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Superbooth 17: Behringer D – der Minimoog Clone ist da!

Und dann kam er doch noch: Am zweiten Tag der Superbooth 17 hat Behringer den Model D Minimoog Clone ausgepackt! Ganz fertig ist er noch nicht, aber wir konnten uns schon einen Eindruck verschaffen.

Am zweiten Tag der Superbooth 17 landete der Behringer D doch noch.
Am zweiten Tag der Superbooth 17 landete der Behringer D doch noch.


Eigentlich weiß man gar nicht, wo man anfangen soll, denn man weiß auch gar nicht, wieso das so polarisiert: Der erst vor einigen Wochen mit viel Tamtam angeteaserte Behringer D ist ja nun wirklich nicht der erste Minimoog-Clone jemals, und es ist auch nicht das erste Mal, dass Behringer ein weitaus teureres Gerät günstig kopiert. Was dann also heute am Behringer-Stand plötzlich auf dem Tisch stand, ist zuerst einmal klein. Wirklich sehr klein, geradezu winzig. Der Aufbau, die Schalter, die Regler, alles sieht aus wie ein Minimoog aus der Modelleisenbahn. Der Behringer D ist wie erwartet ein Desktop-Synthesizer mit Holzteilen und angenehm angeschrägtem Bedienfeld. Die kleine Größe ist auch dem Umstand geschuldet, dass der Behringer D alternativ ins Eurorack eingebaut werden können soll. Passend dazu wurde das Panel durch ein paar CV-Ein- und Ausgänge sowie MIDI und USB bereichert. Zwar lassen sich nicht alle Parameter via CV steuern, aber doch eine praxisnahe Auswahl. Die Knöpfe, ein bisschen über einen Zentimeter groß, sind angenehm schwergängig, genauso übrigens wie die Moog-typischen Schalter.

Fotostrecke: 3 Bilder Die Oszillatorsektion des Behringer D verfügt über CV-Inputs für alle drei VCOs gemeinsam.
Fotostrecke

So richtig darauf spielen konnte man wegen Problemen mit der Software noch nicht, weshalb nur der Arpeggiator von einem DeepMind 12 eingeschleift wurde (die Desktop-Version des DeepMinds sieht übrigens richtig groß aus im Vergleich zu dem Zwerg). Zu einem echten Klangtest konnte es deshalb noch nicht kommen, aber der Charakter geht sicherlich in Richtung Moog. Für mein Empfinden reichte das, was ich bisher gehört habe, zwar noch nicht an den sonoren Moog-Sound heran, aber es geht auf jeden Fall schon in die Richtung, so weit ich das nach so kurzem Hören sagen kann. 
Man kann gespannt sein, was bis zur Serienreife noch daraus wird, denn es ist ja auch ein bisschen ein Test: Kann man das Innenleben eines hochwertigen und hochpreisigen Synthesizers in eine billige Verpackung stecken, und vor allem: Funktioniert es dann auch noch genauso auf allen Ebenen, also nicht nur klanglich? Wie nah der Behringer D an das Erlebnis heranreicht, einen echten Minimoog Model D zu spielen, werden wir baldmöglichst in einem ausführlichen Test herausfinden.
Neben dem Design des Behringer D wurde auch der angepeilte Preis bestätigt: Der Mini-Minimoog wird tatsächlich für 399 US-Dollar in den Handel kommen, das ist etwa ein Zehntel dessen, was man für einen Moog Model D hinblättern muss. Zum genauen Auslieferungstermin hält sich Behringer noch bedeckt und spricht von “einigen Monaten”.
Behringer Webseite

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von Sebastian Berweck

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