Anzeige

Mit dem iPad auflegen wie Juicy M

Wie es geht

Da das iPad von Haus aus bereits über einen integrierten, klanglich brauchbaren Audioausgang verfügt, lässt es sich natürlich problemlos an jeden Audiomixer anschließen. Das einzige, was dafür erforderlich ist, ist ein „Miniklinken auf Cinch Kabel“. Auf abenteuerliche Adapterlösungen sollte man im praktischen Einsatz verzichten, da sich mit jeder Steckverbindung die Fehleranfälligkeit erhöht. Als zweites braucht es natürlich noch eine entsprechende DJ-App. Algoriddims “Djay 2” aber auch “Cross DJ Pro” von Mixvibes empfehlen sich für dieses Szenario im Besonderen, da sie – wenn man das iPad kippt – über eine Einzeldeckansicht im Hochformat verfügen.

CrashKurs_Auflegen_mit_iPad_Folge_02

Hat man die Anzeige ins Hochformat gedreht, empfiehlt es sich, die Orientierungsausrichtung zu sperren, damit sich während des Auflegens nicht zufällig das Anzeigeformat ändert. Auch sollte man einen Blick auf den virtuellen Crossfader der jeweiligen App werfen und ihn auf der Deckseite die man benutzt, auf Vollanschlag bringen.

Fotostrecke: 4 Bilder Geht zwar grundsätzlich auch – sollte man aber vermeiden: Adapter-Verkettungen.
Fotostrecke

Ist das Setup – wahlweise mit zwei oder mehr iPads – aufgebaut, beginnt das klassische DJ-Handwerk und es gilt, mittels traditionellem Beatmatching die iPad-Decks ins gleiche Tempo zu bringen. Genau das aber kann gerade für Digital-DJs eine durchaus gewinnbringende und unterhaltsame Erfahrung sein, denn “Djay 2” und “Cross DJ” ahmen mit ihren Oberflächen die Bedienelemente eines echten Turntables schon ziemlich gut nach: Pitchfader, Tempo-Nudging – alles vorhanden. Ja sogar das Scratchen mit den virtuellen Decks ist möglich. So lässt sich ganz oldschool an die “Eins” „heranscrubben“, um dann gleichzeitig mit dem laufenden Deck zu starten und hörenderweise mittels Pitchfader und „Tellerschubsen“ die Synchronität herzustellen. Ein großer Spaß, der ganze Generationen von DJs in der “Vor-Sync-Ära” nächtelang auf Trab gehalten hat.

Fotostrecke: 5 Bilder Alles im Blick, was es zum Beatmatchen braucht: BPM-Anzeige, Pitchfader und Tempo-Nudge-Taster.
Fotostrecke

Ein bisschen Unterstützung bietet einem die moderne Technik dann doch, denn zumindest den BPM-Wert kann man sich im gegenüberliegenden Deck ja problemlos abschauen. Wer größere Ambitionen hat sein Publikum zu unterhalten, der kann natürlich auch zwischendurch mal in den Trigger-Pad-Modus wechseln und bei Bedarf Samples abfeuern. Noch weiter lässt sich die Performance-Qualität treiben, wenn man die Decks in den Slip-Modus schaltet, bei dem der aktuelle Takt quasi “eingefroren” wird und sich die einzelnen Viertelschläge wie bei einem Sampler durch Druck auf den Bildschirm abfeuern lassen. Dazu muss man allerdings in die Wellenform-Ansicht wechseln, was ohnehin eine ziemlich schicke Angelegenheit ist, denn hierbei läuft die grafische Darstellung des Tracks von oben nach unten über das Display.

Fotostrecke: 2 Bilder Sobald Ableton Link aktiviert ist…
Fotostrecke

Wer auf das traditionelle Beatmatching lieber verzichten und stattdessen der digitalen Synchronisation vertrauen möchte, dem bietet “Cross DJ” seit neuestem auch die “Ableton Link”-Funktion. Einfach beide iPads ins selbe WLAN stellen oder via Ad-hoc-Verbindung vernetzen, in der App die Link-Funktion aktivieren, und schon wissen die beiden Tabletts voneinander und gleichen bei Bedarf die gerade laufenden Stücke des Mitspielers automatisch an – fast schon Zauberei.

Auflegen mit dem iPad
Auflegen mit dem iPad

Resümee

Wer noch zwei oder mehr iPads in der Schreibtischschublade liegen und einen Mixer in Griffweite hat, der sollte das hier skizzierte Setup auf jeden Fall mal ausprobieren. Es macht nicht nur Spaß und ist eine gute Übung, zwei Decks mit klassischem Beatmatching in Einklang zu bringen, sondern ist auch eine optisch ziemlich schicke Variante. Tatsächlich bietet dieses Setup – hat man sich mal damit vertraut gemacht – an vielen Stellen eine wirklich fabelhafte Kontrolle, hat man doch die volle Bildschirmdiagonale jedes einzelnen iPads zur Verfügung. So viel Pixel hat kein einziger, derzeit am Markt befindlicher Controller integriert. Wer zu „Cross DJ Pro” greift, hat – falls das mit dem Beatmatching noch nicht so richtig sitzt – immer noch die Möglichkeit, in höchster Not den Sync-Button zu drücken.

