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Mit Effektpedalen zum Sound der Stars – Metallica

Das ultimative Markenzeichen der Musik Metallicas ist die unglaublich kraftvolle Gitarrenarbeit des Duetts Hammett – Hetfield. Durch ihre langjährige Kooperation sind die beiden absolut perfekt aufeinander eingestellt und grooven wie die Hölle. Und auch die verwendeten Sounds sind eine Reise wert.

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In dieser Ausgabe seiner Sound-Alike Serie begibt sich Thomas Dill auf einen Trip zu den Wurzeln der legendären Metallica-Performance und erklärt unterwegs, wie sich die Sounds angesagter M-Songs mithilfe “einfacher” Effektpedale nachstellen lassen.

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BIO

Die Band

Metallica wurde 1981 von James Hetfield (Gesang, Gitarre) und Lars Ulrich (Drums) in Los Angeles gegründet. In den ersten beiden Jahren war die Besetzung noch relativ instabil. Das sollte sich ändern, als 1982 Cliff Burton den Job am Bass übernahm und Lead Gitarrist Dave Mustaine wegen Streitigkeiten in hohem Bogen aus der Band flog. Nachdem Kirk Hammett seinen Job an der Lead-Gitarre übernommen hatte, stimmte die Chemie. Das Debüt-Album der Combo “Kill ´Em All” war zwar finanziell kein sonderlicher Erfolg, sorgte aber dafür, dass sich Metallica in der Metal-Szene die ersten Sporen verdiente. Mit dem nächsten Album “Ride The Lightning” gelang es dem Quartett, den erlangten Ruf weiter auszubauen. Zu Weltruhm sollte ihm das 1986 erschienene Meisterwerk “Master Of Puppets” verhelfen. Nicht umsonst wird das Album von Fans und Presse als eine der besten Veröffentlichungen überhaupt und wegbereitend für den Heavy Metal bezeichnet. Tragischerweise kam im selben Jahr Bassist Cliff Burton bei einem Unfall mit dem Bandbus ums Leben. Die Band brauchte lange, um diesen Schicksalsschlag zu verarbeiten, entschloss sich aber trotz des großen Verlustes dazu, weiter zu machen. Den passenden Nachfolger fand man in Jason Newsted.

v.l.n.r.: Kirk Hammett, Lars Ulrich, James Hetfield, Robert Trujillo (Copyright: Universal Music)
v.l.n.r.: Kirk Hammett, Lars Ulrich, James Hetfield, Robert Trujillo (Copyright: Universal Music)

Es folgten die Alben “..And Justice For All” und “Metallica”, das auch als Black Album bezeichnet wird. Mit dieser Platte stellte sich dann endlich auch der kommerzielle Erfolg ein. Songs wie “Nothing Else Matters” und “Enter Sandman” wurden sogar im Pop-Radio gespielt und brachten große Chart-Erfolge. Nach einem kleinen Abstecher in den Classic Rock mit den Alben “Load” und “Reload” ging es mit “St. Anger” wieder härter und trashiger zur Sache. Kurz vor den Aufnahmen zu diesem Album kam es jedoch erneut zu einem Zwischenfall im Bass-Bereich: Jason Newsted stieg aus. Seinen Part bei den Recording-Sessions übernahm kurzerhand Produzent Bob Rock. Für den Job als Band-Bassist bekam Robert Trujillo den Zuschlag. Nach dem Release von “St. Anger” sollte es fünf Jahre dauern, bis die Band im Herbst 2008 das langersehnte Album “Death Magnetic”veröffentlichte. Doch das Warten hat sich gelohnt: die Band präsentiert sich auch diesmal wieder in bester Verfassung.

