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TC Electronic Polytune Test

Details

Das Polytune kommt als Bodentreter daher und erinnert mit den Abmessungen 12 cm x 6 cm x 3, 3 cm an das Design einer typischen Stomp-Box. 300 Gramm bringt das robuste Gehäuse aus Metall auf die Waage, nicht gerade leicht für ein Stimmgerät. Selbstverständlich kann man mit dem Polytune sowohl E-Gitarren als auch E-Bässe stimmen, auch 5-Saiter.

Das Pedal verfügt über je eine Klinkenbuchse für Ein- und Ausgang, sodass das Gerät auf der Bühne permanent zwischen Instrument und Amp angeschlossen bleiben kann und mit dem Bypass-Fußschalter bei Bedarf in das Geschehen einbezogen wird. Ist das Gerät ausgeschaltet, sorgt der True-Bypass-Schaltkreis dafür, dass das Signal unangetastet bleibt. Das Polytune wird im Regelfall mit einem 9V-Block oder einem externen Netzteil betrieben, wobei Letzteres allerdings nicht im Lieferumfang enthalten ist. Bei TC hat man sich Gedanken über die Wünsche und Bedürfnisse von Musikern gemacht und dem Gerät einen zusätzlichen Netzausgang spendiert, der beim Anschluss eines externen Netzteils aktiv wird. Über ihn können auch andere Gitarrenpedale mit Strom versorgt werden.

Display Modi
Das Polytune stellt zwei Display-Modi zur Verfügung, den polyphonen und den chromatischen. Im polyphonen Modus erscheint automatisch ein entsprechendes Display, wenn alle Saiten gleichzeitig angeschlagen werden. Diese werden durch horizontale Doppellinien grafisch dargestellt. Grüne Linien signalisieren, dass die entsprechende Saite richtig gestimmt ist. Leuchtet eine rote Leuchtdiode, muss nachgestimmt werden. Darüber wird auch die Entfernung (in Halbtonschritten) einer nicht gestimmten Saite zur richtigen Tonhöhe optisch dargestellt. Im chromatischen Modus erscheint dann eine neue Oberfläche auf dem Display. Die sinnvolle Unterscheidung zwischen Grob- und Feinstimmung kennt man ja bereits vom herkömmlichen chromatischen Tuner. Großbuchstaben (E, A, D) werden für die Grobstimmung benutzt, wobei dann die chromatische Leiter durchschritten wird, wenn man eine Saite nach oben oder unten dreht.

Für die Feinstimmung einer Einzelsaite wird eine separate Skala im oberen Bereich bereitgestellt. Auf dieses Design kann man Einfluss nehmen, denn es werden zwei Anzeige-Betriebsarten („Nadel“ und „Verlauf“) zur Wahl gestellt. Mit einem kleinen Taster, der sich an der Rückseite des Geräts versteckt, wählt man zwischen beiden.
Für die optimale Beleuchtung des Displays ist auch gesorgt. In seiner rechten unteren Ecke befindet sich ein Umgebungslichtsensor, der erkennt, wie hell es gerade auf der Bühne ist und dann die Helligkeit des Displays entsprechend anpasst. Ist keine maximale Helligkeit erforderlich, verlängert sich die Akkulaufzeit. Allerdings besteht noch kein Grund, das gute alte chromatische Stimmgerät zu verschrotten. Mit dem  Polytune kann man nämlich (noch?) keine akustischen Instrumente stimmen, denn es gibt kein internes Mikrofon. Schade.

Drop Tunings im polyphonen Modus
Normalerweise sind bei der Gitarre die Töne E A D G B E (Normalstimmung) die Referenztöne im polyphonen Modus. Heavy Metal Musiker können aber jetzt aufatmen. Wenn man die Gitarre/den Bass herunterstimmt, wird auch das Drop Tuning durch entsprechende Stimmungsbetriebsarten unterstützt. Die Saiten (in Normalstimmung) können dabei jeweils bis zu fünf Halbtonschritten heruntergestimmt werden. Zuständig ist ein kleiner Schalter auf der Rückseite des Bodentreters. Mit jedem Druck auf ihn wird eine neue Betriebsart angewählt, das heißt, fünf Halbtöne tiefer = 5x drücken. Danach wird wieder die Betriebsart für die Normalstimmung erreicht. Die gewählte Betriebsart wird deutlich im Display angezeigt. Leider unterstützt Polytune im polyphonen Modus keine offenen Tunings wie zum Beispiel DADGAD, sodass man die nur im chromatischen Modus stimmen kann.

Kalibrieren der Referenztöne
Die Standard-Referenztonhöhe des Polytune ist 440 Hz. Man kann ihn aber in Schritten von einem Hertz auf jede Stimmung zwischen 435 und 445 Hz einstellen.

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