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Raumakustik Workshop No.3 – Mobiler Breitbandabsorber aus IKEA Regal

IKEA Regal aufbauen

Zuerst baut ihr das IKEA-Regal Gersby nach der beigelegten Anleitung zusammen, wobei die einzigen beiden Ausnahmen folgende Umstände bilden: Zum einen müsst ihr die locker eingehängten Böden nicht einbauen, denn diese benötigen wir für etwas anderes. Die andere Sache wiederum ist kein Muss, macht aber auch durchaus Sinn: Ihr nagelt die Rückwand mit der weißen Seite nach außen an das Regal. So könnt ihr die Absorber auch mal in den Raum stellen, ohne das ihr die Seite mit der „brauner Karton“-Optik bewundern müsst.

Fotostrecke: 3 Bilder Der Inbusschlüssel darf nicht fehlen.
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Die Modifikation

Und schon kann unsere Modifikation losgehen! Benutzt die drei übrig geblieben Einlegeböden und bastelt aus diesen eine massive Rückwand für den unteren Teil. Diese muss, um akustisch korrekt zu arbeiten, luftdicht werden. Deswegen geizen wir hier nicht mit Acryl und Montagekleber! Und damit die dünne Rückwand später nicht an unserer massiven Wand klappert, hauen wir vor allem hier ordentlich Kleber rein!

Fotostrecke: 9 Bilder Der untere Teil des Regals, aus dem später der Schallabsorber wird.
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Anschließend habe ich die ersten zwei Böden an den Rand geschoben, damit der Kleber sich ordentlich in den Kanten sammelt, um dann den dritten Boden so überlappend aufzulegen, das links und rechts in etwa der selbe Überstand entsteht. Die bereits vorhandenen Fräsungen für die Halte-Pins der Regalböden bieten dabei eine gute optische Orientierung, wie man an den Bildern erkennen kann. Auch hier habe ich wieder ordentlich Kleber dazwischen geschmiert.
Im nächsten Schritt werden an den wichtigsten statischen Stellen zusätzlich Stuhlwinkel montiert, welche wir natürlich immer mit vier Schrauben fixieren. Anschließend dichten wir auch nochmal hier alle Kanten sauber ab.

Der Breitbandabsorber verlangt es leider: Glaswolle schneiden

Jetzt kommt der kratzige Teil beim Breitbandabsorber-Selbstbau: Es gilt, Glaswolle zu schneiden, so dass sie in unsere Box passt. Das macht ihr am besten draußen und nicht in eurer Wohnung, da die Späne ziemlich aggressiv sind. Außerdem empfiehlt es sich Schutzkleidung während des Schneidens zu tragen (Staubschutzmaske, Handschuhe, Brille). Am besten schneidet sich Glaswolle meiner Meinung nach übrigens mit einem Brotmesser. Je nachdem, was für eine Plattendicke ihr gekauft habt, müsst ihr eventuell stapeln. Quetschen solltet ihr hier allerdings nichts, und es reicht auch, wenn 2/3 unserer Box gefüllt sind. Damit die Wolle nicht nach vorne purzelt, bringen wir außerdem noch zwei Querstreben mit Winkeln an.

Fotostrecke: 3 Bilder Mit je zwei Winkeln bringen wir zwei Querstreben im Inneren des Absorbers an, die dafür sorgen soll, dass die Wolle später nicht die Membran berührt.
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Resonatormembran aufkleben

Wie ihr in den oberen Bildern bereits sehen könnt, müssen außerdem noch zwei weitere Leisten angebracht werden. Hier müsst ihr besonders sauber arbeiten, damit diese bündig mit den leicht nach innen versetzt angebrachten Böden abschließen. Es empfiehlt sich dabei, die Leisten vorzubohren, damit Sie nicht beim Verschrauben aufreissen. Anschließend werden hier unsere Sperrholzplatten aufgeklebt. Dies muss luftdicht geschehen, deswegen muss hier also wirklich höchste Präzision an den Tag gelegt werden. Anschließend beschwert ihr unsere Klebeflächen massiv und achtet darauf, das wirklich überall Kleber herausgedrückt wird, damit hier wirklich alles dicht ist. Solltet ihr euch unsicher sein, schmiert lieber noch etwas mehr Kleber hinterher. Dann heißt es warten, bis der Kleber trocken ist – oder ihr baut schon mal den nächsten Gersby zusammen! Bezüglich der Dicke der Sperrholzplatte werde ich noch etwas unter den Aufstellungs-Tipps des Breitbandabsorbers schreiben.

