Numark TT-USB Test

Details

Lieferumfang
Zum Lieferumfang des TT-USB gehören neben dem Plattenspieler ein USB-Kabel, Single-Puck, Slipmat sowie ein vormontiertes Headshell-Tonabnehmersystem. Netz- und Cinchkabel sind fest integriert. Außerdem erhält man eine Daten-CD mit den Programmen ez-Vinyl-Converter für Windows und ez-Audio-Converter für den Mac. In gedruckter Form liegen außerdem zwei deutsche Kurzanleitungen bei. Eine für den Plattenspieler und eine für die Programme. Beide Anleitungen sind zwar knapp gehalten, liefern aber alle nötigen Informationen.

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Erster Eindruck
Mit seinen nur 3,5 kg ist der TT-USB ein absolutes Leichtgewicht. Dafür sorgt u. a. das komplett aus Kunststoff gefertigte Gehäuse. In der Preisklasse des TT USB kann man allerdings auch kein Metall-Chassis erwarten. Der Plattenteller muss vor der Inbetriebnahme noch montiert werden. Doch das ist wirklich ein Kinderspiel, da der Antriebsriemen im ausgelieferten Zustand bereits auf den Plattenteller gespannt ist. Auch der mitgelieferte Tonabnehmer ist schon auf dem Headshell vormontiert. So ist der Plattenspieler ruckzuck betriebsbereit. Das Design des TT-USB ist ansprechend und orientiert sich an teureren Profiplattenspielern. Das Gerät steht stabil und rutschfest auf vier großen Gummifüßen. Alle Bedienelemente machen einen guten Eindruck.

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Anschlüsse
Das Anschlussfeld des Numark TT-USB ist auf der Unterseite des Turntables untergebracht. Sowohl Netz- als auch Cinchkabel ragen fest montiert aus dem Gerät heraus. Es gibt also keine Anschlussbuchsen. Das hat den Vorteil, dass man nicht dauernd am Anschlussfeld hantieren muss. Anderseits hat man keinen Einfluss auf die Kabellänge. Außerdem muss bei einem beschädigten Kabel gleich das ganze Gerät demontiert werden. Das Netzkabel ist 1,5 m und das Cinchkabel 1,0 m lang. Am Anschlussfeld sitzt ein Schalter, mit dessen Hilfe man den analogen Ausgang auf Phono- oder Line-Pegel umschaltet. Darüber hinaus befindet sich dort eine USB-Buchse Typ B für die Verbindung mit einem Computer sowie ein Gain-Poti. Mit diesem lässt sich der Pegel des Vinyls (z. B. laut gepresste Maxi, oder leise LP) an den USB-Ausgang anpassen. Ich finde es zwar durchaus löblich, wenn die Bedienelemente unauffällig bleiben, aber ständig das Gerät anheben zu müssen, wenn man den Ausgangspegel ändern möchte, ist doch wirklich etwas umständlich. Praktisch hingegen ist der zusätzliche Stereo-Input in Form einer 3,5-mm-Stereoklinke, der sich auf der Vorderseite des Gerätes befindet. Diesen kann man nutzen, um z. B. alte Kassetten zu digitalisieren. Genauso kann man dort aber auch einen MP3-Player anschließen, falls der vorhandene Mixer nicht über genügend Eingänge verfügt. Sehr praktisch!

Features
Der Riemen-getriebene TT-USB läuft mit 33 rpm oder 45 rpm. Die entsprechenden Tasten werden von je einer roten Kontroll-LED flankiert. Der 100 mm lange Pitch-Fader ermöglicht eine Änderung der Abspielgeschwindigkeit um +/- 10 %. Der Slider ist angenehm leichtgängig und verfügt über eine Mittenrasterung. Eine verschiedenfarbige Kontroll-LED zeigt zudem an, ob er sich außerhalb der Null-Prozent-Marke befindet. Der Plattenteller ist aus Aluminium gefertigt und ziemlich robust. Leider gilt das nicht unbedingt für die Verankerung des dazugehörigen Lagers. Der Unterbau aus Kunststoff sorgt dafür, dass der Plattenteller sich bereits bei leichtem Druck etwas nach unten neigt. Allerdings kann man in dieser Preisklasse auch keine Wunder erwarten.

Erfreulicherweise liefert der Antrieb über genügend Drehmoment, um passabel mixen zu können. Der Tonarm ist S-förmig und verfügt über einen SME-Drehverschluss für Headshell-Tonabnehmer. Das ist sehr praxistauglich, da Tonabnehmer so schnellstmöglich gewechselt werden können. Gegen die aus der Bauform des Tonarms resultierenden Skating-Kräfte gibt es eine stufenlose Anti Skating-Vorrichtung. Der Tonarm erweist sich als sehr stabil und beschert dem TT-USB zusätzliches Mix-Potential. Mit den großen Start/Stop-Tasten wird der Antrieb (de) aktiviert. Der Netzschalter des TT kommt mit separater LED-Beleuchtung und wurde gut erreichbar auf der Oberseite des Gerätes angebracht.

Software/ USB
Zur Kontaktaufnahme des Plattenspielers mit einem Windows-PC oder Mac sollte dieser mindestens über einen USB 1.1-Anschluss verfügen. Als Betriebssysteme kommen Windows 2000, XP oder Vista infrage. Beim Mac muss es mindestens Mac OS X Version 10.4.x sein.

Die beiliegenden Applikationen ez-Vinyl-Converter (Windows) und ez-Audio-Converter (Mac) bieten eine Aufnahme-Funktion mit einer Abtastung in 16 Bit und 44,1 kHz. Die Musiktitel können innerhalb der Software mit allen Informationen (Interpret, Songtitel, Album, etc.) versehen werden. Anschließend soll ein automatisierter Export in die eventuell bereits vorhandene iTunes-Libary erfolgen.

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