Mit dem Walrus Audio Canvas Expression-Pedal erhält die Canvas-Serie der Boutique-Effekt-Schmiede weiteren Zuwachs. Dass die amerikanischen Pedalspezialisten aus Oklahoma City auch bei Tools und Zubehör für Effektgeräte keine halben Sachen machen, haben sie mittlerweile bewiesen. Und das zeigt sich auch beim Canvas Expression Pedal: ein solides Stahl/Aluminium-Gehäuse, ein magnetischer Positionssensor zur Steuerung, diverse Anschlüsse und variable Steuerungsmöglichkeiten per Web-Editor. Eine üppige Ausstattung für ein Expression-Pedal, das deshalb auch nicht zum Budget-Preis über die Theke geht. Ob sich die Investition lohnt, sagt der Test.

- solides und robustes Gehäuse
- variable Steuerungsmöglichkeiten
- Regelweg einstellbar (Taper)
- MIDI-fähig
- zwei Expression-Ausgänge
- Bedienfeld und optische Anzeige am Pedal
- Editieren per Web-Editor
- keins
Wie ist das Walrus Audio Canvas Expression aufgebaut?
Das Walrus Audio Canvas Expression unterscheidet sich in seiner Ausstattung von den meisten herkömmlichen Expression-Pedalen. Kernstück ist ein berührungsloser magnetischer Positionssensor, der ohne Seilzüge, Zahnräder oder Potentiometer auskommt. Hier findet sich die gleiche Technologie wie beim Walrus Audio Volume-Pedal, und die spricht für eine langfristige Zuverlässigkeit. Außerdem ist das Pedal mit einem robusten Gehäuse aus Stahl und Aluminium perfekt für den rauen Tour-Alltag gerüstet.
Wie funktionieren die diversen Anschlüsse?
Durch die unterschiedlichen Anschlüsse (EXP, MIDI) ist es möglich, mehrere Geräte per Expression und MIDI zu steuern. Jeder der beiden EXP-Ausgänge (Jack A, Jack B) kann als Standard-Expression-Ausgang, programmierbarer Switch oder als Control Voltage (CV) eingesetzt werden. Damit lassen sich Effektpedale, Verstärker, Synthesizer oder Modular-Systeme steuern. Angepasst und organisiert wird das Ganze mit dem Canvas Expression-Webeditor, den wir uns im nächsten Abschnitt anschauen.
Was kann der Canvas Expression-Webeditor?
Ist das Canvas Expression Pedal über seinen USB-C-Anschluss mit einem Computer verbunden, dient der Webeditor (nur Google Chrome) zur Konfiguration der einzelnen Anschlüsse. Für die Expression-Ausgänge Jack A und Jack B wählt man bei „Type“ zwischen Expression Out, Switch Out und CV Out. Bei den Expression-Out-Settings sind darüber hinaus unterschiedliche Einstellungen für Wiring (TRS, RTS, TS), Direction (FWD, REV) sowie X-Taper (A, B, C) möglich. Dazu kommen die Werte für den Start- und Endpunkt.
Die drei Regelkurven bei X-Taper beschreibt der Hersteller wie folgt: Taper A liefert eine natürlichere, klangbezogene Kennlinie, Taper B eine lineare Ansprache über den gesamten Pedalweg und Taper C eine beschleunigte Ansprache mit höheren Werten bereits früh im Pedalweg. Bei den MIDI-Ausgängen (USB-MIDI, 1/8″-MIDI) sind die üblichen Settings für MIDI-Zuweisungen am Start. Auch hier kann zwischen den drei Taper-Werten gewählt werden. Im Screenshot seht ihr die Settings im Detail.
Entspricht das Angebot dem Preis?
Der Preis von 329 Euro ist definitiv ein ordentlicher Batzen für ein Expression-Pedal. Aber schaut man sich die Qualität des Gehäuses und das hochwertige Innenleben an, wird schnell klar, dass man ein solches Pedal nicht zum Budget-Preis herstellen und vertreiben kann. Dazu kommt das vielfältige Angebot an Einstell- und Schaltmöglichkeiten, auch per Web-Editor.