Fotostrecke: 5 Bilder Es kommt wieder reichlich Kleber auf den Rand…
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Der Rest ist ziemlich simpel: In den oberen Teil kommt nun einfach nur noch Glaswolle – entweder in Folie (Müllsäcke) gepackt oder nicht. Die Folie sorgt dabei dafür, dass nicht zu viele Höhen gedämpft werden. Wann und wo welche Variante dann aufgestellt wird, klären wir auch später in den Aufstellungs-Tipps. Als Faustregel gilt: Von drei Absorbern sind zwei in Folie zu packen, einer nicht.

Dekorahmen mit Stoff betackern

Anschließend bauen wir einen weiteren Rahmen, der genau in das obere Rechteck des späteren mobilen Breitbandabsorbers passt. Auf diesen tackern wir dann den Deko-Stoff, um die Glaswolle oder die befüllten Müllsäcke ästhetisch-ansprechend verstecken zu können. Es ist übrigens nicht notwendig, die Glaswolle-Pakete maximal zu befüllen, es reicht vollkommen aus diese ca. 18 cm dick zu machen, sodass noch circa 5 cm Luft bis zu der Stoffbespannung vorhanden sind. Und et voilà, wir sind fertig!

Breitbandabsorber-Trikolore: Folie, Wolle, Stoff.
Breitbandabsorber-Trikolore: Folie, Wolle, Stoff.

Wo stellt man einen Breitbandabsorber hin – Aufstellungshinweise

Grundsätzlich könnt ihr unsere Absorber überall hinstellen, trotzdem gibt es noch ein paar Faktoren, um die Wirkungsweise zu optimieren. Hierbei ist es natürlich auch wichtig zu wissen, wie viele Absorber ihr bauen werdet. Beispielsweise würde ich grundsätzlich an die Stellen der Erstreflexionen – also die Orte/Wände an denen der Schall über nur eine Reflexion unmittelbar an eurem Abhörpunkt landet – immer die Variante mit der offenen Glaswolle im oberen Bereich platzieren. Solltet ihr einen Absorber hinter eure Lautsprecher stellen wollen oder beispielsweise zwei der Absorber nebeneinander, dann würde ich hier auch die Variante mit der Glaswolle in den Mülltüten wählen, damit insgesamt nicht zu viele Höhen gedämpft werden. Nichts klingt schlimmer als ein in den Höhen überdämpftes Studio! Stoff ist allerdings bei jeder Variante davor.
Konkret: Auf jeden Fall einen Absorber links und einen Absorber rechts vom Abhörpunkt aufstellen – überall da, wo ihr eure Lautsprecher über einen Spiegel an der Wand sehen könntet.
Wenn ihr an diese Stelle mehrere Absorber stellen wollt, würde ich im absoluten Reflektionspunkt ein Variante mit offener Glaswolle wählen, und links und rechts davon eine Variante mit Folie aufstellen. Soviel zu den oberen Kammern unseres Absorbers.