Die Aufnahmen

1983 – Kill ‘Em All
1984 – Ride the Lightning
1986 – Master of Puppets
1988 – …And Justice for All
1991 – Metallica
1996 – Load
1997 – ReLoad
1998 – Garage Inc. (Coveralbum)
2003 – St. Anger
2008 – Death Magnetic
2011 – Lulu (Kollaborationsalbum mit Lou Reed)

Fotostrecke: 11 Bilder 1983 – Kill ‘Em All
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GEAR

DAS EQUIPMENT

Würde man alle Gerätschaften auflisten, die die beiden Gitarristen im Laufe ihrer zwanzigjährigen Bandkarriere im Studio und auf der Bühne eingesetzt haben, könnte man ein komplettes Buch damit füllen. Es wäre wahrscheinlich weniger aufwändig, das nicht benutzte Equipment aufzuschreiben…

JAMES HETFIELD

Gitarren

In den Anfangsjahren benutzte James Hetfield eine schwarze Gibson Flying V, eine weiße Flying V Kopie und eine weiße Gibson Explorer. Zu den Aufnahmen von “…And Justice For All” kamen dann diverse ESP Explorer-Modelle zum Einsatz. Im Laufe der Karriere wurde die Liste der verwendeten Instrumente immer länger. Doch eine Sache haben fast alle Gitarren gemeinsam: Sie sind mit aktiven EMG Humbuckern bestückt. Die Tonabnehmer sind die Garanten für James druckvollen Sound.
Strats oder Single-Coil Gitarren hat Mr. Hetfield eher selten am Start. Für die Bühne bevorzugt er bis heute vor allem Explorer-Modelle, von denen er unzählige Varianten (ESP und Gibson) in seinem Fuhrpark hortet. Hier ein Auszug aus der Liste der Instrumente, die Hetfield im Laufe der Zeit benutzt hat.

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ESP Explorer (viele unterschiedliche Modelle)
ESP Flying V (unterschiedliche Modelle)
ESP Custom Les Paul
Gibson Explorer
Gibson Les Paul (verschiedene Modelle)
ESP LTD Grynch Baritone
Martin D-28 Akustik Steel String
Gibson Flying V (wurde hauptsächlich in früheren Zeiten benutzt)
Tom Anderson Electric (mit ihr wurden die meisten Parts von “Nothing Else Matters” eingespielt)
Ken Lawrence Explorer
Gibson SG (von 1963, Hetfields Geburtsjahr, ein Geschenk von Produzent Bob Rock)
ESP LTD F300
ESP Truckster (James Hetfield Modell, Les Paul Style)

Fotostrecke: 2 Bilder ESP Snakebyte SW Signature Series
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Verstärker

In den Anfängen seiner Karriere waren in erster Linie Marshall JCM 800 Amps angesagt, die in den 80ern den Industrie-Standard für Rocksound definierten. Allerdings war das Mr. Hetfield ein wenig zu zahm, weshalb er einen Tube Screamer als Booster in Front brachte. Bei den Aufnahmen zu “Master Of Puppets” ergänzte er seinen Fuhrpark um Boogie Mk IIc Tops, die später dann auch vornehmlich auf der Bühne eingesetzt wurden. Der Vorteil dieser Amps war, dass sie – quasi von Natur aus – etwas mehr Gain boten. Außerdem hatten sie einen grafischen EQ an Bord, mit dem James die Mitten herausdrehen konnte, um seinen Sound so noch eine Spur boshafter zu machen. Später schwenkte er dann auf die programmierbaren Quad-Preamps aus dem gleichen Hause um. Als dann die Rectifier Modelle herauskamen, waren beide Metallica Gitarristen sofort Feuer und Flamme und erzeugten ihren Heavy Sound fortan mit diesen fetten Amps.
Mittlerweile haben sie ein komplettes Sammelsurium verschiedener Amps im Metallica Headquarter gehortet, die dann, je nach Geschmack und Sound, für den entsprechenden Song im Studio ausgepackt werden. Auf der Bühne kam für die Clean-Sounds lange Zeit ein Roland JC-120 zum Einsatz. Seit geraumer Zeit rockt Hetfield in erster Linie über einen Diezel VH4. Als zusätzliche Poweramps dienen Boogie Strategy 400 Endstufen. Das Ganze läuft dann über mehrere 4×12 Boxen. Hier eine Liste von Amps, die überwiegend im Studio und auf der Bühne benutzt wurden oder auch noch werden.

