Das zweikanalige Harrison Audio Flex-10 kommt mit schaltbaren Übertragern in den Mikro-Vorverstärkern und VU-Metering. Optisch erinnert es an die analoge 32Classic Konsole. Trotz des Nostalgie-Charms wandelt Harrisons erstes Desktop-Interface mit 32 Bit Auflösung.

Wer ist Harrison Audio?
Ein Traditionshersteller aus der Nähe von Nashville, der sich besonders mit den EQ-Sektionen seiner Mischpulte einen Namen in der Szene machte. Berühmte Mix Engineers wie Bruce Swedien, über dessen Tricks du in diesem Beitrag mehr erfährst, schwör(t)en auf Harrison-Konsolen. Wir hatten einige Harrison Audio Geräte im Test, etwa die in China gefertigten 500er Module 32Cpre+, Harrison Comp und MR3eq sowie das passende Rack. 2023 wurde Harrison Audio von der britischen Holding Audiotonix aufgekauft, der unter anderem die Marken Solid State Logic und Allen & Heath gehören.

Was kann das Flex-10?
Das Flex-10 ist Harrison Audios erstes Desktop Audio-Interface. In Punkto Look und Sound erinnert es bewusst an die 1970er Jahre: Das Unternehmen wurde 1975 gegründet. Die beiden VU-Meter sind zwischen den Haupt- und Nebenausgängen (Main, Alt) schaltbar und haben Trim-Switches. Die Übertrager-Sättigung in den Mikrofon-Vorverstärkern ist ebenfalls schaltbar und, was wir im Test des Mr3eq noch bemängelten, jeder Kanal hat sein Harrison-charakteristisches, regelbares Tiefpassfilter. Allerdings bietet das Interface keine weitere EQ-Eingriffsoptionen, abgesehen vom Hochpassfilter. Entweder gehst du über zusätzliches Outboard, oder du holst alles aus der mitgelieferten Software heraus: Das für registrierte Flex-User kostenlose Creator Pack enthält Plug-Ins, virtuelle Instrumente und Loops von zum Beispiel IK Multimedia, Native Instruments und Slate Digital. Und Zugriff auf Harrisons Mixbus 12 DAW erhältst du auch mit dem Kauf des Flex-10, das bei bei 32 Bit auflöst.

Was ist 32 Bit Float und klingen Aufnahmen in dem hoch aufgelösten Format besser? In unserem Workshop entmystifizieren wir das Thema.

Das 500er-Modul Harrison MR3eq in diesem Test unterscheidet sich von manchen anderen Harrison-Equalizern. Wieso? Und: Ist das schlimm?
Wo gibt’s das Flex-10 und was kostet es?
Thomann listet das Harrison Audio Flex-10 für 629 Euro (Affiliate-Link). Im September 2026 solltest du dein Exemplar in den Händen halten. Zur Herstellerseite geht’s hier. Wenn du mehr über die Audiotonix Group wissen willst, kannst du dich hier informieren.
Welche Alternativen gibt es zum Harrison Audio Flex 10?
Schau doch mal in unsere Kaufberater-Beiträge zum Thema Einsteiger- bzw. Mittelklasse-Interfaces.

In dieser Kaufberatung verraten wir euch, auf was ihr achten solltet und welche Features ein gutes Audiointerface der Mittelklasse mitbringen sollte. Egal ob mit USB-, Thunderbolt-, Firewire- oder Ethernet-Anschluss!

Gutes, aber preiswertes Audio-Interface kaufen: Hier gibt es Hilfe und Hintergrundwissen!
Technische Spezifikationen
- zweikanaliges Audio-Interface
- Auflösung: 32 Bit / 192 kHz
- ADAT und MIDI Ein- und Ausgänge
- zwei Mikrofon-Preamps mit Übertragern (‘H-Drive’)
- regelbare Hoch- und Tiefpassfilter in beiden Kanalzügen
- zwei Mikrofon-, zwei Hi-Z-Instrumenten- und zwei Line-Level Eingänge
- zwei regelbare Stereo-Kopfhörerausgänge
- insgesamt 10 Ins und 12 Outs
- Mixbus 12 DAW und Harrison Creator Pack inklusive
- Läuft mit Mac und Windows
- Maße (B x H x T): 30,5 x 18,4 x 8,9 cm
- Gewicht: 2,15 Kg