Fotostrecke: 3 Bilder Hier erkennt ihr, an welchen Punkten Absorber sinnvoll sind.
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Theorie des Plattenschwingers

Im unteren Bereich unseres mobilen Breitbandabsorbers kleben wir ja eine Sperrholzplatte ein. In Verbindung mit dem dahinter befindlichen Luftpolster ergibt sich ein Feder-Masse Prinzip, welches natürlich eine Resonanzfrequenz hat. In diesem Fall schwingt die Platte maximal mit und wandelt diese Energie durch Luftreibung im Inneren (verstärkt durch die Glaswolle) in Wärme um. Die Resonanzfrequenz ergibt sich dabei aus der Masse der Frontplatte und der Tiefe des Systems. 
Da wir bei unserem selbstgebauten Absorber durch die IKEA-Maße bereits eine Vorgabe haben, was die Tiefe anbelangt (23,5 cm), können wir hier also nur Einfluss über das Flächengewicht der Membran nehmen, was sich aus der Dicke der Sperrholzplatte ergibt. Ohne weiter auf die ganzen theoretischen Hintergründe eingehen zu wollen, sei an dieser Stelle erklärt, dass nur Pappel-Sperrhölzer zu verwenden sind, und zwar in einer Dicke zwischen 3 mm und 9 mm. Je nach Holzlieferant wird der in diesem Bereich auch nur konkrete Werte anbieten können, also meist 3 mm, 4,5 mm, 6 mm und 8 mm. 
Dazu eine kleine Tabelle mit ungefähren Werten für unsere gebauten Absorber:

Plattendicke    Resonanzfrequenz
      3 mm             99 Hz
      4 mm             90 Hz
      5 mm             78 Hz
      6 mm             71 Hz
      7 mm             65 Hz
      8 mm              61 Hz
      9 mm             59 Hz

Okay, jetzt sind wir doch kurz ganz schön theoretisch geworden. Macht euch aber bitte nicht verrückt! Nur weil hier konkrete Resonanzfrequenzen stehen, heißt dass noch lange nicht, das der Absorber nur hier wirkt. Der Wirkungsbereich ist zwar im Vergleich zu anderen Absorber-Arten schmal, aber immer noch breit genug, dass es hier auf 5 Hz mehr oder weniger auch nicht ankommt. Demzufolge reicht es, wenn ihr einfach die Pappel-Sperrholz Platten nehmt, die euer Baumarkt vorrätig hat. Und orientiert euch zuerst an den dünneren Varianten, da es ohnehin nicht viel Sinn macht zu versuchen in einem kleinen 15 qm Raum 35 Hz zu dämpfen. Falls ihr also eure Problemfrequenzen kennt, konzentriert euch zuerst auf den Bereich um die 100-200 Hz, zumal hier auch Vielfache von euren eigentlichen ,“theoretischen“ Grundmoden relativ eng zusammen fallen, denn auch in 140 Hz stecken 35 Hz viermal drin. 
Faustregel: In die Ecken kommen die Absorber mit den dickeren Platten, überall anders die dünneren hin. Da unsere selbst gebauten Absorber mobil sind, könnt ihr hier durch Rücken der Absorber auch noch ein wenig mehr experimentieren, denn so kann es sein, dass an einer Postion eure 3mm-Variante stärker vibriert als anderswo. Und wir wollen, dass die Platten schwingen, denn nur dann wird Schall effektiv geschluckt! Erwartet allerdings nicht zu viel, die Platten werden nicht vor oder zurückschlagen, sondern nur ganz leicht vibrieren. Um zu testen, wo eure Absorber arbeiten, könnt ihr auch Sinustesttöne abspielen, und dann vorsichtig die Hand auf die Membran legen, um zu spüren, bei welcher Frequenz sie am stärksten vibrieren – das ist dann eure Resonanzfrequenz!
Und für alle, denen das gerade viel zu kompliziert war, hier ein paar Bilder die Beispiel-Installationen zeigen, welche ihr auch genauso nachbauen könnt. Ich würde euch selbstverständlich die Variante mit den zehn Stück empfehlen.

Fotostrecke: 4 Bilder Hier seht ihr einen Aufstellungsbeispiel für zwei selbst gebaute Absorber in einem Regieraum
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Und nun viel Spass in eurem „neuen“ Studio!

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von Felix Klostermann

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Profilbild von Jan

Jan sagt:

#1 - 24.04.2015 um 00:10 Uhr

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Sollte man beim reinen Absorber ohne Platte nicht die Rückwand perforieren?

