Mit dem Jam Pedals Tiny Amp Destroyer stellt der Hersteller aus Athen ein Pedal vor, das in Zusammenarbeit mit Stu Mackenzie von King Gizzard & the Lizard Wizard entstand. Es handelt sich um zwei schaltbare Boost-Stufen, basierend auf dem Modell Boomster, und einen separaten Treble Booster. Nach Herstellerangaben ist das Pedal aber nicht einfach eine Kombination der drei Einzelkomponenten, sondern eine Lösung, die den Sound von Mackenzies bevorzugtem Miniaturverstärker mitsamt den zugehörigen Instabilitäten durch das Frontend nachbildet, um sie mit anderen Verstärkern nutzen zu können.

Konzept des Jam Pedals Tiny Amp Destroyer
King Gizzard & the Lizard Wizard aus Melbourne gehören zu den fleißigsten Bands im Psychedelic-Rock. Obwohl die Band erst seit 2010 existiert, hat das Sextett seither mehr als zwanzig Alben veröffentlicht. Sänger, Gitarrist und Mitbegründer Stu Mackenzie ist für seine ungewöhnlichen Instrumente bekannt und hält es auch bei seinen Verstärkern eher unkonventionell.
Der Tiny Amp Destroyer bildet die Signalkette für sein typisches Aufnahme-Setup nach. Für gerade einmal 29 Dollar erwarb er in der Pfandhauskette Cash Converters einen Miniaturcombo in Transistortechnik, den er seither auf jedem Studioalbum zum Einsatz brachte. Die Idee des Pedals ist es nunmehr, einen konventionellen Pedal-Verstärker so zu transformieren, dass er den markanten Sound dieses gnadenlos übersteuerten kleinen Transistorverstärkers imitiert. Hierzu stellt der Tiny Amp Destroyer drei Boost-Sektionen bereit.

Ausstattung
Das Pedal bietet drei Fußschalter. Nach dem Eingang erreicht das Signal einen unabhängig schalt- und nutzbaren Treble Booster, der auf dem Jam Pedals Rooster basiert und intern über DIP-Schalter konfiguriert werden kann. Es folgen die Clean-Booster G1 und G2, die gleichzeitig, aber auch einzeln genutzt werden können. Sie basieren wiederum auf dem hauseigenen Jamster. G1 ist dabei für Crunch- und Overdrive-Sounds verantwortlich, während G2 mit intensiverer Verzerrung aufwartet.
Die Klangformung erfolgt über aktive Bass- und Treble-Regler sowie einen Notch-Schalter, die sich nur auf die Boost-Sektionen G1 und G2 auswirken. Die Simulation des typischen Klangbilds eines kleinen Verstärkers mit zugehörigem kleinen Lautsprecher wird über die Taste Magic aktiviert. Dabei sollen laut Hersteller eben auch die Instabilitäten und die Kompression eines solchen Modells bei Überlastung berücksichtigt werden. Der Notch-Schalter wechselt dabei zwischen zwei markanten Klangeigenschaften, die gewissermaßen das Format des Combos und damit dessen spezifische Akustik nachbilden. So soll es zunehmend ausgedünnter, hohler und unkonventioneller klingen. Die Fußschalter schalten alle drei Sektionen, wobei der Taster für G1 gleichzeitig als True-Bypass-Schalter fungiert.
Was kostet das Pedal?
Der Tiny Amp Destroyer geht einer ganz eigenen Idee nach. Das Pedal ist ab sofort im Musikhaus Thomann zu einem Preis von 369 Euro ohne Netzteil lieferbar. Die Gestaltung des Gehäuses wurde übrigens Jason Galea übertragen, der auch hinter den Grafiken zahlreicher Alben der Band steht.
Weitere Informationen unter: https://jampedals.com/shop/tiny-amp-destroyer/