Diezel VH4 Head
Diezel VH4 Head

Marshall JCM 800
Mesa Boogie Mk IIc Top
Mesa Boogie Triaxis Preamp
Roland JC 120
Diezel VH4
Mesa Boogie Triple Rectifier
Mesa Boogie Strategy 400 Power Amps
Mesa Boogie 4×12 Lautsprecherboxen
Marshall 4×12 Lautsprecherboxen

Effekte

Mit Effekten ist James eher sparsam. Beim Clean-Sound hört man ab und zu einen Chorus oder einen dezent eingestellten Flanger – im Studio meist mit einem Bodentreter erzeugt. Auf der Bühne nutzt der Gitarrist eine Kombination aus Multis und Bodentreter, die über ein Bradshaw Switching-System geschaltet und verwaltet werden. Folgende Geräte wurden im Laufe der Zeit gesichtet:

Ibanez TS808 Tube Screamer
Ibanez TS808 Tube Screamer

Boss CH-1
TC Electronics G-Major
Line 6 DM4 Distortion
MXR Phase 100
EH Bass Micro Synth
Digitech Whammy WH1
Ibanez Tube Screamer
Bradshaw RSB-12 Switching System und Pedal Board
Bradshaw Patch Bay Custom
Boss SE-50
Aphex Parametric EQ

KIRK HAMMETT

Gitarren

Zu Beginn seiner Arbeit mit Metallica verwendete Kirk diveres Flying V Modelle (Gibson, Fernandez und Jackson). Dementsprechend wurden die ersten vier Alben vornehmlich mit den heißen Pfeilen eingespielt. Danach wechselte er zu den “Superstrats”, Gitarren mit Strat-Shaping, Humbuckern und Floyd Rose Tremolo. Favorisierte Hersteller waren Jackson und ESP. Quasi als logische Konsequenz aus dieser Zusammenarbeit kamen diverse Kirk Hammett Signature Modelle auf den Markt. Auch heute noch gehören Instrumente der beiden Brands zu Kirks Bühnen-Standard.

Kirk Hammett (Copyright: Vincent Lignier)
Kirk Hammett (Copyright: Vincent Lignier)

ESP M-II (Verschiedenen Modelle)
ESP-KH-2
ESP Flying V
ESP Eclipse
ESP Spider (Les Paul Style)
Jackson Rhandy Rhoads
Gibson Les Paul (verschiedene Modelle)
Gibson Flying V
Fender Stratocaster

Fotostrecke: 2 Bilder ESP KH-2 Vintage Signature Series
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Verstärker

Wenn es um die Wahl der Verstärker geht, haben die beiden Metallica-Gitarristen ähnliche Vorlieben. Genau wie James setzte auch Kirk zu Beginn seiner Laufbahn in erster Linie auf Marshalls. Dann kam Mesa mit Amps wie dem MkII, dem Triaxis und natürlich dem Rectifier. Heute spielt Kirk Hammett auf der Bühne hauptsächlich über ein Randall Topteil – natürlich sein Signature Modell.

Randall RM100 KH Head
Randall RM100 KH Head

Marshall JCM 800
Mesa Boogie Mk IIc Top
Mesa Boogie Triaxis Preamp
Mesa Boogie Triple Rectifier
Randall RM100 KH
Marshall, Boogie und Randall 4×12 Boxen

Effekte

Das von Kirk Hammett am häufigsten eingesetzte Effektgerät ist das Wah Wah Pedal. Gerade für Solopassagen wird das Teil in schöner Regelmäßigkeit´scharfgeschaltet. Weiterhin sind diverse Modulationseffekte und Delays im Einsatz.
Eventide H3000 SE
Boss SE-50
Rocktron Juice Extractor
EMB Audio Remote Wah
EMB/Ernie Ball Wah Pedal
Aphex Parametric E.Q.
Roland VG-8
Bradshaw Switching System
Bradshaw Patch Bay Custom