Profilbild von Mahir

Mahir sagt:

#2 - 02.05.2015 um 03:13 Uhr

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Hi liebes Team.Ein Super Workshop wieder mal von euch.Ihr seid ein Segen.Wenn ich die Wände fürs Recording nutzen will also um das Mic stellen will muss beim Bau was beachten.z.B dicke etc. Wie wirken sich die Wände auf den Gedang aus?

Profilbild von Felix Klostermann

Felix Klostermann sagt:

#3 - 27.05.2015 um 18:37 Uhr

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Hi Mahir, auch in deinem Aufnahmeraum kannst du diese Kästen verwenden. Allerdings würde ich dann - wenn du die Kästen oft bewegst - die Rückwand deutlich massiver machen. LG, felix

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Hans sagt:

#4 - 28.05.2015 um 12:41 Uhr

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Hallo,vielen Dank für diesen Interessanten Workshop!
Ich habe eine andere Andwendungsfrage: Ich würde gerne meine Garage dämmen, damit nicht so viel Lärm nach außen gelangt. Ich nutze die Gerage vor allem als Werkstatt, manchmal auch um musik zu machen aber vorallem Metallwekstatt. Ich baue skulpturen aus Metall, hämmer demnach sehrviel auf Stahl herum und erzeuge vermutlich meist hohe Frequenzen. Würden eure Absorber dazu beitragen, dass meine Nachbarn weniger gestört werden oder geht es nur um die Akustik innerhalb des Raumes?
Vielen Dank!

    Profilbild von Jens Hilzensauer

    Jens Hilzensauer sagt:

    #4.1 - 27.07.2019 um 11:31 Uhr

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    Hallo Hans, es würde den Klang in deiner Werkstatt verbessern, aber nicht den Schall dämmen, der nach außen dringt.

Profilbild von Ben

Ben sagt:

#5 - 31.07.2015 um 13:28 Uhr

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Hallo. Vielen Dank für den interessanten Workshop auf den ich gerade gestossen bin. Ich plane gerade die Akustik im meinem Schlagzeugraum zu verbessern. Wollte deshalb diese mobilen Breitbandabsorber aus dem Workshop in die Ecken und auf die Seiten stellen. Ich wollte nur fragen ob man anstelle von Glaswolle im oberen Teil des Regals auch Noppenschaumstoff oder eine andere Art von Dämmstoff verwenden könnte? Die Frage stellt sich deswegen, weil man ja viel über Glaswolle und die damit verbundenen Gesundheitsrisiken hört. Ich bin mir schon bewusst, dass diese Variante wahrscheinlich teurer wird.

Profilbild von Matthis

Matthis sagt:

#6 - 02.01.2016 um 15:08 Uhr

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Hallo Felix,
hätte ein paar spezifische Fragen zu der Bauanleitung, kann ich dir irgendwo schreiben?

Profilbild von Fabian

Fabian sagt:

#7 - 20.03.2016 um 11:00 Uhr

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Hi Felix, kann man anstatt Mineralwolle auch Basotect verwenden? Dann müsste ich keinen Schutzanzug beim Einbau tragen :) Viele Grüße Fabian

Profilbild von Felix Klostermann

Felix Klostermann sagt:

#8 - 20.03.2016 um 18:08 Uhr

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Hi Fabian, das kannst du auch machen. LG; Felix

Profilbild von Jack

Jack sagt:

#9 - 23.03.2016 um 05:19 Uhr

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Hallo! sehr interessanter Artikel.Ich habe vor zwei dieser Absorber bei Recordinganwendungen mit einem Neumann TLM (Niere) hinter mich zu stellen, um einen trockenen Sound zu erhalten.Ist dieses Vorhaben für diese Zwecke geeignet oder gibt es bessere Möglichkeiten?

