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Origins Of Sound: Der Funky Drummer

Nicht nur bestimmte elektronische Musikinstrumente haben Geschichte geschrieben, sondern auch so manche Sounds und Samples. Lasst uns einige legendäre Klänge unter die Lupe nehmen: Wo kamen sie her, wo führten sie hin und warum sind sie heute noch wichtig? Heute: der „Funky Drummer-Drumloop“, ein Grundpfeiler des Hip-Hop.

James Brown – Funky Drummer (Bild: YouTube/Ike Dyson)
James Brown – Funky Drummer (Bild: YouTube/Ike Dyson)

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Ursprung

Jeder, der sein musikalisches Leben nicht unter einem Stein verbracht hat, kennt diesen Drumloop, der eigentlich im Original super-entspannt daher groovt, aber in Stücken von Public Enemy, N.W.A. oder Ice Cube auch massiv aggressiv getweakt wurde.
Sein Ersteinsatz könnte bereits 1986 auf dem Grandmaster Flash-Song „Fastest Man Alive“ stattgefunden haben. Über den Hip-Hop wurde der „Funky Drummer“ dann in den weltweiten Pop-Kanon gespült und wurde ab 1988 bei den Fine Young Cannibals („I‘m Not The Man I Used To Be“) und dann später bei diversen Pop-Größen wie Kylie Minogue, George Michael, Queen oder Britney Spears drübergebrezelt, um Hipness aus der Hüfte anzutäuschen.
Es schien aber auch schon fast vorbestimmt: Wenn er im Original freisteht, wird der Beat durch das Fehlen der restlichen Band förmlich nach vorne gedrückt. Hart und prägnant! Bestes Sample-Material. Denn wer konnte schon 1970 ahnen, dass es 15 Jahre später digitale Wundermaschinen geben würde, mit denen Musiker den ersten Takt solo oder ab dem fünften Takt gewürzt mit den „Ain’t It Funky“-Shouts von James Brown absampeln und in ihre eigenen Stücke einbauen würden?

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TIPP: Der originale Funky Drummer in deiner DAW
Wenn Ihr nun den originalen Funky Drummer in eure DAW einladen wollt: Clyde Stubblefield hat 2001 eine Session gespielt, die bei Yurt Rock als royalty-free Sample-Pack erhältlich ist.

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Das Pack ist übrigens gerade für sehr schmale 29,95 Euro erhältlich und ihr bekommt damit nicht nur einen legendären Live-Drummer für eure DAW, sondern unterstützt damit auch noch den Clyde Stubblefield Scholarship Fund, der jedes Jahr einen Jugendlichen aus der Clydes Heimatregion Madison unterstützt, um am College Musik zu studieren, damit sein musikalisches Erbe weiterlebt. Also, ich habe gleich zugeschlagen!

Clyde Stubblefield, der “original funky drummer”, (Bild: Wikimedia Commons, Paul VanDerWerf /Photo by Clyde Stubblefield)
Clyde Stubblefield, der “original funky drummer”, (Bild: Wikimedia Commons, Paul VanDerWerf /Photo by Clyde Stubblefield)

And now: Get wicked!

So wird’s gemacht: in diesem Video könnt ihr dem Original Funky Drummer Clyde Stubblefield direkt auf die Finger schauen.

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Do it yourself!

Und hier noch ein kleiner Service für alle Drummer, die sich in unsere kleine, kuschelige Bonedo-DJ-Ecke verirrt haben: In diesem Video könnt ihr Clyde direkt auf die Finger schauen, wie er seine Grooves spielt und erklärt. Und noch mehr erfahrt ihr im Bonedo-Drum-Workshop von Sönke Reich.

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von Mijk van Dijk

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