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Paiste Twenty Test

Details

Die ,,Twenty-Cymbals“ wurden erstmals auf der NAMM-Show 2007 präsentiert. Seither hat die Familie reichlich Zuwachs bekommen, dieser will natürlich getestet werden. Zu verspeisen gibt es ein 10“ Splash, ein 10“ Mini-China, ein 18“ Thin-China, 13“ und 14“ Hi-Hats, zwei 16“ und  18“ große Crash-Becken und drei Ride-Becken: 20“ Light-Ride, 20“ Ride und 22“ Ride.

Lediglich die Rohlinge dieser Becken werden in der Türkei hergestellt, wobei man sich in puncto Detailinfos zum türkischen Lieferanten leider bedeckt hält. Alle weiteren Produktionsschritte erledigt Paiste in der Schweiz von Hand. Soviel ist zu erfahren: Die Rohlinge werden aus einer hochwertigen B20-Legierung (80% Kupfer-20% Zinn) gegossen und kommen als runde Platten in der Schweiz an. Nur die Größe des Rohling lässt anfangs erahnen, welcher Becken-Typus aus der Bronze-Platte entstehen wird.

Im ersten Arbeitsschritt wird unter Hitzeeinwirkung die Kuppe geformt, dann das Loch der Kuppe eingestanzt. Nachfolgend müssen die Becken in Form gebracht, gehämmert und abgedreht werden, um irgendwann so auszusehen, wie wir das gewohnt sind.

Fotostrecke: 4 Bilder 13″ Hi-Hat
Fotostrecke

Die beiden 13“ und 14“ Hi-Hats sind auf der Ober- und Unterseite vom Scheitel bis zur Sohle abgedreht. Relativ breite und tiefe Grooves bestimmen das Abdrehmuster von der Kuppe bis zum Rand der Cymbals. In regelmäßigen Abständen verteilen sich die dezenten Hammermale auf dem Profil der Ober- und Unterseite der 14“ Hats. Beim 13“ Modell bestimmen unregelmäßig verteilte Hammerschläge das Muster. Das Profil der beiden Top-Cymbals verläuft recht flach, das der wesentlich schwereren Bottom-Cymbals noch flacher. Beide Modelle haben kleine und verhältnismäßig flache Kuppen.

Die 16“ und 18“ Crahes weisen das gleiche Abdrehmuster wie die Hi-Hats auf. Auch hier sind die Hammermale bei beiden Crash-Cymbals dezent und nicht sehr tief, allerdings in unregelmäßigen Abständen. Nur das 16“ Crash hat auf der beiden Seiten um die Kuppe herum und am Rand einen feinen Kranz aus regelmäßigen Hammermalen. Das gleichmäßige Profil verläuft relativ flach, beide Crashes lassen sich aufgrund ihrer geringen Stärke mühelos anbiegen.

Nun zu den Ride-Cymbals – von denen es ja gleich drei Stück gibt! Das 20“ Light Ride kommt zuerst dran: Es unterscheidet sich in Bezug auf die Verarbeitungsmerkmale nicht groß von den bereits vorgestellten Cymbals, nur auf der Unterseite ist die Kuppe komplett unbehandelt, also weder abgedreht noch poliert oder gehämmert.

Wie auch beim 16“ Crash ist um die Kuppe herum auf der Ober-und Unterseite ein dezenter Kranz regelmäßiger Hammermale zu erkennen. Das 20“ Ride ist sowohl auf der Ober- als auch der Unterseite im Bereich der Kuppe ein wahrer Augenschmaus. Gänzlich unbehandelt vermischen sich die braunen, gelben, grünen, schwarzen und bronzenen Farbtöne zu einer erdigen Melange. Der Durchmesser der Kuppe ist etwas größer als der des ,,Light Rides“. Insgesamt fällt das Cymbal massiver aus und ist somit schwerer als das ,,Light Ride“, worauf die Namensgebung ja schon schließen lässt. Zwei Zoll größer ist das nächste Testcymbal (22“ Ride), in Bezug auf Abdreh- und Hammermuster, Profil und Form sowie den Zustand der Kuppe ansonsten aber absolut baugleich.

Das 10“ Splash unterscheidet sich optisch und konstruktionstechnisch so gut wie nicht von den zwei vorherigen Probanden. Nur die Kuppe fällt im Verhältnis etwas kleiner aus.

Die Optik des 10“ Mini-Chinas und des 18“ Chinas wird durch die ausgeprägte Wölbung im Profil, den breiten Rand und der kleinen Kuppe bestimmt. Auf die gleiche Weise abgedreht wie die Hi-Hats und die Crashes der ,,Twenty-Cymbals“, tanzen die Chinas nicht aus der Reihe. Das Profil des kleinen Chinas ist etwas ausgeprägter, der äußere Rand deutlicher nach oben gewölbt als beim großen Bruder. Dieser Rand ist beim ,,18“ China auf der Ober-und Unterseite mit dezenten und unregelmäßig verteilten Hammermalen versehen. Mit dem bloßen Auge sind beim kleinen Modell keine Hammermale zu erkennen. Ganz kleine Dellen lassen allerdings vermuten, dass es minimal vom Hammer ,,gestreichelt“ wurde. Insgesamt sind alle ,,Twenty-Cymbals“ hervorragend verarbeitet und besonders die Cymbals mit den unbehandelten Kuppen haben optisch einiges zu bieten.

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