Profilbild von Felix Klostermann

Felix Klostermann sagt:

#10 - 24.03.2016 um 00:37 Uhr

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Hi Jack,
klar geht das! Nimm aber vielleicht besser drei und stell sie leicht U-förmig um dich. LG, Felix

Profilbild von Heiko Rother

Heiko Rother sagt:

#11 - 22.08.2016 um 08:27 Uhr

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Hallo allerseits,
ich habe mit großem Interesse eure Beiträge zum Thema Raumakustik gelesen.
Ist schon sensationell, was ihr so beschreibt.... und vor allem auch bezahlbar.
Angefangen hat bei mir alles mit dem Buch "Studio Akustik" von Andreas Friesecke. Hochinteressant, wie ich finde. Doch jetzt, da ich weiß, auf welche Nachhallzeit ich kommen sollte, welche Absorber es gibt, wie man sie kostengünstig (Dank euch) herstellt, bleibt eine Frage übrig:
Welche stehenden Wellen müssen zwingend bekämpft werden?
Im konkreten Fall geht es um einen Raum mit den Massen 5,12m x 4,72m x 2,44m.
Dieser Raummoden-Rechner http://amroc.andymel.eu/?l=... zeigt mir hervorragend an, welche Moden wo auftreten und faszinierender Weise stimmt das auch nahezu 100%ig mit der Realität überein.
Nur welche von den knapp 80 Moden muss ich denn nun tatsächlich bekämpfen? Ich würde ungern 80 Resonatoren aufstellen wollen.
Vielleicht hättet ihr dafür noch einen guten Tip.
Vielen Dank im Voraus!Gruß Heiko

Profilbild von tri als

tri als sagt:

#12 - 13.02.2017 um 21:50 Uhr

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Hallo,
kann man diese "Ikea-Absorber" in einem Proberaum einsetzen, oder ist das eher was für Studio / Abhörzwecke geeignet?Danke im VorausGruß Aki

Profilbild von Benny

Benny sagt:

#13 - 09.05.2017 um 18:15 Uhr

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Hallo,
ich habe seit längerem ein Problem mit dem Hall in meinem Zimmer.
Ich versuche den Hall eig. wirklich nur für mein Mikrofon (Podcasts) also Livestreaming / Recording zu verbessern. Es geht weder um Lautsprecher, Musik / Instrumente oder sonstiges.
Ich habe sogar ein Video des Raumes:
https://www.youtube.com/wat...Ich hatte mir für ~25€ diese dünnen Matten an die Wände gemacht, half zu 15%.
Wie ich jetzt aber gelesen habe entfernt das wohl nur den Hoch-Ton-Hall.
Weshalb sich meine Stimme in den Videos auch etwas dumpfer (tiefer) hallend anhört...Mein Budget ist nicht sehr groß. Ich hatte mir überlegt so etwas in der Art an 2 gegenüberliegenden Wandseiten anzubringen:
http://www.ebay.de/itm/Nopp...
in 7cm stärke und 4x 100x50cm
Aber ich vermute das das nicht so sonderlich gut werden würde, weil das wohl auch nur den hohen Hall entfernt...Nun ist die Frage, würden mir 3 oder 4 von diesen Ikea Absorbern stark helfen?!
Ich weiß das ich auf viel mehr achten muss. Etwas dickere Vorhänge, evtl. noch einen Teppich like this:
http://www.ebay.de/itm/Lang...
Größe: 133x190cmDenn mein Raum ist schon ziemlich leer. Und der Parkettboden hilft da auch nicht sehr...Mein Budget beträgt so 200€ mehr ist erst einmal nicht drin.
Evtl. warte ich noch etwas und könnte mir dann vlt. 4 von diesen Absorbern leisten. Dicke Vorhänge (Fensterfront) und evtl. dieser Teppich (wobei er dann nicht am Arbeitsplatz liegen würde, weil dort kein Platz ist, er würde irg. anders im Raum liegen... ob das Nutzvoll ist weiß ich nicht).Mein gesamter Beitrag findet man hier:
https://www.tonstudio-forum...Für eure Hilfe wäre ich sehr dankbar.
Denn dieser Hall treibt mich in den Wahnsinn. Wenn er um 50% reduziert ist würde mir das schon reichen.