Hot or Not
?
CrashKurs_Auflegen_mit_iPad_Folge_02 Bild

Wie heiß findest Du diesen Artikel?

flame icon flame icon flame icon flame icon flame icon
Your browser does not support SVG files

von Numinos

Kommentieren
Kommentare vorhanden
Schreibe den ersten Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.
Für dich ausgesucht

Auflegen mit dem USB-Stick: Die wichtigsten Tipps zur Auswahl und Vorbereitung von DJ USB-Sticks

DJ / Workshop

USB-Sticks sind für immer mehr DJs die Datenträger der Wahl. Nur welche sind geeignet und wie richtet man diese ein? Fragen, die wir in diesem Workshop beantworten wollen.

Auflegen mit dem USB-Stick: Die wichtigsten Tipps zur Auswahl und Vorbereitung von DJ USB-Sticks Artikelbild

Mit DJ USB-Sticks auflegen: Schallplatte, CD, Laptop, USB-Stick und neuerdings sogar WiFi plus Streaming: Etwa in dieser Reihenfolge hat sich das Arbeitswerkzeug für DJs im Laufe der Zeit entwickelt. Besonders USB-Medien haben einige Vorteile, denn sie sind klein, leicht und kein Wert, der bei Verlust unersetzbar wäre. Und das Auflegen mit Dateien bringt sowieso jede Menge Vorteile mit sich. Eigene Edits machen, den neuestem Mashup aus Soundcloud laden oder das Doppeln von Tracks, ohne diese zweimal besitzen zu müssen. Das sind unschlagbare Argumente für digitale Musikfiles. Die CD/DVD war eine ganze Weile ein praktisches Medium, denn DJs wurden damit immer unabhängiger von Laptops. Heute wirken selbst die kleinen Discs schon antiquiert.

Mit Serato DJ ohne externe zertifizierte Hardware auflegen

DJ / Workshop

Was vielen anderen DJ-Programmen schon in die Wiege gelegt wurde, kann nun (endlich) auch Serato mit dem optionalen Expansion Pack Serato Play: Das Auflegen ausschließlich mit Laptop. Ob Serato DJ Pro dabei eine gute Figur macht, verrät dieser Workshop.

Mit Serato DJ ohne externe zertifizierte Hardware auflegen Artikelbild

Serato DJ Pro zählt zu den beliebtesten, ausgereiftesten, aber auch teuersten DJ-Programmen. Monetär blecht man einiges für die Lizenz, zertifizierte Hardware, Upgrades und Expansion Packs. Dagegen ist die Software von Serato.com kostenlos downloadbar. Sie startet allerdings ohne angeschlossene zertifizierte Hardware beziehungsweise ohne gültige Serato DJ Pro Lizenz automatisch und ausschließlich in den Prepare-Modus.

Auflegen mit Djay Pro und Tidal

Workshop

Die Tidal-Integration in Algoriddim Djay Pro stellt dir über ein Premium Abonnement beim Streaming-Anbieter über 50 Millionen Musikstücke zum Mixen bereit, selbst wenn du keine Tracks auf deiner Festplatte hast.

Auflegen mit Djay Pro und Tidal Artikelbild

Auflegen mit Streaming Music, das ist mittlerweile so einfach wie nie zuvor. Algoriddim Djay, das auf iOS, Android, Mac und Windows verfügbar ist, legt liegt dir auf Wunsch die gesamten Musikkataloge von Beatport, Soundcloud oder Tidal mit über 70 Millionen Tracks und 250.000 Videos zu Füßen und spricht obendrein noch musikalische Empfehlungen aus, welchenTrack du als nächstes mixen kannst. Playlisten mit deinen Freunden tauschen und über Social Media Dienste teilen, ist ebenso möglich. Wie das mit Tidal genau funktioniert, erfährst du in unserem heutigen Crashkurs.

Serato Video: Auflegen mit Videos und Visual FX im DJ-Set

DJ / Workshop

Workshop: Wie ihr mit Serato Video und DJ Pro zum VJ avanciert und Videos und Animationen in eurem DJ-Set effektvoll mixt und scratcht

Serato Video: Auflegen mit Videos und Visual FX im DJ-Set Artikelbild

Bereits Serato Scratch Live als Urvater des DVS implantierte mit dem optionalen Plug-in Serato Video Visuals in die DJ-Performance. Für 99,00 Euro damals wie heute ein recht teurer Spaß, aber die Anschaffung lohnt sich für Serato DJ Pro User mehr denn je. Schließlich ist das Expansion-Pack funktionell verbessert worden, ist Karaoke-tauglich und mixfähigen Content in hochauflösender Bild- und Tonqualität  bieten DJ-Pools zum bezahlbaren Preis an, Serato selbst hat soeben Visual-Packs zum kostenlosen Download verfügbar gemacht.

Bonedo YouTube
  • Strymon Deco V2 Sound Demo (no talking) with ASM Hydrasynth
  • Cosmotronic Modules Demo
  • Analog FX SER-2020 semi-modular Synthesizer Sound Demo (no talking) with Empress Reverb