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KRK S8.4 Test

KRK Systems bieten vier verschiedene Subwoofer an, von denen die “S”-Range sich deutlich ähnelt.

KRK_S8_4_Generation_4_Subwoofer_Test_2

Der KRK S8.4, auch als KRK S8G4 bekannt, ist der kleinste, mit unter dreihundert Euro Verkaufspreis auch der preiswerteste unter ihnen. Im ausführlichen Review des mittelgroßen KRK S10.4 gehen wir auf sämtliche wesentlichen Eigenschaften ein und zeigen hier insbesondere die Unterschiede.

Details & Praxis

Wer sich schon ein wenig mit Studiolautsprechern und Subwoofern beschäftigt hat, der wird festgestellt haben, dass oftmals eine Zahl den Durchmesser des größten Treibers in Zoll bezeichnet. Bei diesem Subwoofer gibt es nun nur einen Treiber, die Vier markiert die Versionsnummer, es bleibt die Acht. Voilà: Der KRK S8.4 arbeitet mit einem Achtzöller. Dass dessen gelbe Membranfläche aus Glasaramid fast wie ein Ring erscheint, liegt vor allem daran, dass die umlaufende Gummisicke sehr wulstig ist. Das ist wiederum dadurch bedingt, dass der Treiber sich als “Long Travel” verhältnismäßig weit bewegen kann. Wie beim größeren S10.4 ist das Gehäuse nicht geschlossen, sondern nutzt die auch im Gehäuseinneren bewegte Luft zur Schallerzeugung – erkennbar am seitlichen, schlitzförmigen Bassreflexport. Weil neben dem Treiber auch das Gehäuse mit 28 x 41 x 29,5 cm kleiner ist als das von S10.4 und natürlich S12.4, ist die untere Grenzfrequenz mit 34,5 Hz ein wenig höher (S10.4: 30 Hz), der Class-D-Amp leistet 109 statt 160 Watt wie beim Zehnzöller. Auch der maximale Schalldruckpegel ist etwas geringer, beträgt aber immerhin noch 112,8 dB SPL. Viel mehr Unterschiede gibt es aber nicht zu vermelden, die drei in China gefertigten Woofer gehören der gleichen Familie an und nutzen so viele gemeinsame Bauteile, wie es nur möglich ist. Somit bietet das Panel auf der Rückseite die gleichen Ein- und Ausgänge sowie mögliche Einstellmöglichkeiten wie alle Subs dieser Serie. Somit kann auch der KRK S8.4 hier Punkte einheimsen.

Fotostrecke: 3 Bilder Durch den großejn Schwingspulendurchmesser und die entsprechend dimensionierte Staubschutzkappe sowie aufgrund der wülstigen Sicke wirkt die gelbe Membranfläche sehr klein.
Fotostrecke

Ich hatte S8.4 und S10.4 parallel zum Test und konnte beide daher sehr gut vergleichen. Um es kurz zu machen: Der kleinere Woofer hier im Test ist nicht “schlechter”, sondern “anders”. Das zeigt sich wie folgt: Die etwas geringere Masse (und damit ist auch das Luftvolumen im Gehäuse gemeint) sorgt für eine etwas bissigere Ansprache, der Bass ist schlichtweg knackiger. Der Tradeoff ist hingegen – und das kann sich jeder denken – der etwas geringere Tiefgang. Auch wenn es auf dem Papier nicht nach einem großen Unterschied aussieht: Das ist durchaus merklich, nicht zuletzt, weil die Tonhöhenwahrnehmung von Frequenzen ja logarithmisch ist.
Dennoch: In vielen Fällen kann der KRK S8.4 gegenüber größer dimensionierten Subs die bessere Wahl sein. In kleineren Räumen, mit nicht zu potenten Satelliten, bei nicht so viel Stellfläche kann der impulstreuere Tieftöner seine Fähigkeiten ausspielen: Tonhöhen im wiedergegeben Material zu erkennen, gelingt mit dem S8.4 ein Stück besser.Mit den Tannoy Gold 5 beispielsweise hatte ich eine 2.1-Kombi zusammengestellt, die sehr gut funktionierte für ein typisches Bedroom-Setup. Es erscheint in Anbetracht der Daten selbstverständlich, dass der S8.4 nicht so laut aufspielen kann, aber erst bei wirklich hohen Pegeln beginnt er, indifferent zu werden. Erst dann beginnen auch Portturbulenzen hervorzutreten.

Das KRK-Logo steht bei S8.4 wie S10.4 für ordentliche Gesamtleistung bei überschaubarem Preis.
Das KRK-Logo steht bei S8.4 wie S10.4 für ordentliche Gesamtleistung bei überschaubarem Preis.

Fazit

Der KRK S8.3 empfiehlt sich in Setups in kleineren Räumen und nicht allzu großen Nahfeldmonitoren. Für erstaunlich wenig Geld erhält man mit dem Benjamin unter den KRK-Subwoofern ein sehr professionell ausgestatteten Low-Filler, dessen Klangeigenschaften für technisches und kreatives Arbeiten gut geeignet sind. Im Vergleich zum nächst größeren Modell fällt allerdings der etwas geringere Tiefgang auf – dafür spielt er etwas impulstreuer.

Unser Fazit:
Sternbewertung 4,5 / 5
Pro
  • sehr knackig
  • Ausstattung
  • niedriger Preis
Contra
Artikelbild
KRK S8.4 Test
Für 295,00€ bei
KRK_S8_4_Generation_4_Subwoofer_Test_1
Features & Spezifikationen
  • aktiver Studiosubwoofer
  • 5″-Treiber mit Glasaramidmembran
  • Bassreflexgehäuse aus 18 und 15 mm MDF
  • 105 Watt Leistung (Class D)
  • Frequenzbereich: 34,5 – 133 Hz
  • Crossover: 60, 70, 80 oder 90 Hz
  • max. Schalldruckpegel: 112,8 dB SPL
  • I/O: RCA, TRS, XLR
  • Footswitch-Input: Sub Mute
  • Volumeregler, Ground Lift, Phase Inversion, Auto-Standby
  • Maße: 27,9x41x29,2 cm
  • Gewicht: 12 kg
  • Preis: € 299,– (Straßenpreis am 6.9.2021)
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von Nick Mavridis

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