Profilbild von Richard Heinrich

Richard Heinrich sagt:

#14 - 11.07.2017 um 19:04 Uhr

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Tachchen,
erstmal vielen Dank für die super Idee und die Erklärung zum Aufbau. Doch an einer Sache bin ich am rätseln.Bei deinen Bildern (vorallem das Bild wie es zum Schluss aussehen kann) sieht man die Tackernadeln nicht auf dem Stoff???!!!
Versteh ich da den letzten Absatz falsch oder bin ich zu blöd?
Würde mich um eine Rückmeldung freuen.
Lg

    Profilbild von Felix Klostermann

    Felix Klostermann sagt:

    #14.1 - 11.07.2017 um 22:16 Uhr

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    Den Stoff haben wir um den Rahmen gezogen, entsprechend sind die Nadeln hinten auf dem Rahmen. LG; felix

    Antwort auf #14 von Richard Heinrich

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Profilbild von mowslide

mowslide sagt:

#15 - 07.08.2017 um 19:20 Uhr

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Hallo!
Vielen Dank für diese DIY-Anleitung - Ich finde die Idee Klasse,
da ich meinen Proberaum im Keller auf günstige Weise akustisch verträglicher machen möchte.
Geplant ist bereits, doch bevor ich die Bauteile einkaufe wollte ich noch recherchieren und bin auf folgendes gestoßen: In dem Buch https://books.google.at/boo...ämpfung&source=bl&ots=IMaKzKlRFW&sig=cnoKIt2kmNQdmsKezC2xXFjl0iM&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwjB0NPMzMXVAhVEvBQKHSYVBsYQ6AEIOTAF#v=onepage&q&f=false Seite 77 - 1.6.4.1 Plattenschwinger - habe ich zufällig das gefunden:
"Praktisch verwendbare Holzdicken sind zwischen 3mm und 6mm..."
"...Dickere Holzplatten schwingen nicht mehr vernünftig, da sie zu steif werden."
und
"Damit ein Plattenschwinger gut funktionieren kann, sollten folgende Mindestabmessungen eingehalten werden:
- Kantenlänge der Platte oder Folie mindestens 50cm.
- Oberfläche mindestens 0,5m2
- Tiefe: d[cm]≤ 2800/fres"Nun beträgt die Oberfläche bei dieser Anleitung aber nur ca. 0,39m2.
Die Tiefe des Resonators (23,2cm) ist lt. o.a. Formel also auf 120Hz ausgerichtet - wenn man allerdings die 3mm bzw. 6mm - Platten verwendet beträgt die errechnete Resonanzfrequenz 73-90Hz.Beides ist eigentlich ein Widerspruch an die Anleitung...Nachdem ich ja noch nie einen Raum akustisch aufgepeppt habe würde mich interessieren:
Habt ihr die Wirkung schon mal gemessen?
Passen die gewünschten Dämpfungen zu den Messergebnissen?Danke!
Robert

    Profilbild von Felix Klostermann

    Felix Klostermann sagt:

    #15.1 - 28.07.2019 um 20:54 Uhr

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    Grüß dich Mowslide. Wenn man die Fallen komplett neu baut, dann sollte man sie so ideal wie möglich bauen. Es ist nun aber auch nicht so, dass Fallen, die vom Ideal abweichen, nun gar nicht mehr wirken. Bei dem Ikea-Regal ging es vor allem darum, den Preis äußerst klein zu halten. Insofern sehe ich keinen Widerspruch in den beiden Workshops :-)

Profilbild von Jim

Jim sagt:

#16 - 10.03.2020 um 16:55 Uhr

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würde es auch funktionieren wenn man unten 4 Leisten statt 2 anbringt und die vordere Platte dann bündig versenkt?

Profilbild von Fred

Fred sagt:

#17 - 27.05.2021 um 20:35 Uhr

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Herzlichen Dank für die DIY-Workshop. Eine Frage ist noch geblieben: Kann ich statt der Glaswolle auch Steinwolle (Rockwool) benutzen oder gibt es mit Blick auf die Dämpfung qualitativ Unterschiede? Vielen Dank

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