsbuchsen für den linken und rechten Stereokanal, wobei die linke Buchse bei Bedarf den Mono-Betrieb gewährleistet.

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