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M-Audio Oxygen Pro 49 und 61 Test Preview

Praxis

Ableton Live mit dem Oxygen Pro fernsteuern

Keine andere DAW ist so controllerfreundlich wie Ableton Live. Hier reicht es oft bereits aus, einfach einen Controller anzuschließen, während Ableton den Rest erledigt. Zu unserer Überraschung tauchte dieses Mal sowohl in Live 10.1.30 als auch in der Betaversion von Live 11 das “noch gar nicht erschienene” Oxygen Pro als auswählbare Bedienoberfläche bereits auf.
In den MIDI-Einstellungen haben wir diese Bedienoberfläche einfach ausgewählt und anschließend die Ports des Oxygen Pro „Mackie/Hui“. Bei den MIDI-Ports aktivierten wir nur beim „USB MIDI“-Port des Oxygen Pro Fernsteuerung, Sync und Track. Mit diesen Einstellungen konnten alle beschriebenen Aktionen in Ableton Live ohne Hilfe der Maus durchgeführt werden.

Fotostrecke: 2 Bilder Etwas rätseln war anfangs durchaus angesagt …
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Gleich in der Session-View wird man von einem rot umrandeten Auswahlbereich begrüßt, den man in größerer Form bereits vom Push kennt. Das ist quasi der Spurfokus, der visualisiert, welche zwei Zeilen (Scenes) man mit dem Oxygen Pro in der Session View ansteuert. In diesen zwei Zeilen kann man Clips dann mit den Drum-Pads aus acht Spuren triggern. Die zwei kleinen Pfeil-Buttons neben den Pads können sogar die ganze gerade selektierte Szene wiedergeben. Dabei ist man aber nicht auf die ersten zwei Scenes festgelegt: Mit den „Bank“-Pfeiltasten auf dem Oxygen Pro verschiebt man den roten Auswahlbereich nach links und rechts (praktisch bei vielen Spuren) und mit den Spultasten darunter nach oben und unten.
In Kombination mit der Aufnahmetaste kann man in diesem Modus blitzschnell Ideen in der Session-View ausarbeiten: Spurfokus dorthin bewegen, wo man einen Clip aufnehmen möchte, den leeren Clip mit dem entsprechenden Drumpad triggern, losspielen, fertig.

Mit den Fadern Lautstärken in Ableton Live ändern 

Die Fader sind automatisch mit den acht Spuren in Live verknüpft, wo der gerade beschriebene Spurfokus liegt. Bewegt man einen Fader am Oxygen Pro, bewegt sich der entsprechende in Live automatisch mit. Der neunte Fader auf dem Controller ist mit dem Masterfader in Ableton Live verbunden, was vor allem bei plötzlichen Lautstärkeschwankungen während eines Bühneneinsatzes hilfreich ist. Die acht Potis steuern automatisch die acht Makros des ausgewählten Instruments, vorausgesetzt, es ist in ein Instrument-Rack verpackt.  

Was noch nicht geht

M-Audio hat uns mitgeteilt, dass das Ableton Script leider noch nicht in der finalen Version in unserer Live Version vorliegt und das LED-Pad-Feedback sowie Knob-Controls und die Channel-Funktionen Select, Mute und Solo noch folgen werden. 
Anhand der Sekundarbeschriftung auf dem Controller kann aber bereits mutmaßen: Die rechten vier Drumpads bieten in Kombination mit der Shifttaste Schnellzugriff auf die Funktionen Quantisieren, Undo, Save und Ansichtswechseln zwschen Session- und Arrangement-View. Die letztgenannten haben bereits ohne Probleme funktioniert – die ersten beiden fehlen noch in der Implementierung.E benfalls untätig sind die Untermenüs: PAN, DEVICE und SEND. Nur Device-Controlls lassen sich aktuell regeln.
Die weiteren Modi der Funktionstasten unter den Fadern erlauben es theoretisch, Spuren scharf, solo oder stumm zu schalten – allerdings hat Ableton Live bis auf das Scharfschalten auch noch die Zusammenarbeit verweigert. Ein MIDI Editor Software ist ebenfalls angekündigt.

Einbindung in Reason 11

Reason 11 erkennt das Oxygen Pro automatisch. Die typische Start/Stopp/Aufnahme-Bedienung geht dann genauso gut, wie das Umschalten der Presets eines Reason-Instruments mit den Vor- und Rückspultasten. Mit dem ersten Fader lässt sich außerdem die Lautstärke des gerade gewählten Instruments ändern. Dazu ist je nach Reason-Instrument einiges an fertig eingestellter Fernsteuerung durch die Potis möglich. Zum Beispiel sind bei Sounds in Europa, einem Spektral-Synthesizer in Reason, alle acht Potis bereits mit Funktionen im Instrument wie dem Filter-Cuttoff oder einem der Waveshaper-Regler verknüpft.
Der Arpeggiator des Oxygen Pro verweigerte im Test bei der Synchronisation mit Reason allerdings noch den Dienst, und so blieb nur die in Oxygen Pro integrierte Geschwindigkeitsanpassung. Es gibt also noch Hausaufgaben für M-Audio, generell ist in Reason aber schon einiges mehr an Verknüpfung gemacht worden.

Logic, Bitwig, Reason und Co. fernsteuern

Durch die Unterstützung des Mackie-Control-Protokolls lassen sich alle gängigen DAWs zumindest in den grundlegenden “tontechnischen” Funktionen gut fernsteuern, ob das zum Beats machen ideal ist, sei mal dahingestellt. Auch das Zuweisen einzelner Potis oder Fader auf die Parameter im Programm ist je nach Workflow ohne Umschweife machbar.
Interessanter wird es aber immer mit externen Scripten, die sich etwas intelligenter verhalten. Am frühsten dürften Bitwig-Jünger, denen das Skript von Jürgen Moßgraber zur Verfügung steht, eine unkomplizierte Einbindung in ihre DAW geniesen. Die Presets auf dem Controller alleine bedeuten leider eben noch nicht, dass die DAW automatisch die verschiedenen Controller-Ebenen unterscheiden kann.
Sobald uns neue finalen Scripte vorliegen, holen wir das nach!

Fotostrecke: 4 Bilder Das Oxygen Pro 49
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