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Mackie EleMent Wave XLR Test

Praxis

Handling

Für den Praxis-Check habe ich mich für ein Mackie EM-89D entschieden. Es ist ein dynamisches Handheld-Mikrofon desselben Herstellers und kommt ebenfalls aus dessen EleMent-Reihe. Der Sender lässt sich mühelos am Mikrofon befestigen und steckt dann dank Rückhaltesicherung fest und sicher in diesem. In den Audiobeispielen hört ihr meine Aufnahmen, die ich per Audiointerface und MacBook gemacht habe. Hier wäre aber auch ein Smartphone oder eine Kamera als Recording-Medium möglich gewesen. 
Aufgrund der Ausrichtung seines Clips wird der Empfänger kopfüber am Hosenbund befestigt. Das bedeutet, dass die Kabel zum Abgreifen der Audiosignale platzsparend nach unten weggeführt werden. Wer allerdings seinen Gürtel als Zugentlastung nutzen möchte, muss dem Kabel deshalb eine Extrarunde spendieren und für diese zusätzliche Schlaufe einige Zentimeter Kabel mehr einplanen. Ungünstig ist der auf den Kopf gestellte Clip dann beim Einsatz des Receivers auf einem Blitzschuh. Denn die Kabel werden dann vom Empfänger nach vorne weggeführt und könnten im ungünstigsten Fall in den Sichtbereich der Kamera gelangen.

Fotostrecke: 3 Bilder Der Sender wird per XLR-Stecker verbunden
Fotostrecke

Gegen ein versehentliches Ein- oder Ausschalten setzen Mackie auf ein mehrsekündiges Betätigen des dafür zuständigen Tasters. Das ist eine durchweg praktikable Lösung. Sind die beiden Geräte per Funk verbunden, leuchten ihre mehrfarbigen Info-LEDs permanent grün. Werden Sender oder Empfänger geladen, leuchten die LEDs dagegen rot. Ein überraschendes Problem tritt beim Handling des XLR-Senders am Mackie EM-89D auf. Stecke ich den Sender auf, kann ich das Mikrofon nicht mehr in die mit ihm ausgelieferte Halterung einschieben. Der Sender ist schlichtweg zu breit dafür. Hierzu müsste entweder der Sender schmaler, die Klemme von oben zugänglich oder gleich stattdessen eine mechanische Klammer statt eines Einschubs als Mikrofonhalterung dienen.

Fotostrecke: 2 Bilder In Verbindung mit einem Mackie EleMent EM-89D funktioniert das Funkset technisch tadellos
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Sound

Wie schon erwähnt, ist das Ausgangssignal des Empfängers beim Mackie EleMent Wave XLR nicht sehr laut. Eine Verstärkung von etwa 13 dBFS ist erforderlich, um auf einen komfortablen Arbeitspegel zu kommen. Dadurch werden dann auch die Rauschanteile im Signal deutlich. Deshalb werden Profis hier eher nicht glücklich. Bei weniger kritischen Anwendungen wie Moderationen und Präsentationen kann die Funkstrecke aber bedenkenlos eingesetzt werden. Gerade die von Mackie ins Auge gefasste Hauptzielgruppe muss sich hier aber genau überlegen, mit welchen weiteren Programminhalten das drahtlos übertragene Sprachsignal zum Einsatz kommen soll. Völlig unproblematisch ist es nämlich, wenn weitere Audiospuren zu hören sind, die das Eigenrauschen des Funksystems maskieren.

Audio Samples
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Handheld-Mikrofon, Innenaufnahme Mute-Schalter

Das einzige Knacksen, das der Sender (leider) produziert, wird beim Aktivieren/Deaktivieren seiner Mute-Funktion erzeugt. Insbesondere für Live-Streams, die ausschließlich auf die funkübertragene Stimme setzen, ist dieses Problem unverzeihlich. Positiv anmerken kann ich noch, dass ich darüber hinaus keinerlei Artefakte, Glitches oder Knackser festgestellt habe, die auf die Funkübertragung selbst zurückzuführen sind. Wer übrigens statt eines Handhelds lieber mit einem Lavaliermikrofon arbeiten möchte, kann auf das Funkset Mackie EleMent Wave LAV zurückgreifen. Es wird direkt zusammen mit einem Ansteckmikrofon ausgeliefert.

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