BASIS-SOUND

Sound nachbauen

Wie immer in meiner Sound-Alike Serie zunächst der Spruch zur Lage der Nation: Die aufgeführten Gerätschaften, egal ob Original Equipment oder ähnlich klingende Amps und Effekte, sind lediglich das Werkzeug zum Erzeugen der Sounds. Der eigentliche Signature-Tone kommt letztendlich vom Gitarristen selbst: aus seinen Fingern und seinen individuellen Fähigkeiten, den Klang zu formen. Daher macht das Equipment auch nur 50% des Sounds aus – der Rest kommt (zum Glück) vom Gitarristen. Um den Sound von Metallica nachzubilden, ist auf jeden Fall eine Gitarre mit Humbuckern und ein gutes Distortion Pedal notwendig. Alles Weitere findest du in der folgenden Liste.

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Gitarre

Eine Gitarre mit Humbuckern ist Pflicht. Single Coils haben zu wenig Ausgangspegel und bringen deshalb nicht den fetten Zerrsound, der für eine amtliche Metallica-Performance nötig ist. Außerdem würde es bei hohen Gain-Einstellungen zu unerträglichem Single-Coil Brummen kommen.

Wah Wah

Hier sind die Standard Wahs von Dunlop, Vox, Morley oder Boss eine gute Wahl.

Distortion

Zusätzlich zum Distortion benötigt man einen Equalizer, mit dem die Mitten weit abgesenkt werden können. Ein Noise-Gate wäre auch nicht schlecht, da bei manchen Gain-Einstellungen der Nebengeräuschpegel doch sehr hoch wird. Entweder du besorgst dir drei Pedale (Distortion, EQ, Noise Gate), oder du nimmst einen Metal-Verzerrer mit integrierter Klangregelung. Manche Geräte haben sogar direkt ein Noise-Gate mit an Bord.
Zu empfehlen wären:
Boss MT-2 (Distortion mit Klangregelung)
Boss DS-1 (Distortion)
Line 6 Übermetal (Distortion mit Klangregelung und Gate)
Digitech Metal Master
Electro Harmonix Metal Muff (Distortion mit Klangregelung)
Z.Vex Metal Master (Distortion mit Klangregelung und Gate)

Equalizer

Wenn du den EQ separat benutzen möchtest, dann nimm auf jeden Fall einen grafischen mit mindestens sieben Frequenzbereichen (7-Band EQ). Hierfür sind unter anderem der Boss GE-7, Danelectro DJ-14 und der Maxon GE-601 geeignet.

Noise Gate

Je nach verwendetem Verzerrer-Typ wirst du schnell selber merken, ob du noch ein Noise-Gate brauchst oder nicht… Wenn das Rauschen zu stark ist, drehe den Threshold weit auf (15) und Decay nur wenig (9). So lässt das Gate nur hohe (Gitarren) Pegel durch. Empfehlenswert sind Rocktron Hush, Boss NS-2, MXR Smart Gate.

Chorus

Dieser Effekt wird für Clean-Sounds und zum “Verbreitern” der Distortion-Sounds benutzt. Empfehlenswerte Pedale sind Boss CH-1, Digitech Multi Chorus, TC Electronic SCF oder Danelectro Cool Cat.

Delay

Das Delay wird in der Regel für Lead-Sounds verwendet. Ein Standard-Pedal reicht hier völlig aus. Zu nennen wären: Digitech Digi Delay, die Boss Delays (DD-3, DD-7), Electro-Harmonix No. 1 Echo oder Danelectro DE-1.

Verstärker

Stell den Verstärker auf Clean ein. Die Verzerrung wird mit dem Distortion-Pedal erzeugt. Die Klangregelung kann auch neutral eingestellt werden, da das Finetuning über den externen EQ erledigt wird.

