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Mode Machines Synthlab SL-1 Test

 PRAXIS 
Von den Fotos im Netz her habe ich mir den Mode Machines Synthlab SL-1 kleiner vorgestellt. Aber so klein ist er mit seinen 31,8 x 19,5 x 7,4 cm gar nicht! Auf dem Foto unten habe ich mal einen typischen Bodentreter zu Größenvergleichszwecken daneben gestellt. Mit im Karton sind ein Netzteil von beachtlicher Größe und ein in deutscher Sprache verfasstes Handbuch. Wer lieber am Bildschirm liest: Man kann sich das Handbuch auch bei www.modemachines.com als PDF herunterladen. 

 Das Gehäuse des Synthlab SL-1 ist aus stabilem Metall, Farbgebung: hellgrau-metallic. Die Bezeichnungen der Parameter sowie viele optische Strukturierungshilfen sind in schwarz auf der Oberfläche aufgedruckt. Der SL-1 ruht auf vier Gummifüßen, die Seitenteile sind aus hellem, mit Klarlack lackiertem Holz. Seine Potikappen sind aus weichem Gummi, die Potis selber haben für meinen Geschmack etwas viel Spiel. Sie funktionierten in meinem Test aber bestens, und auch beherzteres Herumrütteln konnte ihnen nichts anhaben. Die Kippschalter sitzen bombenfest auf dem Gehäuse und machen beim Betätigen ein schönes „Klack“-Geräusch. 

Sound
Um eine Hörprobe muss man den SL-1 nicht lange bitten, der Synthesizer ist schnellstens einsatzbereit: Netzteil angedockt und Powerknopf gedrückt. Die Power-LED leuchtet in hellem Blau, die Tempo-LEDs der LFOs blinken in der jeweiligen Geschwindigkeit. Danach ist noch ein MIDI-Kabel zwischen Rechner bzw. Masterkeyboard und der rückseitigen Eingangsbuchse des SL-1 zu verlegen. Mit einem Klinkenkabel verbinde ich den Audio-Ausgang des Synthesizers mit meiner Abhöranlage. Zwei weitere LEDs geben Auskunft über eingehende MIDI-Noten und MIDI Clock Tempo. Die rechte LED, genannt Status-LED, zeigt durch verschiedene Blinkmuster den aktuellen MIDI-Kanal, die erfolgreiche Verarbeitung von SysEx Befehlen oder auch Fehlermeldungen an. Mit SysEx-Befehlen legt man hier den MIDI-Empfangskanal des SL-1 fest, was sicherlich nicht der alltäglichste Arbeitsschritt ist. Hier heißt es dann Handbuch lesen und hexadezimale Zahlenkolonnen programmieren. 
Wo es keine Speicherplätze gibt, gibt es auch keine Presets. Ich fange also gleich an, eigene Klänge zu basteln. Das gelingt auf Anhieb, etwas Synthesizerwissen vorausgesetzt. Mit 28 Potis und 15 Kippschaltern macht das Spaß, und man weiß stets, was man tut. Die Oberfläche ist recht übersichtlich gestaltet. Die Potis haben einen mittelschweren Drehwiderstand, die Werte lassen sich mit ihnen gut einstellen. Man muss aber aufpassen, dass man nicht versehentlich irgendwo gegen kommt, denn das führt leicht zu ungewollten und meist auch drastischen Veränderungen. Mit Bedachtsamkeit kommt man hier schneller ans Ziel. Beim Tuning der Semitones wünschte ich mir eine feinere Auflösung, aber im Zusammenspiel mit dem Parameter „Finetune“ bekam ich immer die gewünschten Ergebnisse hin. Die Stimmung der VCOs ist über den gesamten Klangbereich betrachtet recht unregelmäßig. Wer viel in den Oktaven springt, wird es schwer haben mit sauberen Tunings bzw. viel nachregeln müssen. Auch eine für analoge Synthesizer typische Aufwärmzeit, hier gut 30 Minuten, sollte man den VCOs gönnen, bevor man ihnen Verlässlichkeit in Sachen Stimmstabilität abverlangt. Der Suboszillator klingt im Vergleich zu den beiden Hauptoszillatoren deutlich leiser. Darauf kann man sich aber einstellen, wenn man letztere im Mixer immer nur bis ca. 50% Volume „fährt“. Oder man schraubt sich den SL-1 auf und nimmt Kalibrierungen mit dem Trimmern auf der Platine vor. Möglich ist dies laut Hersteller, ich habe es aber nicht getestet. Das Filter fällt recht zahm aus, soll heißen: Ich habe schon zupackendere Filter gehört, und gerade beim Gedanken an das auch hier verwendetet Kaskaden-Prinzip fällt mir da die Marke seines Erfinders ein. Für meine Ohren klingt das Filter des SL-1 aber dennoch ausgezeichnet, nur halt nicht unbedingt „fett“. Irgendwie ist man hier immer schnell beim dreckigen, körnigen Sound, denn der SL-1 übersteuert gerne. Die Filterresonanz setzt spät ein und singt mehr, als dass sie pfeift. Für die Hüllkurven gilt: Wer’s modern und knackig mag, nimmt lieber einen anderen Synthesizer. Perkussive Sounds gelingen nicht so auf Anhieb, ein paar weiche, dreckige HiHats oder auch luftige Snares bekommt man aber gut hin. 

Audio Samples
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Bassline 1 Bassline 2 Lead Bass LFO Filter Mod LeadNoise Sync Sync 2 Audio In LFO2 moduliert VCA FilterResonanz Percussive

 Wer noch mehr hören möchte: Auf der Webseite www.modemachines.com ( http://www.modemachines.com/de/products/?id=2) gibt es ein paar hörenswerte Demonstrationsvideos zum SL-1! 

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