SONG-SOUNDS

Seek And Destroy

Der Song vom ersten Album “Kill ´Em All” arbeitet mit einem mehr rohen Gitarrensound. Grundsätzlich ist der Klang eher im Classic Rock als im Metal anzusiedeln. Außerdem hat man dem Gitarrensignal eine Extra-Portion Reverb (kleiner Raum mit hohem Effektanteil) hinzugemischt. Um diesen Sound nachzubilden, ist eigentlich nur ein Distortion-Pedal notwendig. Die Einstellungen für den Reverb habe ich der Vollständigkeit halber mal beigefügt, allerdings würde ich den Hall für einen Bühnensound nicht einsetzen. Relevant wird er nur, wenn man für Aufnahmen genau diesen einen Sound haben möchte. Für die Aufnahme habe ich einen Boss DS-1 benutzt.

Audio Samples
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Seek and Destroy – Sound
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Creeping Death

Beim zweiten Album (Ride The Lightning) geht der Gitarrensound schon wesentlich mehr in die Richtung dessen, was man heute als Metal-Tone bezeichnet. Das charakteristische Merkmal sind die abgesenkten Mitten im Frequenzbild – im Gegensatz zum typischen Classic Rock Klang des Marshall-Amps, bei dem dieser Frequenzbereich extrem präsent ist. Die Mittenregler bei Gitarrenverstärkern arbeiten meist im Frequenzbereich von 500 bis 650 Hz, und haben im Normalfall einen sehr breitbandigen Wirkungsgrad. Daher ist für typische Metal Sounds ein grafischer Equalizer die bessere Wahl, weil man hier wesentlich gezielter die einzelnen Frequenzen schmalbandig anheben oder absenken kann. Beim folgenden Hörbeispiel habe ich einen 7-Band EQ hinter den Boss DS-1 geschaltet. Wie ihr seht, sind die Einstellungen am Verzerrer die selben wie beim vorherigen Beispiel. Aber der Klang wird durch die radikale Absenkung am EQ im Bereich von 800 Hz komplett verändert und wir kommen dem Metal Sound so wesentlich näher. Das war auch der Grund, warum die beiden Gitarristen sich für Boogie Amps entschieden haben. Diese Verstärker hatten bereits einen grafischen 5-Band EQ im Angebot, und so bestand die erste Amtshandlung der Herren Metallica darin, die Frequenzen bei 750 Hz herauszunehmen.

Audio Samples
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Crepping Death – Sound
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Master Of Puppets

Der Titelsong aus dem Album, das von Metal-Fans als das beste Metallica Album bezeichnet wird. Und auch soundmäßig setzte das Werk Maßstäbe und inszenierte die knallharten Metallica-Riffs mit einem Metal Sound, der zum Industrie-Standard werden sollte. Zum Nachstellen haben wir wieder die Kombination Distortion und grafischer Equalizer an den Start gebracht. Letztgenannter kommt hier etwas intensiver zum Einsatz: der Bassbereich und die Höhen werden zusätzlich etwas angehoben. Die entstehende Kurve bezeichnet man auch gerne als “Badewannen-Einstellung”. Den breiten Sound, der durch die gedoppelten Gitarrenspuren entsteht, kann man mit einem leicht eingestellten Chorus imitieren. Aber Vorsicht! Nicht zu viel Effekt, sonst wird es matschig.

Audio Samples
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Master of Puppets – Sound
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One (Intro)

Zur Abwechslung mal ein Clean-Sound. Das Intro von “One” klingt ausgesprochen düster, nicht zuletzt durch den Einsatz eines sehr schwach eingestellten Flangers. Man muss dabei die Regler für Resonance und Manual komplett zurücknehmen, die Effektgeschwindigkeit (Rate oder Speed) auf einen geringen Wert einstellen und die Effekt-Tiefe (Depth) voll aufdrehen. Der entstehende Klang ist einem Chorus-Sound sehr ähnlich, wobei ein echter Chorus Effekt meines Erachtens immer eine Spur schöner klingt. Der Flanger erzeugt hier einen eher dunklen Klang.

Audio Samples
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One (Intro) – Sound
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One (Intro Lead Gitarre)

Kirk Hammett spielt im Intro ein Solo mit einem Clean Sound. Hier macht es Sinn, einen Compressor als Booster einzusetzen. Auf diese Weise werden leise Töne etwas angehoben und der gesamte Klang nach vorne gebracht.

Audio Samples
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One Intro (Lead) – Sound
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Enter Sandman (Intro)

Neben “Nothing Else Matters” ist “Enter Sandman” wohl der bekannteste Metallica-Song überhaupt. Das Riff zählt jetzt schon zu den Top Ten der Rock Riffs – obwohl es “Smoke On The Water” immer noch nicht toppen konnte. Im Intro geht es aber erst mal recht brav zur Sache. Clean-Gitarre mit Chorus, die von einer Akustik Gitarre gedoppelt wird, ist angesagt. Für den Bühneneinsatz lässt sich das Ganze mit einem Chorus-Pedal realisieren. Der Effektanteil kann recht hoch gefahren werden, die Geschwindigkeit sollte aber eher langsam eingestellt sein, sonst “eiert” der Effekt.

Audio Samples
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Enter Sandman Intro – Sound
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Enter Sandman (Riff)

Für diesen Sound habe ich mal ein anderes Pedal aus der Schublade gekramt: einen typischen Metal-Verzerrer (Boss Metal Zone), der bereits eine vier Band Klangregelung integriert hat. Mit seiner Unterstützung kann die gewünschte Mittenfrequenz genau angewählt und nach Geschmack angehoben oder abgesenkt werden (Parametrische Mittenregelung). Da der Wirkungsgrad des Pedals auf Metal-Sounds zugeschnitten ist, stellt es eine Alternative zur Kombination Distortion & Equalizer dar.
Auch hier habe ich einen dezent eingestellten Chorus hinzugenommen, um den Sound etwas zu “verdicken”. Der Klangunterschied bei aktiviertem Chorus ist eigentlich minimal, aber das Spielgefühl ist besser. Man hat einfach einen breiteren, mächtigeren Sound. Ihr hört beide Versionen, einmal ohne und einmal mit Chorus.

Audio Samples
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Enter Sandman Riff – Sound Enter Sandman Riff – Sound mit Chorus
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Enter Sandman (Solo)

Beim Solo hat Kirk Hammett sein Lieblings-Effektgerät im Einsatz: das Wah Wah. Damit der Ton noch etwas weiter und größer wirkt, habe ich noch ein Delay mit 420 ms Verzögerungszeit hinzugenommen. Auch hier wird das Spielgefühl durch den Einsatz des Effekts wesentlich verbessert, das Sustain wird sozusagen künstlich verlängert. Doch erneut ist Vorsicht geboten: der Effektsound darf nur leicht hinzugemischt werden. Das Originalsignal muss klar und deutlich hörbar sein und auch in Sachen Wiederholungen sollte man nicht übertreiben, sonst gibt es Klangbrei. Vier Wiederholungen reichen.

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Enter Sandman Solo – Sound
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The end of the line

Beim Album “Death Magnetic” haben sich die vier Musiker von ihren früheren Werken inspirieren lassen. Das gilt auch für den Gitarrensound, der wieder sehr rotzig ist und mehr Mitten hat als auf den vergangenen Alben. Den Metall-Verzerrer oder Equalizer können wir wieder beiseite legen, ein Distortion Pedal und es kann los gehen…

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The end of the line – Sound
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TIPP: Noten und Tabs der besten Metallica Riffs und Solifindet ihr in unserem Play-Alike Workshop

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von Thomas Dill

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Ned Tugent sagt:

#1 - 10.06.2011 um 20:03 Uhr

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Jeah jetzt weiss ich auch meinen flanger wieder zu gebrauchen!Danke

Kommentare vorhanden
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